Ausländischer Spion bei Merkels Regierungssprecher enttarnt 

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Der MVV führt ein 365-Euro Ticket für Schülder und Auszubildende ein (Symbolbild).
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Der MVV führt ein 365-Euro Ticket für Schüler und Auszubildende ein (Symbolbild).

“Weiteres gutes Argument“

MVV führt 365-Euro-Ticket ein: Zwei Gruppen profitieren - SPD reagiert mit Kritik

  • Sascha Karowski
    vonSascha Karowski
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Schüler und Azubis fahren ab Sommer für einen Euro am Tag. Die Gesellschafterversammlung des MVV hat am Freitag einer Finanzierung zugestimmt. Der SPD geht das nicht weit genug.

  • Das 365-Euro-Ticket in München ist in greifbarer Nähe.
  • Der MVV hat die Einführung für Schüler und Azubis inzwischen abgesegnet.
  • Stadt- und Gemeinderäte müssen dem Beschluss noch zustimmen.

München - Es war ein zähes Ringen: Die Gesellschafterversammlung des Münchner Verkehrs- und Tarifverbundes (MVV) hat am Freitag einer Einführung eines verbundweiten 365-Euro-Tickets für Schüler und Auszubildende zugestimmt. Das günstige Billett soll ab 1. August eingeführt werden, allerdings müssen noch die Stadt- und Gemeinderäte zustimmen. 

Münchens OB Dieter Reiter sagte am Freitag: „Ich freue mich, dass das 365-Euro-Ticket breite Unterstützung gefunden hat. Und ich gehe davon aus, dass auch der Münchner Stadtrat diesem Beschluss zustimmen wird.“ Die Vorteile lägen auf der Hand: Auszubildende und Schüler können ab Sommer 2020 mit diesem Ticket unabhängig von Ausbildungsplatz oder Schulort im gesamten MVV-Netz deutlich günstiger fahren. „Das Ticket gilt immer, egal ob auf dem Weg in die Schule oder abends in den Club, und ist damit ein weiteres gutes Argument dafür, das Auto stehenzulassen und lieber mit Bus, U-Bahn oder Tram zu fahren.“ 

München: MVV führt 365-Euro-Ticket für Schüler und Azubis ein

Rund 360.000 Jugendliche sollen laut MVV in den Genuss des Günstig-Tickets kommen. Die zu erwartenden Mindereinnahmen belaufen sich auf rund 30 Millionen Euro im Einführungsjahr. Zwei Drittel davon übernimmt der Freistaat. Die Landeshauptstadt und die acht MVV-Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck und Starnberg tragen zusammen das andere Drittel der Kosten. Die Aufteilung dieses Drittels erfolgt entsprechend der aktuellen Schülerzahlen. 

Der Bayerische Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Hans Reichhart (CSU), begrüßt, dass der MVV nun schon als zweiter bayerischer Verbund dem 365-Euro-Ticket den Weg ebnet: „Wir stärken damit auch den ländlichen Raum. Sollten sich alle Landkreise und Städte für einen MVV-Beitritt entscheiden, die derzeit einen solchen Schritt untersuchen lassen, könnten die Kinder und Jugendlichen in Zukunft für 365 Euro von Garmisch bis Dachau und von Landsberg bis Landshut fahren.“ 

365-Euro-Ticket: Studenten profitieren nicht - SPD reagiert mit Kritik

Der Ebersberger Landrat und Sprecher der MVV-Verbundlandkreise, Robert Niedergesäß (CSU), betont die positiven Impulse, die von dem neuen Angebot ausgehen: „Wenn Kinder und Jugendliche zu einem sehr günstigen Preis mit Bussen und Bahnen das ganze Jahr im gesamten MVV-Gebiet unterwegs sein können, dann stärken wir damit den ÖPNV als Ganzes und machen ihn zukunftsfähig.“ 

Die SPD im Münchner Rathaus hat am Freitagmittag mit Kritik reagiert, denn das neue Ticket gelte nicht für Studenten. Das soll sich ändern. Stadträtin Simone Burger sagte: „Wir werden uns für die Studierenden einsetzen. Außerdem wollen wir weiterhin mit voller Kraft am Ausbau und an der Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrssystems arbeiten. Damit man sicher und schnell unterwegs ist – damit man öffentlich am besten fährt.“

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