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Metallica treten am Donnerstagabend in der Münchner Olympiahalle auf.

Veranstalter bleibt hart

Ticket-Eklat vor Metallica-Konzert: Fans beklagen „armseliges Verhalten“

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Am Donnerstagabend wollen Metallica die Olympiahalle zum Beben bringen. Einige Fans dürfen das Spektakel wohl nicht miterleben - obwohl sie gültige Tickets besitzen.

München - Marina D. (33) ist sauer. Seit längerer Zeit hatte sich die fleißige Konzertgängerin auf einen fetzigen Abend in der Münchner Olympiahalle gefreut. Doch aus einem unvergesslichen Besuch bei Metallica wird wohl nichts - Veranstalter PGM sorgt mit einer umstrittenen Entscheidung für Furore.

Zur Vorgeschichte: Als im März 2017 die ersten Tickets für das Metallica-Gastspiel in den Verkauf gingen, befand sich D. gerade im Urlaub. „Ich hatte in Asien kaum WLAN, also habe ich eine Freundin gebeten, mir ein Ticket zu besorgen“, so die 33-Jährige. Stattliche 226 Euro ließen sich die beiden die Karten kosten.

Münchnerin beklagt unfreundliche Behandlung

Am Mittwoch erhält die Vorfreude auf das Konzert dann erste Risse. Durch Zufall erfährt D., dass die Tickets für das Spektakel am Donnerstagabend personalisiert sind. Ihre Freundin, die mittlerweile aus beruflichen Gründen in die Pfalz gezogen ist, hatte ihre Teilnahme schon seit geraumer Zeit abgesagt.

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Ein Anruf bei der Konzertagentur PGM bringt keine Befriedigung: „Am Telefon wurde mir gesagt, dass die Storno-Frist bereits abgelaufen ist und ich auch mit einer Vollmacht meiner Freundin keinen Einlass erhalten würde“, wundert sich die 33-Jährige, die zudem die „sehr unfreundliche Behandlung“ des Unternehmens beklagt. „Es ist ja nicht so, dass wir die Karten illegal erstanden hätten“ so die Münchnerin.

Marina D. hadert mit der Haltung des Veranstalters.

Veranstalter bleibt hart

Beim Kauf der Tickets habe ein aufpoppendes Fenster über die Personalisierung informiert, verteidigt sich PGM. Das hat aber offenbar nicht nur D.´s Freundin übersehen. In der Facebook-Veranstaltung zum Konzert-Kracher klagen viele User das selbe Leid. Doppelt tragisch: Eine Nutzerin hat die Karten gemeinsam mit ihrem Ex-Freund erworben.

Der Veranstalter bleibt trotz der vielfach vorgebrachten Beschwerden hart. „Nur, wenn der Name auf dem Ticket mit dem Namen des Lichtbildausweises identisch ist, wird Einlass gewährt. Der Ticketkäufer selbst muss Teil der Besuchergruppe sein“, heißt es in einer Stellungnahme auf Facebook.

Hoffen auf Haftpflichtversicherung

„Den Leuten das Geld so aus der Tasche zu ziehen ist einfach ein armseliges Verhalten“, echauffiert sich D.. Die Möglichkeit, ein zweites Mal eine horrende Summe Geld auszugeben, um Metallica live zu hören, bleibt ihr nicht - die Tickets für das Konzert sind mittlerweile ausverkauft. Nun muss die 33-Jährige auf das Wohlwollen der Haftpflichtversicherung vertrauen.

„Wenn meine Freundin nachweisen kann, dass sie das Konzert nicht besuchen konnte, zahlt die Versicherung das Geld womöglich zurück“, sagt D. Ein rauschendes Metal-Fest hätte sie dann allerdings verpasst.

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lks

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