Wohin geht der Weg? Aktuell weiß die Familie nicht, wann es eine Lösung gibt. 
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Wohin geht der Weg? Aktuell weiß die Familie nicht, wann es eine Lösung gibt. 

Wie reagieren die Lehrer?

Skandal an Münchner Schule: Krasses Mobbing gegen Kind - weil er ein Mädchen ist

  • Nadja Hoffmann
    vonNadja Hoffmann
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Daniela (Name geändert) war einmal ein Junge. Das Kind fühlt sich als Mädchen. Die Eltern akzeptieren das. Doch in der Schule ist Daniela massivem Mobbing ausgesetzt.

  • Als das Kind seinen Eltern erklärt, dass es sich wie ein Mädchen fühle, nehmen die Eltern das neue Geschlecht des Kindes an. 
  • In der Schule kommt es aber zu massivem Mobbing und die Situation eskaliert.
  • Nun weigert sich die Schule, das Kind mehr als vier Stunden zu betreuen.

München - Lange Zöpfe statt Kurzhaarschnitt, lieber Röcke als Hosen – Daniela (Name geändert) ist erst neun Jahre alt, aber sie weiß: Sie steckt im falschen Körper. Sie möchte kein Bub mehr sein, sondern ein Mädchen. 

Ihre Familie hat ihren Wunsch akzeptiert. Nur mit den Schulkameraden gibt es massive Probleme. Weil sie Daniela noch als Daniel aus dem Kindergarten kennen. Und nicht verstehen können, was sich eigentlich geändert hat. „Es ist nicht leicht. Sie wird viel gemobbt“, sagt die Mutter. Inzwischen hat sich die Situation arg zugespitzt. Ein Ausweg scheint weit entfernt.

München: Kind wird in der Schule massiv gemobbt - und bestraft

Die Familie will lieber anonym bleiben. „Wir haben Angst, dass es sonst noch schlimmer wird“, so der Vater. Auch er sorgt sich um sein Kind. Gerade mal vier Stunden wird Daniela derzeit in der Schule betreut, erzählen ihre Eltern. Sie nennen auch den Namen der Schule nicht. „Wir haben Angst, dass es sonst noch schlimmer wird“, sagt Danielas Mutter. Schließlich kommt ihr Kind schon längst nicht mehr mit, hinkt ganze Klassen hinterher.

In den vergangenen Jahren hat sich die Situation für die Neunjährige drastisch verändert. Seit dem Tag, an dem sie zu ihren Eltern gegangen ist. „Da hat Daniel zu uns gesagt, dass er nicht mehr Daniel sein möchte.“ Sondern Daniela. Eine Entwicklung, die nicht überraschend kam. „Eigentlich fing es schon im Kindergarten an.“ Der Dreijährige war anders als andere Kinder. Auf seinem Wunschzettel fürs Christkind standen schon früh Puppen und Mädchen-Sachen. 

Die Eltern wunderten sich und brachten ihr Kind irgendwann zu Fachärzten. „Sie sagen, dass sich wahrscheinlich nichts mehr ändern wird“, sagt der Vater. Dass es sich bei einer solchen Ausprägung nicht nur um eine Laune handelt, dass Daniela ein Transgender ist. „Und das akzeptieren wir“, sagt der Vater. Das Ehepaar hat trotzdem ein bisschen gebraucht, sich auf die neue Situation einzustellen. Danielas älterer Bruder hat sich da viel leichter getan.

Rätselhafter Fall in München: Anwohner haben vor ihrem Haus einen stark blutenden Mann gefunden. Die Polizei sucht nach Zeugen.

München: Weil aus Daniel Daniela wurde, wird sie massiv gemobbt. Wie geht die Schule damit um?

Anders als die Mitschüler und Kinder auf dem Schulhof. Sie machen, das erzählen die Eltern, der Neunjährigen das Leben schwer. Jeden Tag wird die Angst vor den Pausen größer. Und ihre Unruhe bringt sie mit in den Unterricht. Die Eltern sagen, sie kann nicht aus sich heraus und mit der Situation umgehen. Ihre Lehrer sagen, dass sie stört. Das Ganze spitzt sich zu, als Daniela im Bastelunterricht laut wird. Mit einer Schere in der Hand. „Jetzt heißt es, die anderen Kinder hatten Angst“, sagt der Vater. 

Die Folge ist der Ausschluss vom Unterricht. Der bringt wiederum die Eltern in eine schwierige Situation. Schließlich sind beide berufstätig. „Wir bekommen inzwischen richtig Probleme mit unseren Arbeitgebern“, sagt der Vater. Erst darf das Kind nur noch zwei Stunden pro Tag in die Schule kommen. Nach einem Runden Tisch wurde die Zahl auf vier verdoppelt. Außerdem soll Daniela einen Schulbegleiter bekommen.

München: Neunjähriges Transgender-Kind wird in der Schule massiv gemobbt - keine Einigung mit der Schulleitung?

Das Kultusministerium rät, sich an das zuständige staatliche Schulamt zu wenden. „Sofern sich keine einvernehmliche Lösung mit der Schulleitung finden lässt“, erklärt eine Sprecherin. Die nächsthöhere Instanz ist die Regierung. Diese Stellen könnten je nach Fall Unterstützungsangebote vor Ort vermitteln. 

Danielas Familie braucht jetzt eine Lösung für ihre schwierige Situation. Jeder Tag ist eine Herausforderung. Aktuell steht die Neunjährige auf der Warteliste für eine spezielle Schule für Kinder mit emotional-sozialen Entwicklungsstörungen. In den nächsten Monaten entscheidet sich, ob sie dort einen Platz bekommt.

Video: Mobbing-Opfer berichten vom Schulalltag

München: Mobbing auf dem Schulhof - Wenn aus Schule Horror wird

Derzeit ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft gegen einen Schüler, der seine Mitschüler regelrecht terrorisierte. Eines seiner Opfer fand seine eigene Todesanzeige in der Zeitung. Nun wurde bekannt: Der Verdächtige (14) geht nicht mehr auf die Schule.

Viele Schulen scheinen dem Phänomen Mobbing nicht Herr zu werden. Meist wird es als Tabu-Thema behandelt oder verharmlost. Eine Schülerin, die den Psychoterror erfolgreich hinter sich gelassen hat, berichtet von ihrem Leid. Ein Lehrer beleidigt einen Schüler mit Migrationshintergrund, indem er einen KZ-Vergleich zieht. Dennoch darf der Mann weiter unterrichten.

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