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Auf dem Oskar-Miller-Ring soll ein grüner Boulevard entstehen.

Projekte der Stadtverwaltung

Mehr Wasser in der Stadt: München soll wieder zum Isar-Venedig werden - Kritik kommt von den Grünen

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In München sollen alte Bachläufe wieder freigelegt werden und so die Lebensqualität erhöhen. Die Projekte stoßen allerdings auf Kritik.

München - Wasser marsch! Die Stadt plant am Altstadtring neue Freiflächen nebst einem Wasserfall als Brunnen. Um das kühle Nass geht es auch bei der Freilegung der Stadtbäche. Die Verwaltung will nun an der Herzog-Wilhelm-Straße tätig werden. Das stößt auf Kritik, den Grünen ist das zu wenig. Der Bauausschuss entscheidet am Dienstag. Wir zeigen hier Münchner Wasserspiele.

München: Ein grüner Boulevard mit Kaskaden

Eine belebte Verbindung zwischen Maxvorstadt und dem Kunstareal soll die Fläche am Oskar-von-Miller-Ring werden. Das sehen die Pläne für die Gestaltung der Fläche am Altstadtringtunnel der Landschaftsarchitekten Kübert vor. Vorgesehen sind darin bis zu zwei Meter hohe Gräser- und Staudenpflanzen, die einen grünen Boulevard schaffen und die Fußgänger- sowie Aufenthaltsbereiche vor dem Autoverkehr abschirmen sollen. Der Clou: ein Wasserfall vor dem Oskar-von-Miller-Forum.

Der Wasserfall soll vor dem Oskar-von-Miller-Forum stehen und nachts illuminiert werden.

Dort und vor der St. Markus Kirche sollen Aufenthaltsbereiche mit Sitzmöbeln entstehen. Der Wasserfall vor dem Forum soll ein Herzstück der neu gewonnenen Freiräume sein. Auch vor der Bayerischen Landesbank, vor dem Palais Dürckheim sowie vor dem Flanierbereich zwischen Amalien- und Fürstenstraße sind Aufenthaltsbereiche geplant. Diese sollen durch unterschiedliche Kunststeinplatten hervorgehoben werden.

Das vorgeschlagene Lichtkonzept sieht niedrige Lichtpunkte entlang der Vegeta­tionsflächen vor. Pflanzen und Wasserfall sollen nachts in ein angenehmes Licht getaucht werden.

München: Ein Stück Venedig am Rand der Straße

Als Rinnsal am Rand würde der Bach für eine klimatische Aufwertung sorgen.

In der Herzog-Wilhelm-Straße soll der Stadtgrabenbach offengelegt werden. Über einen entsprechenden Vorschlag der Verwaltung stimmt am Dienstag der Bauausschuss ab. Das Baureferat schlägt zudem eine Bürgerbeteiligung vor. Die Freilegung geht auf eine Initiative der Grünen im Stadtrat sowie der Umweltorganisation Green City zurück. Die Grünen hatten insgesamt acht Vorschläge gemacht, um Stadtbäche an die Oberfläche zu holen: unter anderem am Lenbachplatz, am Stachus, am Odeonsplatz sowie den Glockenbach in der Pestalozzistraße. Die Verwaltung jedoch will das Projekt nur an der Herzog-Wilhelm-Straße zwischen Sendlinger Tor und Josephspitalstraße umsetzen.

Fraktions-Chef Florian Roth bemängelt das. „München galt einst als Isar-Venedig mit über 300 Kilometern Bachläufen, von denen noch 175 Kilometer vorhanden sind, jedoch meist unterirdisch fließen. Stadtgeschichte und Natur wieder aus der Versenkung zu holen, könnte die Lebensqualität in einer immer dichter werdenden Stadt verbessern. Gerade der namensgebende Bach des Glockenbachviertels würde die Betonwüste lebenswerter machen.“

Die Pläne für die Freilegung der Bäche existieren bereits seit geraumer Zeit, wie tz.de* berichtet. Die Initiative Green City sind in ihnen eine Möglichkeit, die Luft in der Stadt zu kühlen (tz.de*)

Im echten Venedig, ohne Isar, hat sich kürzlich ein schrecklicher Unfall ereignet. Drei Menschen starben bei einem Bootsunglück.

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

ska

Schock auf Baustellen: Wieso liegt hier jemand scheinbar leblos im Bademantel herum?

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