Infizierte in Klinik abgeschottet

Coronavirus: Infizierte in Münchner Krankenhaus isoliert - eine Frau trifft es besonders hart

In München werden derzeit vier Coronavirus-Patienten behandelt. Atemschutzmasken sind in der ganzen Stadt bereits vergriffen.

  • Vier Menschen aus Bayern haben sich mit dem Coronavirus* infiziert. Sie werden aktuell in München behandelt.
  • Auf einer Pressekonferenz am Dienstag (28. Januar 2020) hat das Gesundheitsministerium informiert.
  • In ganz München sind Atemschutzmasken offenbar vergriffen.

11.15 Uhr: Besonders hart dürfte der Aufenthalt in Schwabing für die 33 Jahre alte Frau sein: Sie liegt aus Gründen der Geschlechtertrennung in einem Einzelzimmer. Auch der als erstes erkrankte 33-Jährige ist separiert - weil er hoffen darf, bald entlassen zu werden. Ein 27- und ein 40-Jähriger liegen in einem Doppelzimmer.

Die Patienten dürfen private Gegenstände bei sich haben und per Handy mit der Außenwelt kommunizieren. Bei der Entlassung wird alles mit sogenannten Sauerstoffabspaltern desinfiziert, wie ein Sprecher des Klinikums erklärt. Nur Bücher müssen entsorgt werden, weil sie sich nicht feucht abwischen lassen.

Update 30. Januar, 10.30 Uhr: Bei der extra wegen des neuartigen Coronavirus eingerichteten Hotline beim Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gehen täglich mehr als 500 Anrufe ein. Das teilte ein Sprecher des Gesundheitsministerium in München am Donnerstag auf Anfrage mit. 

Unter der Nummer 09131 6808 5101 können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen rund um die Lungenkrankheit stellen. Wegen der hohen Nachfrage hatte das LGL die Hotline nach Angaben vom Vortag schon personell aufgestockt.

Der Begriff „Corona“ wird seit mehreren Wochen mit einer tödlichen Lungenkrankheit assoziiert - für die gleichnamige Biermarke gewiss kein Imagegewinn. Das Virus ist jetzt auch Thema im ZDF-Talk von Maybrit Illner, wie Merkur.de* berichtet.

Corona-Infizierte in München unter strengen Auflagen abgeschottet - Chefarzt nennt lustigem Fakt zu ihrem Zustand

19.03 Uhr: Die tz hat sich vor Ort beim Klinikum umgehört. „Heute sind deutlich mehr Leute da als sonst“, sagt Rentner Dietmar Henkel. Wegen einer Erkrankung muss sich der 80-Jährige regelmäßig im Klinikum untersuchen lassen. „Ich mache mir keine Sorgen“, sagt er. „Ich denke, als gesunder Mensch verkraftet man das Virus.“ 

Tatsächlich herrscht am Mittwoch reger Betrieb – von einem Ansturm lässt sich aber nicht sprechen. Ungewohnt sind die neugierigen Journalisten drinnen und die Film-Teams draußen. Schließlich werden im Klinikum die ersten Corona-Fälle in Deutschland behandelt. Manche würden sich daher lieber vom Gebäude fernhalten – wie Dorote Miler. „Ich fühle mich nicht wohl hier“, sagt die 41-Jährige. Als Mutter mache sie sich vor allem um ihr Kind Sorgen. „Wichtig ist, dass sich alle die Hände desinfizieren“, betont sie. 

Auch die beiden Studentinnen Yasmin Arbi (22) und Feriel Fendri (22) lassen lieber Vorsicht walten. „Ich war bei mehreren Apotheken, um Mundschutzmasken zu besorgen, aber überall waren sie ausverkauft“, erzählt Arbi. Letztlich habe sie sich ihre blaue Maske bei einem Nagelstudio geben lassen. Ivonna Fuchs (45) aus Wolfratshausen ist hingegen entspannt: „Ich denke, die Ärzte haben das Virus hier gut im Griff.“

17 Uhr: Die Patienten würden nicht entlassen, solange sie positiv auf das neuartige Coronavirus getestet werden, sagte der behandelnde Chefarzt Clemens Wendtner.

Jeden Tag werde bei allen Patienten ein Abstrich genommen. Bisher seien diese allesamt positiv auf das Coronavirus getestet worden. „Wir hoffen, dass wir die drängenden Fragen der Patienten nach Entlassung bald mit Ja beantworten können“, sagte der Mediziner.

Allen Patienten gehe es „sehr gut“, sagte Wendtner. „Die Vier sind pumperlgsund.“ Ihnen sei so langweilig, dass sie ständig fragten, wann sie entlassen werden. Eine Patientin hatte den Angaben nach zunächst Fieber und Husten gehabt. Inzwischen zeigten alle vier keinerlei Infektsymptomatik mehr, so der Chefarzt.

16.45 Uhr: Die Gesundheitsbehörden erweitern derweil die Liste der Kontaktpersonen von bisher in Bayern infizierten Coronavirus-Patienten. Diese Aufstellung besteht dann aus rund 80 Menschen, wie aus Angaben von Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, hervorgeht. Bisher umfasste die Liste rund 40 Personen.

„Wir haben die Kontaktpersonen angewiesen, in häusliche Isolierung zu gehen“, sagte er am Mittwoch in München. Die interessante Fragestellung sei, wie lange jemand mit anderen Kontakt gehabt haben muss, damit es zu einer Infektion mit dem neuartigen Virus kommt - hier könne man bisher keine Auskunft geben.

16.40 Uhr:Bei den Coronavirus-Fällen in Bayern konzentriert sich laut Gesundheitsministerin Melanie Huml alles auf die Firma Webasto in Oberbayern. Zwar habe es da und dort Verdachtsfälle in Bayern gegeben, bei denen Proben genommen wurden - diese seien aber alle negativ gewesen.

Das Augenmerk müsse drauf liegen, die Übertragungswege ganz genau zu analysieren, sagte die CSU-Politikerin am Mittwoch in München am Rande der Landtagssitzung. Aufgabe des Landesgesundheitsamts sei es vor allem, in der Firma sich sehr genau anzuschauen, wer wann mit wem und wie lange Kontakt gehabt habe.

Coronavirus-Fälle in Bayern: Söder meldet sich zu Wort

Alle vier Patienten, bei denen die Lungenkrankheit bisher nachgewiesen wurde, sind im Münchner Klinikum Schwabing in isolierten Zimmern (siehe Update von 13.50 Uhr). Huml sagte, sie stehe in Kontakt mit weiteren Krankenhäusern, sollten neue Fälle dazukommen und weitere Kapazitäten benötigt würden. „Wir hoffen jetzt mal nicht.“

Trotz der aktuellen Fälle gibt es aus der Sicht von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) keinen Grund zur Sorge. „Ich glaube schon, dass es Anlass gibt zu höchster Sorgfalt aber noch keinen zu Panik“, sagte er am Mittwoch am Rande seiner Russlandreise in Moskau vor Journalisten.

Coronavirus sorgt für große Verunsicherung: Infizierte liegen in Münchner Klinikum - so geht es ihnen jetzt

15.28 Uhr: Die vier Coronavirus-Patienten im Schwabinger Klinikum befinden sich nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums in klinisch gutem Zustand. „Alle sind nach Angaben von Chefarzt Prof. Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie an der München Klinik Schwabing symptomfrei“, teilte ein Sprecher am Mittwoch auf Anfrage der dpa mit. Am späten Mittwochnachmittag will das Haus über den aktuellen Stand informieren. Testergebnisse zweier weiterer Personen waren am Mittwoch negativ. Weitere Untersuchungen liefen noch.

13.50 Uhr: Bezüglich den vier mit dem Coronavirus infizierten Patienten hat das Klinikum Schwabing ein Statement auf seiner Homepage veröffentlicht: „Das Thema ist aktuell in den Medien sehr präsent, Experten halten das neue Coronavirus jedoch für deutlich ungefährlicher als andere Virenerkrankungen.“

Auch Chefarzt Clemens Wendtner gab eine Einschätzung ab: „Betroffene des neuartigen Coronavirus leiden an einer Lungenentzündung. Auch wenn es teilweise zu schwereren Verläufen kommen kann, ist die Sterblichkeit im Vergleich zu anderen Coronavirus-Infektionen wie SARS oder MERS als gering einzustufen.“ 

Wie Bild berichtet, seien die vier Schwabinger Patienten aktuell in einem Isolierzimmer, das nur durch eine Unterdruckschleuse betreten werden kann, untergebracht. Der erste Patient wird als „fieberfrei und ansprechbar“ bezeichnet. An eine Entlassung sei laut Wendtner dennoch nicht zu denken. Zuvor sei das Quartett in einem abgetrennten Bereich „dekontaminiert“ worden. Menschen, die sich ihnen nähern, tragen Schutzkleidung.

12 Uhr: Der Familie des deutschlandweit ersten Corona-Patienten geht es gut. „Mutter und Kind haben nach wie vor keine Symptome“  sagte ein Sprecher des Landratsamts Landsberg am Lech. Aus diesem Grund sei auch fragliche Kindergrippe weiterhin geöffnet. 

„Wir haben gestern Nachmittag die Kindergartenleitung und auch die Eltern direkt mit einem kleinen Anschreiben informiert und darauf hingewiesen, dass es eine Kontaktperson gibt“, erklärte der Sprecher diesbezüglich und fügte an: „Lieber zu viel informiert als einmal zu wenig .“

Coronavirus in München? Rätselhafte „Warnzettel“ aufgetaucht

9.41 Uhr: Chinesische Schriftzeichen und dann das Logo der Stadt München. In einem Bürokomplex in der Münchner Riesstraße hängen seit Anfang der Woche rätselhafte Zettel aus. Auch die Firma Huawei ist in dem betreffenden Gebäude untergebracht. Offenbar soll der Aushang Mitarbeiter des chinesischen Telekommunikationsausrüsters sensibilisieren.

Ein Experiment mit dem Google Translator ergibt folgenden, etwas holprigen Wortlaut: „Alle Reisenden aus China! Das Münchner Gesundheitsamt verlangt, dass dass Sie sofort in unserem Büro nach einer Coronavirus-Infektion suchen. Bayerstraße 28, 80335 München.“

8.45 Uhr: Der Coronavirus ist in der Landeshauptstadt angekommen. Vier Fälle sind bekannt. Bei vielen Bürgern geht jetzt die Angst um. Sogar eine Sondereinheit wappnet sich, wie tz.de* berichtet.

Wie groß die Verunsicherung ist, zeigt sich im öffentlichen Leben. In Bussen, Trambahnen, U-Bahnen sowie bei großen Veranstaltungen sieht man vermehrt Passanten mit Mundschutz. „Hierher kommen Menschen aus der ganzen Welt. Deswegen trage ich eine Maske“, sagt etwa eine Besucherin der Sportmesse ISPO, die gerade in Riem stattfindet. In mehreren Apotheken in Bayern sind Schutzmasken bereits ausverkauft

Update vom 29. Januar, 6.56 Uhr: Das Coronavirus hat Deutschland erreicht, seit Dienstagabend gibt es vier bestätigte Fälle in Bayern. Die gute Nachricht: Forscher in Australien haben einen „bedeutenden Durchbruch“ erreicht.

Coronavirus: Drei weitere Menschen sind infiziert - Auch sie werden in München behandelt

21.31 Uhr: Drei weitere Infizierte soll es geben. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München teilte das soeben mit. Es sind ebenfalls drei Mitarbeiter der Firma Webasto aus dem Landkreis Starnberg. „Es wurde entschieden, dass auch die drei neuen Patienten in der München Klinik Schwabing stationär aufgenommen und dort medizinisch überwacht und isoliert werden“, teilte das Ministerium weiter mit.

Bei einigen weiteren Kontaktpersonen läuft derzeit ein Test, ob auch hier eine Infizierung mit dem Coronavirus vorliegt.“ Weitere Angaben machte ein Sprecher am Abend zunächst nicht.

Coronavirus in München: Süffisante „Theorie“ erklärt, warum sich das Virus nie verbreiten wird

19.05 Uhr: Das Coronavirus sorgte am 28. Januar für reichlich Aufruhr in und um die Landeshauptstadt München. Auf der Plattform „Jodel“ wurden „Fake News“ über einen Fall an der Uni Passau geteilt (siehe Update von 13.50 Uhr). Doch auf eben dieser Plattform kursiert auch gerade eine „Theorie“ darüber, warum der Virus sich niemals verbreiten würde. 

„Zum Glück ist das Virus im S-Bahn-Außenbereich. Ich vertraue auf MVV und Deutsche Bahn, dass sie durch Weichenstörung, Triebwerkschaden usw. alles tun werden, um die Ausbreitung zu verhindern“, heißt es ironisch in dem Jodel. Bisher hat der User schon 942 sogenannte „Up-Likes“ bekommen (Stand 19.05 Uhr). Der Jodel wird von den Usern gefeiert. Der ironische Unterton, was ständige S-Bahn-Störungen angeht, ist in den verschiedensten Portalen beliebt. 

Auch wegen der vielen Unbekannten verbreiten sich primär im Internet mittlerweile etliche Verschwörungstheorien über den Coronavirus. Einen Überblick finden Sie hier.

Der Jodel, der in München viral ging.

14.37 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bestätigt, dass die Gefahr für die Gesundheit in Deutschland gering bleibt. Trotzdem sei die Situation ernst zu nehmen. Man dürfe jedoch nicht hektisch werden. „Für übertriebene Sorge gibt es keinen Grund“, sagt Spahn. In Bayern sowie Berlin gibt es eine Telefonhotline für Fragen zum Virus. Von Fiebermessungen an Flughäfen hält der Minister nichts. Eine Anordnung soll Piloten von Flügen aus China verpflichten, den Tower über den Gesundheitszustand der Passagiere zu informieren.

Außerdem werden durch eine Eilverordnung deutsche Kliniken verpflichtet Verdachtsfälle zu melden. Bis die Maßnahmen in Kraft treten kann es jedoch noch bis zu vier Tagen dauern, sagt Spahn bei einer Pressekonferenz in Berlin.  

13.50 Uhr: Ein Coronavirus-Fall an der Uni Passau? In der Social-Media-App Jodel teilte ein Nutzer einen vermeintlichen Artikel der Süddeutschen Zeitung zu dem angeblichen Vorfall. Auf Merkur.de* können Sie nachlesen, was wirklich dahinter steckt.

12.05 Uhr: In Bayern sind Atemmasken in einzelnen Apotheken bereits ausverkauft, bestätigt ein Sprecher des bayerischen Apothekerverbandes am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur (siehe Erstmeldung zu den aktuellen Verhältnissen in München). Derzeit gebe es eine verstärkte Nachfrage. Zudem sei es bei einigen Großhändlern schwierig, Nachschub zu bekommen. Auch der Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels bestätigte, dass einzelne Großhändler die Nachfrage aus den Apotheken nicht bedienen könnten.

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger (Universitätsklinikum Regensburg), hält nichts von der Anwendung der Masken: „Persönlicher Schutz ist im Augenblick vollkommen unsinnig“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. 

Sogenannte chirurgische Gesichtsmasken sind dem Experten zufolge zudem eigentlich nicht zum Schutz vor Ansteckungen gemacht, sondern sollen verhindern, dass möglicherweise infektiösen Tröpfchen aus dem Atemtrakt von Chirurgen in das Operationsgebiet gelangen. Es ergebe Sinn, zum Beispiel als Grippekranker eine Maske zum Schutz anderer Menschen zu tragen. „Aber der Schutz vor einer Infektion von außen ist sehr, sehr schlecht damit“, sagte Salzberger.

München: Coronavirus sorgt für Alarm - Chefarzt spricht über Infizierten im Schwabinger Klinikum

11.29 Uhr:  Dem mit dem Coronavirus infizierte Mann, der aktuell im Schwabinger Klinikum liegt, geht es nach Angaben seines behandelnden Arztes „sehr gut“. „Er ist fieberfrei, hat auch derzeit keine Atemwegssymptomatik mehr“, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt im Klinikum Schwabing in München, am Dienstag. 

Clemens Wendtner, Chefarzt im Klinikum Schwabing

Der Mann werde nicht auf der Sonderisolierstation des Krankenhauses behandelt, sondern auf der normalen Isolierstation in einem Zimmer mit Schleuse. „Die Sonderisolierstation ist nicht aktiviert und wird für diesen Patienten auch nicht aktiviert“, sagte Wendtner. Er betonte: „Es besteht keinerlei Gefahr für Mitpatienten.“ Enge Kontaktpersonen wie Familienmitglieder und Kollegen des 33-Jährigen sind aufgerufen, zu Hause zu bleiben.

10.48 Uhr: Wie der Pressekonferenz zu entnehmen ist, stammt der Patient, der sich im Klinikum München-Schwabing befindet, nicht aus dem Landkreis Starnberg. Er arbeite lediglich dort. Jedoch komme er aus dem Landkreis Landsberg am Lech, wie Merkur.de* berichtet.

Coronavirus: Neue Informationen zu infizierter Person - so hat sie sich angesteckt

10.40 Uhr: Neben dem Flughafen München gibt es deutschlandweit noch weitere vier Flughäfen, die mit einer Taskforce ausgestattet sind. Dazu zählen die Airports in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt am Main.

Flüge, die sich im Raum Bayern befinden und Risikofälle an Bord haben, steuern stets den Flughafen München an, heißt es in der laufenden Pressekonferenz.

10.27 Uhr: Wie bei der laufenden Pressekonferenz vermeldet wurde, ist das Testergebnis seit gestern Abend um 20.30 Uhr bekannt. Der Betroffene  ist laut Auskunft des Gesundheitsministeriums 33 Jahre alt und hatte am 21. Januar an einem Meeting teilgenommen, Schulungsleiterin war demnach eine Chinesin. Demnach ist die Mitarbeiterin in einem chinesischen Werk tätig und stammt aus Shanghai. 

Am 23. Januar flog die chinesische Schulungsleiterin zurück in die Heimat. Dort habe sich umgehend in ärztliche Behandlung begeben. Mediziner hätten dann eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt.

10.03 Uhr: In wenigen Augenblicken beginnt die Pressekonferenz, die wir live begleiten**. Wie Merkur.de** berichtet, wurde am Münchner Flughafen bereits eine Taskf orce eingerichtet.

9.53 Uhr: Was vermutet wurde, ist jetzt bestätigt: Der infizierte Patient befindet sich im Münchner Klinikum-Schwabing. Das erfuhr die dpa aus Kreisen der Gesundheitsbehörden.

9.33 Uhr: Im Moment ist noch nicht bestätigt, ob sich der infizierte Patient tatsächlich in der Klinik München-Schwabing befindet. Weitere Informationen gibt es ab 10 Uhr auf einer Pressekonferenz mit Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). 

Coronavirus: Gesundheitsministerium bestätigt - Mann aus Landkreis Starnberg infiziert

Erstmeldung vom 28. Januar 2020

München - Am Montagabend (27. Januar 2020) hat es das bayerische Gesundheitsministerium offiziell bestätigt: Das Coronavirus hat Deutschland erreicht. Als erster Infizierter wird ein Mann aus dem Landkreis Starnberg genannt. Er würde „medizinisch überwacht“ und sei isoliert, hieß es vonseiten der Behörde. 

Coronavirus: Infizierter wird offenbar in Klinik in München behandelt

Weitere Informationen will das Gesundheitsministerium auf einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag (28. Januar 2020) bekannt geben. Es gibt bayernweit nur ein Krankenhaus mit einer Spezialeinheit für die Behandlung hochansteckender Krankheiten: die Klinik in München-Schwabing, die den Betroffenen nun unbestätigten Meldungen zufolge aufgenommen hat.

Auch in der Landeshauptstadt München ist die tödliche Lungenkrankheit bereits ein großes Thema - offenbar. Denn wie die Abendzeitung in ihrer Dienstagsausgabe (28. Januar 2020) vermeldet, seien Atemmasken in der ganzen Stadt ausverkauft. Die Kunde aus dem Landkreis Starnberg* dürfte das Unwohlsein mancher Bewohner zusätzlich verstärken.

München: Angst vor Coronavirus - Atemmasken in ganzer Stadt ausverkauft

Die Rathaus-Apotheke am Marienplatz habe des Berichts zufolge am vergangenen Freitag (24. Januar 2020) binnen weniger Stunden 300 Masken verkauft. Nachschub ist seither ausgeblieben. „Ich hoffe, dass wir bald wieder neue Masken erhalten“, zitiert die Abendzeitung die Betreiberin. 

In China sind infolge des Virus-Ausbruchs ganze Regionen abgeriegelt. Dort ist es inzwischen sogar verpflichtend, einen Mundschutz zu tragen, der Schutz vor den gefährlichen Erregern bieten soll. 

Atemmasken in München ausverkauft: Coronavirus-Fall im Landkreis Starnberg bestätigt

In anderen Münchner Apotheken sieht es unterdessen in Sachen Sortiment nicht besser aus. „Ich habe gerade noch ein 50er-Pack von den blauen bestellen können, die weniger beliebt sind – das war vorerst der letzte Posten“, berichtet ein Angestellter von der Münchner Freiheit.

Immerhin: Im Laufe der Woche wollen die Großhändler für Nachschub sorgen.

*Alle Informationen zum Coronavirus finden sie bei Merkur.de.

**Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Sven Hoppe

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