Gefährliche Körperverletzung

Brutale Kontrolle in S-Bahn: Das sind die Konsequenzen für die Mitarbeiter   

Nach einer brutalen Kontrolle in der S-Bahn wurde Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes nun der Prozess gemacht. Gegen sie wurde eine Geldstrafe verhängt.

Update, 12. April, 11.43 Uhr:

Die beiden Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes haben gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft wegen gefährlicher Körperverletzung keinen Einspruch eingelegt, wie ein Sprecher des Amtsgericht München am Donnerstag mitteilte. Damit kommen auf die beiden Männer Tagessätze im dreistelligen Bereich zu. Sie sind somit vorbestraft.

Update 17.21 Uhr

Die Deutsche Bahn als Betreiber der Münchner S-Bahn wollte den Fall auf Nachfrage nicht kommentieren. Ein Bahnsprecher teilte lediglich mit, dass die beiden Männer seit dem Vorfall nicht mehr in Zügen und Bahnhöfen der DB eingesetzt worden seien.

München - Eine Fahrscheinkontrolle mit gewaltsamen Ende in einer Münchner S-Bahn im vergangenen Jahr hat für zwei Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes ein juristisches Nachspiel: Die Staatsanwaltschaft München I hat einen Strafbefehl gegen die zwei Männer wegen gefährlicher Körperverletzung beantragt. Es gehe um eine Geldstrafe mit Tagessätzen im dreistelligen Bereich, sagte eine Sprecherin der Behörde am Donnerstag. Zunächst hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Wenn die beiden Beschuldigten den Strafbefehl akzeptieren, sind sie vorbestraft. Dass sie der Strafforderung widersprächen, hielt die Sprecherin für „sehr unwahrscheinlich“. Die Deutsche Bahn als Betreiber der Münchner S-Bahn gab zunächst auf Nachfrage kein Statement ab.

Mann wurde mit Würgegriff aus dem Zug geschleppt

Den Mitarbeitern einer privaten Sicherheitsfirma im Auftrag der Bahn wird vorgeworfen, bei einer Fahrkartenkontrolle im Juni 2017 gewaltsam gegen einen vermeintlichen Schwarzfahrer vorgegangen zu sein. Der 48-jährige Fahrgast hatte laut Bundespolizei kein Ticket gehabt. Daraufhin packten die zwei Kontrolleure den Mann und schleppten ihn im Würgegriff aus dem Zug.

Die Bundespolizei hatte Ermittlungen wegen des Verdachts der schweren Körperverletzung eingeleitet. Ein Video des Vorfalls wurde in sozialen Netzwerken und auf Nachrichtenseiten tausendfach geteilt und hatte bundesweit für Empörung gesorgt.

dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild / Haag

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