Die Münchner sind fleißige Radiohörer; ein Sender gefällt ihnen besonders gut (Symbolbild).
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Die Münchner sind fleißige Radiohörer; ein Sender gefällt ihnen besonders gut (Symbolbild).

Lokalsender profitieren

Umfrage-Hammer: Bayerischer Radio-Riese verliert massiv an Hörern - Münchner Lokal-Sender profitieren

Die Ergebnisse der neuen Funkanalyse für Bayern sind da. Ein Sender aus München verzeichnet ein besonders erfreuliches Resultat. Ein Radio-Riese dagegen verliert deutlich.

  • Laut einer aktuellen Umfrage verlieren die großen bayerischen Radiosender deutlich.
  • Besonders massiv ist der Einbruch bei Antenne Bayern.
  • Lokal-Sender, wie Radio Arabella in München, profitieren dagegen.

Update, 17. Juli: Der Blick auf die Tagesreichweite im Freistaat (Montag bis Freitag, deutschsprachige Bevölkerung ab 14 Jahren) bestätigt die Beliebtheit der bayerischen Lokalradios: Sie liegen mit knapp 2,48 Millionen Hörerinnen und Hörern (22,4 %) vor Antenne Bayern mit 2,23 Millionen (20,1 %) und Bayern 3 mit 2,19 Millionen (19,7 %). Bayern 1 mit seiner deutlich älteren Zielgruppe kommt auf eine Tagesreichweite von rund drei Millionen (27,6 %).

Ein Münchner Beispiel dafür ist das Radio Arabella (siehe ursprüngliche Meldung vom 9. Juli). 

Update, 9. Juli, 16.20 Uhr: Die Menschen in Bayern hören weniger Radio als noch vor ein paar Jahren. Der Funkanalyse 2020 zufolge schalteten 84,4 Prozent täglich ein. 2016 waren es noch 87,8 Prozent der Befragten. 

Besonders beliebt seien die Lokalsender, hieß es. Sie hatten täglich mehr Hörer als die landesweiten Programme Antenne Bayern oder Bayern 3, wie die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) am Dienstag in München mitteilte. Von Montag bis Freitag hatten die örtlichen Radiosender laut Umfrage im Schnitt täglich mehr als 2,9 Millionen Hörer ab 14 Jahren.

Radio-Analyse: Ein Stadt-Sender auf dem ersten Platz

Grundlage für die Zahl der Hörer ist die Tagesreichweite. Sie lag der Funkanalyse zufolge bei den Lokalsendern in diesem Jahr bei 26,4 Prozent, während es 2019 noch 26,7 Prozent waren. Antenne Bayern büßte hingegen kräftig an Hörerschaft ein und kam auf 24,1 Prozent gegenüber 28,9 Prozent im Vorjahr. Bayern 3 erreichte 20 Prozent (2019: 22,1 Prozent). Die meisten Hörer hatte der Umfrage zufolge Bayern 1 - der Sender konnte sich gegenüber dem Vorjahr sogar verbessern, von 28,5 Prozent auf nunmehr 29,7 Prozent.

„Radio wird dann eingeschaltet, wenn es Mut zur lokalen Marke hat“, sagte BLM-Präsident Siegfried Schneider zur Eröffnung der Lokalrundfunktage, die dieses Jahr wegen Corona online stattfinden. Die Lokalradios im Freistaat punkteten mit Morningshows, lokaler Information und Service. Das werde von der Streaming-Konkurrenz nicht angeboten.

Radio-Funkanalyse erschienen: Münchner Lokal-Sender punktet

Erstmeldung, 9. Juli, 14.01 Uhr: München - Die kürzlich erschienene Funkanalyse Bayern 2020 bestätigt den Erfolg von Radio Arabella: 1.005.000 Hörer schalten das Programm des Münchner Senders ein. Mit 174 Minuten täglich wird kein regionaler Sender aus der Landeshauptstadt* so lange gehört. Auch die Zahl der Stammhörer konnte weiter gesteigert werden.

Das Musikformat von Radio Arabella ist abwechslungsreich und das kommt bei den Hörern ab 30 Jahren offenbar besonders gut an. Das Angebot umfasst eine musikalische Bandbreite mit Hits aus fünf Jahrzehnten und Schwerpunkt bei den 80ern. 

Funkanalyse Bayern: Starkes Ergebnis für Radio Arabella

Jeden Morgen lassen sich bis zu 100.000 Hörer in der Durchschnittsstunde von der Wetterhuber-Morgencrew mit Christian (Wetter-)Huber, Simon Jägersberger und Anja Mikolajczyk kurz und gut informiert in den Tag begleiten: Was ist in der Welt passiert, während ich geschlafen habe? Ist T-Shirt oder Pulli-Wetter? Kommt die U-Bahn pünktlich oder droht ein Stau und über welche Themen sprechen die Kollegen heute garantiert im Büro?

Radio Arabella ist auch über DAB+, als Live-Stream sowie mit „Starte Radio Arabella“ über Sprachassistenten abrufbar. Auch bei den Stammhörern konnte Radio Arabella mit jetzt 344.000 Hörern weiter zulegen.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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