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Maler Thomas S.: Er kämpft um das Sorgerecht für seine Kinder.

Aus Liebe wurde Hass

Irrer Streit ums Sorgerecht - Intrigen und Angriffe der Ex-Frau? Münchner Familienvater klagt an

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Was dieser Münchner (32) durchgemacht haben soll, klingt wie ein Hollywood-Drehbuch: Seine Ex-Frau (27) und deren neuer Lebensgefährte (48) sollen versucht haben, ihm schwere Straftaten anzuhängen. Das mutmaß­liche Ziel: Er sollte das Sorgerecht für die gemeinsamen ­Kinder verlieren.

„Es war der Horror, es war wie in einem schlechten Film – und wer weiß, was noch kommt“, sagt Thomas S. (alle Namen geändert). Lange Zeit war der gelernte Maler und Lackierer glücklich mit seiner Frau Silvia S. Das Paar war sieben Jahre zusammen, bekam drei Kinder (heute 7, 5 und 2 Jahre alt). „2016 ist sie dann einfach gegangen“, sagt der 32-Jährige. Warum sie ihre Familie im Stich ließ und warum sie so einen Hass auf den Mann, den sie so sehr geliebt hat, entwickelt haben muss, kann sich der Münchner selber nicht erklären.

Münchner Vater wird Missbrauch vorgeworfen

Los ging die Auseinandersetzung kurz nach der Trennung. Sie entzündete sich am jüngsten der drei Kinder (das damals noch gar nicht geboren war). S. berichtet: „Sie war schwanger und hat mit einem Mal behauptet, das Kind sei nicht von mir.“ Ein Vaterschaftstest, den der 32-Jährige erstritt, soll allerdings bewiesen haben, dass der Sohn von ihm ist. Aber das war noch nicht das Ende des Sorgerechts-Streits. Thomas S. sagt: „Dann wurde mir vorgeworfen, ich hätte meine beiden Mädchen sexuell missbraucht.“ Seine Ex-Frau habe sogar Anzeige erstattet. Thomas S. ließ ein kindergynäkologisches Gutachten erstellen, um sich gegen diese Vorwürfe zu wehren. 

Kriminelle Energie in München geht weiter: Vorwurf der Vergewaltigung

Thomas S. berichtet, seine Ex-Frau und deren neuer Freund Markus G. hätten immer mehr kriminelle Energie entwickelt. Sie sollen Bekannte angestiftet haben, versuchte Einbrüche und sogar eine versuchte Vergewaltigung anzuzeigen – und die Spuren sollten auf Thomas S. hindeuten! Die vorgetäuschte Vergewaltigung wurde vorgestern vor Gericht verhandelt: Hausfrau Emma K. (27) musste sich verantworten. Sie habe ihrer Bekannten Silvia geglaubt, dass Thomas S. die Mädchen misshandle, sagte sie – und habe helfen wollen, dass die Kinder zur Mutter kommen. Deshalb habe sie ein Vergewaltigungsopfer gespielt. Am Tatort sollen Silvia und Markus DNA-Spuren von Thomas S. deponiert haben. „Meine Ex-Frau hat noch einen Schlüssel zu den Außenanlagen und muss meinen Müll durchsucht haben“, sagt Thomas S. Das Paar soll seine Zigarettenkippen erneut angezündet und am angeblichen Tatort abgelegt haben. Die Polizei ermittelte wochenlang, erst bei der vierten Vernehmung gab Emma K. alles zu. Sie bekam sechs Monate auf Bewährung. 

München: Anonymer Anruf beim Chef

„Ich war völlig fassungslos, als die Polizei mich mit den Straf­taten konfrontierte, die ich angeblich begangen habe“, sagt Thomas S. Er habe sofort vermutet, dass seine Ex und ihr neuer Freund eine Intrige gegen ihn gestartet hätten. Doch das musste er beweisen. „Natürlich haben mich viele ganz komisch angeschaut und mir nicht geglaubt – vor allem in der Arbeit.“ Denn auch im Job wurde es schwierig für den 32-Jährigen. „Jemand mit unterdrückter Nummer rief sogar meinen Arbeitgeber an und behauptete, ich würde meine Kinder missbrauchen…“

Streit vor dem Familiengericht in München

Derweil geht der Streit vor dem Familiengericht weiter. Thomas S. kämpft zusammen mit Ralph Bayerl, Fachanwalt für Familienrecht, dafür, das alleinige Sorgerecht für die drei Kinder zu bekommen. Der Anwalt ist überzeugt: „Ziel der Mutter war es immer, meinen Mandanten auszuschalten.“ Der Jurist findet: „Das Beste für alle drei Kinder und Ziel ist, dass mein Mandant das Sorgerecht für alle drei Kinder bekommt, und vor allem, dass alle drei zusammen bei ihm wohnen.“ Die beiden Mädchen (5, 7) leben bereits seit etwa zwei Jahren beim Vater. Ein familienpsychologisches Gutachten betreffend die Mädchen sei bereits vor zwei Jahren zu dem Schluss gekommen, dass die Erziehungsfähigkeit der Mutter eingeschränkt sei, und sehe eine Kindeswohlgefährdung bei der Mutter. Die Entscheidung, wo der Sohn leben soll, liegt nun beim Oberlandesgericht. Eine Verhandlung in dieser Sache solle im Mai stattfinden, so Anwalt Bayerl.

Anklage in München erhoben 

Die Staatsanwaltschaft bestätigt, dass sie Anfang März Anklage gegen Silvia S. und Markus G. erhoben hat – die Vorwürfe lauten auf falsche Verdächtigung, versuchte Anstiftung zur Brandstiftung und unerlaubte Abgabe von Betäubungsmitteln. Die Anwälte von Silvia S. und Markus G. gaben bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe keine Stellungnahme ab.

Stefanie Wegele

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