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An Ostern rechnet die Münchner Polizei wieder mit einigen Autoposern im Stadtgebiet (Symbolbild).

Ansage vor Ostern

Heftige Watschn für „Profilierungsfahrer“: Münchner Polizei stellt klar, wie genervt sie von Rasern ist

Immer wieder halten Raser in getunten Schlitten die Münchner Polizei auf Trab. Nun lassen die Einsatzkräfte durchblicken, was sie von solchen Verkehrsteilnehmern halten.

München - Die Temperaturen steigen, die Tage werden länger, ein warmes Osterwochenende steht bevor. Dies lockt insbesondere die Münchner Tuningszene wieder vermehrt auf die Straßen. Diese Vorahnung hat die Münchner Polizei in ihrem Pressebericht vom Donnerstag kundgetan. Insbesondere im Innenstadtbereich, wo aufgrund der Bebauung die Akustik der hochmotorisierten Fahrzeuge ihre volle Entfaltung erhält, hielten sich demnach bei schönen Witterungen vermehrt Autoposer und Profilierungsfahrer auf. 

Dies sorge jedoch nicht nur für eine enorme Lärmbelästigung, sondern auch für eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, sobald derartige Fahrer ihren Fuß auf das Gaspedal setzen und die Fahrbahn als Rennstrecke nutzen, um ihren Motor in voller Lautstärke aufheulen lassen zu können. Erst am Dienstag hatte ein Porsche-Fahrer ein mit einem provokanten Manöver auf der Ludwigstraße für Furore gesorgt.

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München: Autoraser haben an Ostern Hochkonjunktur

Um das Unfallrisiko durch solche Profilierungsfahrten zu senken, führt die Verkehrspolizei München ganzjährig durch uniformierte aber auch durch zivile Streifen mobile und stationäre Kontrollen, unter anderem mittels spezieller Geschwindigkeitsmesstechnik, durch. Insbesondere im Hinblick auf das lange Osterwochenende, welches die Tuning-Szene beispielsweise durch Aktionen wie den sogenannten „Car-Friday“, auf die Straßen lockt, darf mit einem verstärkten Kontrollansatz seitens der Münchner Polizei gerechnet werden. 

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Die Münchner Polizei weist in diesem Zusammenhang noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eine der häufigsten Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit getöteten und schwerverletzten Verkehrsteilnehmern darstellt. Zudem stellen auch technische Änderungen am Fahrzeug, welche zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führen, eine erhebliche Gefahr für die Verkehrssicherheit dar. 

In München hat die Polizei einen Mercedes-Raser gestoppt. Der war einem Wunsch seiner Beifahrerin nachgekommen.

mm/tz

Mehr aus München: Weil der Wohnraum knapp, teuer und begehrt ist, bleiben Wohnungen in München nur selten ungenutzt. Und doch gibt es Leerstand – etwa in der Amisiedlung am Perlacher Forst, die sich im Besitz des Bundes befindet. Polizisten in Südhessen haben Gegenstände aus der Aservatenkammer entwendet - sie bedienten sich an Alkohol, Kosmetika und Süßigkeiten. Das hat jetzt ein Nachspiel.

Ferrari, Maserati und Porsche: Für „Autoposer“ gehört die Flaniermeile zwischen Odeonsplatz und Münchner Freiheit zu ihrem bevorzugten Revier. Der Kampf gegen den Lärm ist nicht einfach.


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