+
Tatort: An der Tapas-Bar entstand ein Schaden in Höhe von mehr als 14.000 Euro.

Prozess gegen FCB-Ultra-Anhänger

Attacke auf Löwen-Party in Tapas-Bar: Urteil gegen Bayern-Schläger  

  • schließen

An Weihnachten 2017 verwüsteten 30 FCB-Ultras ein Lokal am Isartor und attackierten dabei 1860-Fans, die dort friedlich feierten. Nun wurde einem der Störenfriede der Prozess gemacht. 

München - Immer wieder kommt es auch in München zu gewalttätigen Übergriffen zwischen den Fans rivalisierender Fußballvereine. Rein sportlich gibt es zwar gar keine Konkurrenz zwischen dem FC Bayern und dem TSV 1860, was die Befindlichkeiten angeht, schenken sich die Fan-Gruppen aber rein gar nichts.

Vorfall in München: FC-Bayern-Ultras attackieren Löwen-Fans

Besonders schlimm war in dieser Hinsicht der Vorfall am 24. Dezember 2017: Damals stürmte eine Gruppe von Bayern-Anhängern eine Kneipe am Isartor. Laut Staatsanwaltschaft hatten sich bis zu 25 Personen vermummt und zerstörten die Scheibe des Lokals. Es kam zu etlichen tätlichen Angriffen auf die Gäste, die überwiegend Löwen-Fans waren.

Christian E. (33) gestern vor dem Amtsgericht.

Noch immer sind nicht alle Details des Überfalls aufgearbeitet, doch gestern wurde dem nächsten Schläger der Prozess gemacht. Wegen schweren Landfriedensbruchs musste sich Christian E. (33) vor dem Amtsgericht verantworten. Er gehörte zur Gruppe Hooligans, die an Heiligabend das „Mamasitas“ stürmten, auf Löwen-Anhänger einprügelten und randalierten. „Ich habe mich hinreißen lassen“, gestand Christian E. gestern. Sein Anwalt Joachim Schwarzenau ergänzte: „Er war nicht der Rädelsführer.“ Angeblich gab es zuvor schon Provokationen seitens der Löwen. Trotzdem: Das rechtfertigte die Attacke nicht, rügte Richterin Krause. Glück für Christian E.: Dank des Geständnisses kam er noch mit Bewährung davon. 

Das Urteil über zwei Jahre wird nur zur Haft umgewandelt, wenn sich der Angeklagte erneut etwas zuschulden kommen lässt. Und das ist gar nicht mal so unwahrscheinlich. Denn wie gestern im Prozess herauskam, hat Christian E. bereits massive Vorstrafen kassiert. Dass er nicht hinter Gitter musste, war eine sehr knappe Entscheidung. Eine Trunkenheitsfahrt mit fünf Monaten Haft auf Bewährung wurde gestern in sein Urteil mit eingerechnet. Er erhielt zudem drei Jahre Stadionverbot. Die Bayern muss er jetzt im Fernsehen verfolgen. 

Zu den Hardcore-Fans des FC Bayern gehört auch die Schickeria

Lesen Sie auch: Brutale Attacke vor Bayern-Spiel: Polizei sucht mit Bild nach Masskrug-Hooligan

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Stadtrat entscheidet einstimmig: München wird sicherer Hafen
Die Stadt wird zum „Sicheren Hafen“. Der Sozialausschuss hat gestern einstimmig beschlossen, aus Seenot gerettete Geflüchtete aufzunehmen. OB Dieter Reiter (SPD) wird …
Stadtrat entscheidet einstimmig: München wird sicherer Hafen
Zweite Stammstrecke bekommt dritte Röhre: Ein Stadtteil nun komplett von Baustelle verschont
Die zweite Stammstrecke nimmt immer deutlichere Formen an. Aktuell veröffentlicht die Deutsche Bahn den Planungsstand in einer Pressekonferenz - und hat gute Nachrichten …
Zweite Stammstrecke bekommt dritte Röhre: Ein Stadtteil nun komplett von Baustelle verschont
Geheimtipps vom Experten: So finden Sie in München eine bezahlbare Wohnung
Eine günstige Wohnung in München finden? Sie kennen ja das Sprichwort mit der Nadel im Heuhaufen…Hier aber die gute Nachricht:
Geheimtipps vom Experten: So finden Sie in München eine bezahlbare Wohnung
Notarzt/Notfälle in München: Hier finden Sie am schnellsten Hilfe in Notsituationen
Der Münchner Notarzt Dr. Ulrich Hölzenbein arbeitet täglich am Limit: Vom klassischen Herzinfarkt bis zur Versorgung von Schwangeren ist alles dabei. Doch es gibt ein …
Notarzt/Notfälle in München: Hier finden Sie am schnellsten Hilfe in Notsituationen

Kommentare