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Auto reiht sich an Auto: In München bilden sich gerade zu den Stoßzeiten schnell Staus.

Nach Londoner Vorbild

Maßnahme könnte Münchner Verkehrschaos beenden: SPD-Mann mit Seitenhieb auf „SUV-Fahrer aus Starnberg“

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München versinkt im Verkehrschaos - auch die Innenstadt. Da könnte eine City-Maut Abhilfe schaffen. Die Politiker machen sich ihre Gedanken - dabei geht es auch um sozial Schwächere.

München - Eine City-Maut, um das Verkehrschaos zu entzerren? Der Deutsche Städtetag hat diese Idee ins Spiel gebracht. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagt: „Wir wollen Städten die Möglichkeit geben, finanzielle Maßnahmen zu erproben, um den Verkehrsfluss in bestimmten Zonen zu lenken.“ Berlin denkt angesichts von Lärm, Luftverschmutzung und Staus über eine Maut nach Londoner Vorbild nach - also eine Gebühr fürs Fahren in der Innenstadt.

Die Münchner Rathaus-Regierung aus CSU und SPD ist skeptisch. OB Dieter Reiter (SPD) meint, die Möglichkeit, in die Stadt zu fahren, sollte nicht vom Geldbeutel abhängen. Der verkehrspolitische Sprecher der SPD, Jens Röver, sagt, ein sozial ausgewogenes Modell für eine City-Maut habe ihm noch niemand vorlegen können. „Dem SUV-Fahrer aus Starnberg ist eine Maut egal. Aber wir machen unsere Politik nicht für diese Leute.“ Zentrale Aufgabe sei es, den Pendlerverkehr in den Griff zu bekommen - mit einem großräumigen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs.

Was halten Sie von einer City-Maut? Machen Sie mit und stimmen ab

CSU gegen Maut - Grüne wollen Untersuchung anstrengen

Die CSU lehnt die City-Maut ab. „Vollkommen ungeeignet, um die Verkehrsprobleme zu lösen“, sagt Fraktionschef Manuel Pretzl. Bei der Umsetzung gebe es viele ungelöste Fragen wie etwa die Datenerfassung. Die Grünen wollen hingegen eine Untersuchung, wie eine Maut realisiert werden könnte. Zu klären sei, ob eine Abrechnung nach gefahrenen Kilometern innerhalb einer bestimmten Zone erfolge oder ein Pauschalbetrag kassiert werde, sagt Verkehrsexperte Paul Bickelbacher. Oder ob die Gebühr nur tagsüber verlangt wird.

Falls die Maut komme, müsste diese nach Meinung Bickelbachers sozial abgefedert werden. Etwa mit einem aus den Einnahmen finanzierten Mobilitätsbudget für sozial Schwächere. Der Fraktionschef der FDP, Michael Mattar, meint, ehe die Maut eingeführt werde, sollte man zunächst die Parkgebühren erhöhen.

Im Ausland haben sich Maut-Gebühren längst eingebürgert. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wo Sie eine Vignette dabeihaben sollten. Wer ohne erwischt wird, sollte eine gute Ausrede parat haben - hier ein paar Kostproben

K. Vick

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