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Monika K. hält den Lärm einfach nicht mehr aus.

Nachbarschaftsstreit

Nächtlicher Lärm, Beschimpfungen, Drohbriefe: Unsere Nachbarn terrorisieren uns

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München: Wenn Streitereien unter Nachbarn eskalieren, werden sie oft zur psychischen Belastung für alle Beteiligten. Hier berichten wir von zwei besonders heftigen und aktuellen Fällen

München - Ruhe finden und Energie tanken. Das tun wohl alle Münchner am gleichen Ort am liebsten: In ihren eigenen vier Wänden. Wie schrecklich ist es da, wenn es Ärger mit den Nachbarn gibt? Lärm, Streitereien und Drohungen – und das jeden Tag. Wir berichten über zwei Münchnerinnen, die von Mit-Mietern regelrecht in den Wahnsinn getrieben werden. Und wir verraten, wie Sie sich gegen solche Höllen-Nachbarn wehren können.

Fall 1: Jede Nacht wird hier zum Albtraum

Seit neun Jahren lebt Monika K. im ersten Stock in einer Wohnung in der Fernpaßstraße in in der Nähe vom Westpark. „Seit meinem Einzug gibt es Ärger mit dem Nachbarn über mir“, erzählt die Münchnerin. Ja, das Nervenkostüm der 66-Jährigen ist inzwischen mehr als dünn. Monika K. ist wegen einer Körperbehinderung sehr klein – und fühlt sich schwach und unterlegen, wenn sie den Nachbarn trifft. „Aber auch wenn ich mich ihm gegenüber völlig hilflos fühle und sogar Angst habe, gebe ich nicht auf“, sagt sie. 

In diesem Haus in Sendling lebt Monika K. Sie wünscht sich ein Ende des Nachbarschaftsstreits.

Das Problem: Spätabends oder am frühen Morgen trample der Mann herum, schiebe Stühle oder rücke Möbel, höre oft auch laut Musik oder schreie herum. Die Seniorin protokolliert die Störungen und schickt die Notizen an die Hausverwaltung. Der Nachbar aber sei sich keiner Schuld bewusst. „Er hat gesagt, er lebe eben so, ich müsse das akzeptieren, aber ich kann keine Nacht in Ruhe schlafen. Auf Dauer macht mich auch der Streit krank, weil ich innerlich nicht mehr zur Ruhe komme“, erklärt Monika K. verzweifelt. Die tz fragte bei der Hausverwaltung an, und diese erklärte, sie werde versuchen, zwischen den Parteien zu vermitteln. Ein guter Anfang – damit endlich wieder Friede einkehrt.

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Fall 2: Das Leiden der Christa B.

Ihre 80 Jahre sieht man Christa B. keineswegs an. Die agile Seniorin ist topfit und aktiv, arbeitet als Leih-Omi und als Deutschlehrerin für Frauen mit Migrations- und Fluchterfahrung. Für dieses Engagement verlieh OB Dieter Reiter der 80-Jährigen im Oktober die Auszeichnung „München dankt“ und zollte ihr großen Respekt. Respekt ist genau das, woran es, so sagt Christa, irgendjemandem aus dem Haus aber mangele. Per Zettel werde die Frau übelst beschimpft und bedroht (siehe links unten). Die schlimmsten Worte wollen wir hier nicht abdrucken. Über die nächtlichen Ruhestörungen führt Christa B. sogar Protokoll und fühlt sich dennoch hilflos. 

Das Haus an der Mallersdorfer Straße: Hier terrorisiert jemand die Mieterin Christa B.

Bei Christa B. startete der Albtraum nach dem Einzug in das Haus an der Mallersdorfer Straße (Neuhausen-Nymphenburg). Als sie dafür sorgte, dass der Vermieter die fleckigen Wände im Hausflur streichen musste. Sie will es einfach ordentlich. Da legte der Unbekannte los: Vier Mal wurde ihr Kellerabteil aufgebrochen, mal wurde Öl in ihren Briefkasten gespritzt, dann verschwanden immer wieder Post und Zeitungen. „Auch der Mieterverein und der Seniorenbeirat konnten mir nicht helfen“, so Christa B. resigniert. Immerhin: Die Hausverwaltung versprach der tz, sich jetzt einzuschalten.

Wüste Beleidigungen: Solche unverschämten Nachrichten findet Christa B. regelmäßig an ihrer Haustüre vor.

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