Arbeiten für zweite Stammstrecke

Dauerbaustelle Stammstrecke: Deshalb müssen Fahrgäste in nächster Zeit auf viele S-Bahnen verzichten

  • Christina Meyer
    vonChristina Meyer
    schließen

Bis zum heutigen Montagmorgen war die Stammstrecke wegen Instandhaltungsarbeiten komplett gesperrt. Und die nächsten Behinderungen stehen schon an: Wegen Bauarbeiten zur zweiten Stammstrecke fahren die S-Bahnen auch an den kommenden Wochenenden nur eingeschränkt.

  • Bis  Montagmorgen war die S-Bahn-Stammstrecke in München komplett gesperrt.
  • Bauarbeiten für die zweite Stammstrecke machen solche Einschränkungen auch an den kommenden Wochenenden nötig.
  • Die Fahrgäste müssen auf Ersatzbusse ausweichen.
  • Mehr zu diesem Thema und viele weitere spannende Geschichten gibt es in unserer App.

Die Sperrung am Wochenende war Teil der turnusmäßigen Wartungsarbeiten: In regelmäßigen Abständen stellt die Bahn den S-Bahn-Verkehr auf der Stammstrecke ein, um die Gleise instand zu setzen. Die Arbeiten sind aufwendig: So wurde am Wochenende etwa zwischen Pasing und Donnersbergerbrücke mit einer sogenannten Gleisstopfmaschine das Kiesbett im Gleis ausgebessert. Wegen der Arbeiten fuhr Freitagabend bis Montagmorgen keine S-Bahn zwischen Pasing und Ostbahnhof, Fahrgäste mussten auf Ersatzbusse ausweichen.

München: S-Bahn-Stammstrecke weiter nur eingeschränkt nutzbar

Und es wird weiter gewerkelt: Im Anschluss an das Instandhaltungs-Wochenende bleibt die Station Rosenheimer Platz in Fahrtrichtung Hauptbahnhof bis Freitag, 22. Mai (23 Uhr), gesperrt. Hintergrund sind Bodenarbeiten im Rahmen der Modernisierung der Tunnelstation. Die S-Bahn empfiehlt den Fahrgästen, zum Einsteigen zunächst zum Ostbahnhof zu fahren und dort die S-Bahnen in Richtung Hauptbahnhof zu nutzen. Zum Aussteigen fahren die Reisenden am besten zur nächsten Haltestelle Isartor weiter und steigen in die entgegengesetzte Richtung um. Für die Rückfahrt ist kein zusätzlicher Fahrschein notwendig.

Wegen Bauarbeiten zur zweiten Stammstrecke im Bereich Laim kommt es zudem auf der Stammstrecke zusätzlich an den kommenden Wochenenden von Freitag, 22. Mai, 22.40 Uhr, durchgehend bis Montag, 25. Mai, 4.30 Uhr, sowie von Freitag, 29. Mai, 22.40 Uhr, durchgehend bis Montag, 1. Juni, 4.30 Uhr, erneut zu Einschränkungen. Zwischen Ostbahnhof und Pasing fahren dann nur die S 6 und die S 7 sowie die S 8 Flughafen. Alle anderen Linien enden vorzeitig in Pasing, am Hauptbahnhof (oberirdisch) beziehungsweise am Ostbahnhof oder fahren über den Südring. Immerhin: Für die Stammstrecke setzt die S-Bahn München zwischen Ostbahnhof und Hackerbrücke jeweils am Samstag von 9 bis 1 Uhr nachts und jeweils am Sonntag von 11 bis 21 Uhr eine Pendel-S-Bahn im 20-Minuten-Takt ein. Zusätzlich fährt die Trambahnlinie 19 zwischen Pasing und Sendlinger Tor am Samstag zwischen 16 und 20 Uhr häufiger.

Am Sonntagabend ist ein Fahrradfahrer in München tödlich verunglückt. Nun sucht die Polizei nach dem Mann, mit dem er zuvor kollidiert war.

München: S-Bahn-Züge werden jetzt länger 

Eine Nachricht, die dagegen vor allem Berufspendler erleichtern dürfte: Nachdem die S-Bahn während der Corona-Krise zuletzt nur nach dem eingeschränkten Samstagsfahrplan fuhr, gilt ab dem heutigen Montag wieder der Regelfahrplan. Und: Die Züge werden länger. Eine Sprecherin der Bahn: „Wir haben zuletzt immer wieder nachgesteuert und setzen so viele Langzüge wie noch nie ein.“

Im Feierabendverkehr mussten Münchens S-Bahn-Pendler am Montag massive Probleme erdulden: Ein „gewaltiger Knall“ brachte den Verkehr zum Erliegen.*

Wollte sie sich andere Fahrgäste vom Leib halten? Eine Frau war in München mit einem ungewöhnlichen Mundschutz unterwegs.*

Startschuss für Mega-Projekt im Bahnhofsviertel: Was mit dem „Elementum“ auf München zukommt*

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Achim Schmidt

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

„Lokaljournalismus hat eine Bombenzukunft“
Heimat im Herzen und den Schreibblock seit über 40 Jahren in der Hand: Wir haben vier legendäre Merkur-Reporter zum Interview eingeladen.
„Lokaljournalismus hat eine Bombenzukunft“

Kommentare