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War es Mord? Oder doch nur ein Unfall? Vor dieser Frage steht das Landgericht im Fall von Mohamed E. (43). (Symbolbild)

Brand in der Dachauer Straße

Mord oder Unfall? Das fordert die Staatsanwaltschaft im Fall Mohamed E.

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War es Mord? Oder doch nur ein Unfall? Vor dieser Frage steht das Landgericht im Fall von Mohamed E. (43).

München - Er soll den Brand an der Dachauer Straße gelegt haben, bei dem am 2. November 2016 drei Menschen starben. Gestern forderte die Staatsanwaltschaft die Höchststrafe für den Angeklagten: lebenslänglich mit besonderer Schwere der Schuld.

Demnach habe Mohamed E. die Matratze im Hausflur gezielt in Brand gesteckt, aus Frust über die angeblich schlimmen Bedingungen in dem Mietshaus. Dass das Feuer die anderen Bewohner im Schlaf überraschte, soll er bewusst in Kauf genommen haben.

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Die Anklage wirft ihm dreifachen Mord durch schwere Brandstiftung vor. Ein Vater und seine beiden Töchter waren in dem Feuer gestorben. Eine schwallartige Druckwelle habe sie getötet, erklärte ein Gutachter gestern vor Gericht. Als Polizisten die Leichen bargen, habe der Vater noch schützend über den Mädchen gelegen. Die Körper waren völlig verkohlt.

Mohamed E. hatte die Tat zu Prozessbeginn im März bestritten. Seine Verteidiger Walter Lechner und Birgit Schwerdt plädierten gestern auf Freispruch. Die Tat sei dem Angeklagten nicht zweifelsfrei nachzuweisen. Ein weiterer Gutachter erklärte, dass er keine Schuldunfähigkeit feststellen könne.

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Mohamed E. selbst war es gewesen, der in der Brandnacht die Polizei rief. Ein Täuschungsmanöver? Das muss Richter Höhne bewerten. Er will sein Urteil am Freitag sprechen. 

Andreas Thieme

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