Mädchen (11) in München vergewaltigt - flüchtiger Täter trug Wolfsmaske

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In der Alleinerziehenden-Falle: Linda Bollmann mit ihrer Tochter Emilia.

Manko Mutterschaft

Münchnerin ergreift Mangelberuf und bekommt trotzdem keinen Job - aus diesem Grund

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Als kleines Mädchen wollte Linda Bollmann (25) Ärztin werden. Ihrem Wunsch, kranken Menschen zu helfen, blieb sie treu – und wurde Krankenschwester. So würde sie nie Probleme bei der Jobsuche haben, dachte sie. Aber sobald Bollmann im Bewerbungsgespräch sagt, dass sie alleinerziehend ist, wird sie nach Hause geschickt.

München - Achteinhalb Stunden bleibt Emilia (3) jeden Tag in der Kita. Acht Stunden, in denen ihre Mama als Krankenschwester arbeiten könnte. Aber wenn Linda Bollmann ihre Tochter morgens um halb acht weggebracht hat, bleibt ihr nichts anderes übrig, als die Wohnung aufzuräumen, sich die Zeit mit Sport zu vertreiben und zu warten – bis sie Emilia früher als geplant wieder abholt. Immer wieder wird die Mutter aus Allach zu Bewerbungsgesprächen eingeladen, stößt dort auf Begeisterung – denn ihre Abschlussnoten sind mehr als gut. Aber sobald die Worte „Schichtarbeit“ und „alleinerziehende Mutter“ fallen, verfliegt die Begeisterung.

Dienstpläne in Krankenhäusern zu unflexibel 

„Einmal sagte ich, dass ich nur von 8 bis 15 Uhr arbeiten kann“, erzählt Bollmann. „Die Personalmanagerin musste lachen und schüttelte den Kopf.“ Denn in all den Kliniken, auf all den Stationen, für die sie sich beworben hatte, gelte das Gleiche: Schichtbeginn ist um sechs Uhr morgens, und auch nachts wird gearbeitet.

Es ist nicht das erste Mal, dass Bollmann vergeblich nach einer Stelle als Krankenschwester sucht. „Emilia kam in die Kita, als sie ein Jahr alt war – und schon damals habe ich keinen Job gefunden“, erzählt die 25-Jährige. „Wie kann das denn überhaupt sein – bei dem Pflegenotstand?“

Krankenschwester sattelt um - wieder Bauchlandung

Sie beschloss, einen anderen Beruf zu lernen – einen, der ebenfalls sehr gefragt ist und bei dem ihr die Arbeitszeiten nicht im Weg stehen. „Ich holte mein Abitur nach und schrieb mich in der Uni für Biologie und Chemie auf Lehramt ein“, sagt sie. „Als Student bekommt man keine Sozialhilfe mehr – deshalb hatte ich Bafög beantragt.“

Abgelehnt – Bollmanns Eltern verdienen zu viel. Sie sollten ihre Tochter und ihre Enkelin unterstützen, forderte die Behörde. „Wir haben aber nicht so viel Kontakt“, erklärt Bollmann.

Junge Mutter will arbeiten

Und zu Emilias Vater auch nicht. Er zahlt zwar Unterhalt, im Grunde ist die junge Mutter aber auf sich allein gestellt. Ihre ganze Welt dreht sich um Emilia. Jedes Bild, das das Mädchen für ihre Mama malt, hat einen eigenen Platz an der Wand. Jeden Tag macht die kleine Familie einen Ausflug, immer an einen anderen Ort. Letztens waren sie in einem kleinen Freizeitpark, sammelten Eier und klaubten Kartoffeln. Im Urlaub waren die beiden noch nie. Die Möbel in der Wohnung sind Geschenke und Flohmarktartikel. „Ich würde ja so gerne Geld verdienen“, sagt Linda Bollmann. Aber wie?

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Lesen Sie auch:  Was mit Kindern passiert, wenn Mütter früh wieder arbeiten gehen

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