Nach diesen beiden jungen Männern fahndete die Polizei. Sie sollen mehrere Menschen angegriffen und verletzt haben. 

Drei Fälle, zwei Verdächtige

Polizei sucht Schläger: Opfer fotografierte seinen Peiniger - mit Erfolg

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Zwei junge Männer attackierten in München Fahrgäste im Bus und an U- und S-Bahnstationen. Die Polizei veröffentlicht Fotos der Schläger - das bringt den gewünschten Fahndungserfolg.

Update, Montag, 11.43 Uhr:

Aufgrund der Öffentlichkeitsfahndung ging eine Vielzahl von Hinweisen beim Polizeipräsidium München ein. Letztendlich meldeten sich zwei Tatverdächtige bei der Polizei und gaben an, die gesuchten Personen zu sein. Es handelt sich hierbei um zwei 18-Jährige. Einer der beiden lebt mittlerweile in England. Der andere hat seinen Wohnsitz in München und stellte sich am Sonntag, 21.10.2018 bei einer Polizeiinspektion in München. Nach seiner Vernehmung wurde er wieder entlassen.

Update, Montag, 10.23 Uhr:

Offenbar war die Öffentlichkeitsfahndung nach den beiden Schlägern in Münchens U- und S-Bahn erfolgreich. Genaueres ist allerdings noch nicht bekannt. Weitere Informationen folgen.

Ursprünglicher Artikel, Sonntag, 12.04 Uhr

München - Zwei junge Männer attackieren mehrfach Menschen im Bus, an U-Bahn-Stationen und Haltestellen. Nach längeren Ermittlungen kann die Polizei mehrere Fälle von Körperverletzungen in Münchens ÖPNV zusammen bringen. Jetzt hat die Polizei die Bilder der Verdächtigen veröffentlicht. Die Fälle liegen sechs Monate zurück.

Fall 1: Attacke in der Linie 55

Die Polizei schreibt: Am 30. März 2018 geriet ein 30-jähriger Münchner gegen 1 Uhr in einem Bus der Linie 55 mit vier Personen in Streit. Im Verlauf des Streits wurde er von den beiden nun Gesuchten mehrfach gegen den Kopf geschlagen und getreten. Der Geschädigte erlitt Verletzungen am Kopf und im Gesicht. 

Fall 2: Schläge am U-Bahnhof Lehel

Eine Woche nach dem ersten Angriff, am 7. April 2018, traf ein 18-Jähriger aus München gegen 20.55 Uhr in der Triftstraße auf den ersten Tatverdächtigen. Scheinbar ohne Grund schlug er dem 18-Jährigen mit der Faust ins Gesicht und verschwand zunächst. Kurze Zeit später begegneten sich die beiden am U-Bahnhof Lehel erneut. Der Tatverdächtige pöbelte sein Opfer dort wieder an und schlug ihm unvermittelt mit der Faust in den Bauch. Die Schläge verursachten einen Cut und eine Schwellung an der linken Gesichtshälfte. 

Fall 3: Am Rosenheimer Platz aus der S-Bahn geschubst

Nur etwa zwei Stunden nach dem Vorfall im Lehel kam es in der Linie S1 auf Höhe der Haltestelle Rosenheimer Platz erneut zu einem handgreiflichen Vorfall, an dem die beiden Gesuchten beteiligt waren. Ein 37-Jähriger mit Wohnsitz in München wurde gegen 23.04 Uhr zunächst grundlos von einer sechsköpfigen Gruppe angepöbelt. Dann schubste der erste Tatverdächtige das Opfer an der Haltestelle aus der S-Bahn. Als dieser versuchte, sich zu wehren, wurde er von beiden gesuchten Tatverdächtigen gemeinsam zu Boden gestoßen und schlug mit dem Kopf an einem Mülleimer auf. 

In zwei Fällen filmte Überwachungskameras im Bus bzw. in der S-Bahn die Verdächtigen, in Fall zwei im Lehel gelang es dem Geschädigten selbst, mit dem Handy ein Foto seines Angreifers zu machen.

Nach einer internen Lichtbildveröffentlichung mit diesen Bildern erkannten Beamte der Münchner Polizei, dass es sich um die selben Täter handelt. Aufgrund des aggressiven und provokativen Auftretens der Beschuldigten und der Tatsache, dass sie verdächtigt werden, innerhalb kürzester Zeit drei nicht unerhebliche Körperverletzungsdelikte begangen zu haben ordnete der Ermittlungsrichter eine Öffentlichkeitsfahndung an. 

Hinweise auf die unbekannten Täter nimmt die Polizei München unter 089 2910-0 entgegen.

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