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Dieser Alu-Ballon löste in München ein S-Bahn-Chaos aus.

Zehn Vorfälle letztes Jahr

Nach S-Bahn-Chaos: Stadt prüft Verkaufsverbot für Alu-Ballons

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Wieder einmal hat ein Alu-Ballon eine große Störung bei der S-Bahn in München ausgelöst. Die Stadt prüft nun, ob ein Verkaufsverbot für solche Ballons möglich ist.

Update vom 26. Februar 2019: Ein Alu-Luftballon legt die S-Bahn lahm – derlei Meldungen sind nichts Ungewöhnliches. Die SPD im Rathaus will gegensteuern und lässt ein Verkaufsverbot prüfen – für die ganze Stadt! Allein im Vorjahr kam es zu zehn Vorfällen, bei denen Luftballons die Stammstrecke lahmlegten. Und erst vor zwei Wochen war es wieder passiert: Ein mit einer Schicht aus Aluminium überzogener Luftballon war am Bahnsteig seinem Besitzer entwischt und an die Oberleitung geraten. Es kam zum Kurzschluss, die Stammstrecke war für 70 Minuten gesperrt.

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Ein Ärgernis für alle Pendler. Zwar sind laut Bahnpolizei Alu-Luftballons in Bahnhöfen und Zügen streng verboten, doch offenbar hält sich nicht jeder Fahrgast daran. Und es kommt immer wieder zu Zwischenfällen. Die SPD im Rathaus will das stoppen und fordert in einem Antrag ein Verkaufsverbot. Die Verwaltung soll nun prüfen, wie ein möglichst stadtweites Verbot für aluminiumbeschichtete Luftballons erlassen werden kann.

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In einer S-Bahn von München nach Wolfratshausen wurde am Mittwochabend (23. Oktober) ein Mann mit Sturmhaube und Messer für Aufruhr gesorgt. Besonders ein Satz machte den Fahrgästen Angst.

Ursprungsmeldung: Ballon löst S-Bahn-Chaos aus - Fahrer durch Lichtbogen verletzt

München - Ein mit Aluminium beschichteter Ballon hat das jüngste S-Bahn-Chaos in München mit Auswirkungen für Zehntausende Menschen verursacht. Der Ballon sei an die Oberleitung geraten und habe einen Kurzschluss ausgelöst, teilte die Bundespolizei am Sonntag mit. Ein Lichtbogen mit lautem Knall und Rauch sei am Samstagnachmittag die Folge gewesen - hierbei sei ein S-Bahn-Fahrer verletzt worden. Der 42-Jährige kam in ein Krankenhaus. Die Oberleitung schmorte nach Angaben eines Bahn-Sprechers durch und riss ab. Die S-Bahn, die auf der Strecke zwischen Hauptbahnhof und Karlsplatz (Stachus) stand, wurde von Feuerwehr und Bundespolizei evakuiert. Etwa 275 Fahrgäste waren davon betroffen.

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Lichtbogen führt zu Stromschwankungen

Der Lichtbogen führte zu Stromschwankungen im Oberleitungsnetz, so dass es auch Probleme in Moosach und Obermenzing gab, wie Bundespolizei und Bahn weiter berichteten. Davon betroffen waren mehrere Züge. Ein großer Teil der sogenannten Stammstrecke, der wichtigsten S-Bahn-Route durch die Münchner Innenstadt, war rund vier Stunden gesperrt. Für Zehntausende Menschen fielen Züge aus oder verspäteten sich teils erheblich. Zwei S-Bahnen blieben wegen des Vorfalls längere Zeit auf der Strecke stehen, mussten aber nicht evakuiert werden.

Alle Störungen bei der S-Bahn München finden Sie hier in unserem News-Ticker

Aluminium beschichtete Ballons dürfen nicht in Bahnhöfe mitgenommen werden. Die in der Regel mit Helium befüllten Ballons sind bei Kindern beliebt und steigen, wenn sie losgelassen werden, nach oben. Immer wieder kommt es deswegen zu Kurzschlüssen, wenn ein solcher Ballon an die Oberleitung kommt. Die Bundespolizei wertete nach dem Vorfall Videoaufnahmen aus, um den Verursacher zu ermitteln. Einen Verdächtigen hatten die Beamten zunächst nicht.

Regelmäßige Ausfälle und Verspätungen auf der Stammstrecke

Rund 840 000 Menschen nutzen die S-Bahn in München täglich. Das sind mehr als zwei Drittel der Passagiere im Schienenverkehr Bayerns. Regelmäßig gibt es massive Ausfälle und Verspätungen auf der Stammstrecke. Der Grund: Im Bereich der Innenstadt verkehren die S-Bahnen dicht getaktet und meist auf zwei Gleisen. Bleibt ein Zug beispielsweise liegen, stauen sich die Züge dahinter.

Die Bahn baut derzeit eine zweite Stammstrecke. Läuft alles nach Plan, sollen im Jahr 2026 die ersten Züge rollen. Das rund vier Milliarden Euro teure Projekt soll die Kapazitäten der chronisch überlasteten Strecke durch die Münchner Innenstadt fast verdoppeln. Kernstück ist ein 7 Kilometer langer Tunnel, der bis zu 40 Meter unter der Erde verlaufen wird.

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dpa

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