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Stillstand: Am Glockenspiel auf dem Münchner Marienplatz ging am Dienstag nix mehr.

Stillstand

Was war da los? Darum ging im Rathaus am Dienstag nix mehr

Stillstand: Am Glockenspiel auf dem Münchner Marienplatz ging am Dienstag nix mehr. Viele Touristen warteten umsonst. Was war der Grund? 

München - Dreiundvierzig Glocken klingen, sechzehn handgeschnitzte Figuren tanzen hoch oben im Rathausturm. Unten stehen Hunderte Touristen mit dem Kopf im Nacken und lächeln. Sie richten ihre Handys und Kameras auf das mechanische Schauspiel da oben. Das Glockenspiel am Neuen Rathaus ist weltberühmt. Jeden Tag erklingt es zwischen März und Oktober dreimal: um 11, 12 und 17 Uhr. Doch gestern war um 12 Uhr kein Mucks zu hören.

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Die Rathaus-Uhr stand still. Die Touristen gingen leer aus. Der Grund: Im gesamten Rathaus fiel gestern für etwa eine Stunde der Strom aus.

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SPD-Stadträtin Anne Hübner scherzt auf Twitter: „Hat der Kämmerer die Rechnung nicht bezahlt?“ Die Stadtverwaltung liefert eine eher technische Begründung: Kabelschaden. „Bei uns lag der Fehler jedenfalls nicht“, sagte Michael Solic, Pressesprecher der Stadtwerke. „Doch wir konnten natürlich feststellen, dass der Verbrauch in der Zeit deutlich zurückgegangen ist.“

Bis gegen 12.30 Uhr der Strom im Rathaus wieder floss, standen viele etwas verwirrt vorm Turm, weil die Uhr auch nach 12 noch kurz nach halb 11 zeigte. Dann wurde die Uhr wieder aufgezogen. Die riesigen goldenen Zeiger bewegten sich rasch auf ihren rechten Platz, und es kehrte endlich wieder Ordnung ein. Um 17 Uhr gab’s wieder lächelnde Gesichter und Genickstarre.

Severin Heidrich

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