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Im Schlachthof in München kam es zu einer Panne. Das Fleisch von 650 Schweinen muss nun verbrannt werden. 

Schlachtungs-Chef bedauert Vorfall

Sauerei in Münchner Schlachthof - Panne sorgt für mächtig Kopfschütteln

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Zu einer wirklich ärgerlichen Panne kam es am Schlachthof in München. Nun muss das Fleisch von rund 650 Schweinen verbrannt werden. 

München - Was für eine traurige Verschwendung! Am Münchner Schlachthof muss das Fleisch von rund 650 Schweinen verbrannt werden. Warum? Weil die Tiere geschlachtet wurden, obwohl sie vorher nicht von einem Amtsveterinär untersucht wurden. Eine teure Schlamperei, die nun für mächtig Kopfschütteln sorgt. Denn die Tierschlachtung ist in Deutschland klar geregelt - durch europäisches Recht.

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Schlachtungs-Chef Markus Pöllot: „Wir bedauern diesen Vorfall sehr“

Eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 schreibt ganz genau vor, wie aus Tieren Lebensmittel werden. Und gemäß Artikel 5 dieser Verordnung müssen bei der Schlachtung von Schweinen zwei Veterinäre anwesend sein: Ein Arzt schaut sich zuerst die lebenden Tiere an, ein anderer kontrolliert das Fleisch nach der Schlachtung und verpasst ihm einen Stempel. Doch am 10. Januar fehlte im Münchner Schlachthof einer der Ärzte wegen Krankheit -  geschlachtet wurde dennoch.

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Panne im Schlachthof München: Schlachtzahl betrug 699 Tiere

Ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats (KVR), dem das Veterinäramt untergliedert ist, bestätigte exklusive Informationen der tz. Was dann passierte? Nach tz-Informationen wurden die Tiere nach der Schlachtung zunächst als genusstauglich gestempelt. „Dem amtlichen Personal in der Schlachthalle war jedoch nicht bekannt, dass die Tiere ohne die erforderliche Schlachttieruntersuchung geschlachtet worden waren.“ Das Veterinäramt sei durch den Schlachthofbetreiber erst kurz vor Schlachtende am Rande eines aus einem anderen Grund vereinbarten Gesprächs informiert worden. „Daraufhin wurde schnellstmöglich ein amtlicher Tierarzt für die Schlachttieruntersuchung bereitgestellt, sodass einige Tiere noch rechtskonform für die Lebensmittelgewinnung geschlachtet werden konnten.  

Die Schlachtzahl betrug 699. Hiervon konnten nur 46 Tiere noch als Lebensmittel verwertet werden.“ Also leider nicht wirklich viele. Die Verantwortungdafür , dass das Fleisch nun nicht mehr als Lebensmittel verwendet werden darf, liege beim Schlachthofbetreiber - der Schweineschlachtung München GmbH, so das Kreisverwaltungsreferat. Immerhin: Schlachtungs-Chef Markus Pöllot entschuldigt sich und verspricht Aufklärung. „Wir bedauern diesen Vorfall sehr und prüfen mit Nachdruck, wie es dazu kommen konnte.“ 

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