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Ein Mann mit einer Einkaufstüte des Münchner Buchhändlers Hugendubel. Die New York Times widmet dem Leinensackerl eine eigene Geschichte.

Münchner Buchhändler

Die spinnen, die New Yorker! Einkaufstüte von Hugendubel löst dort Hype aus

Hier in Deutschland und vor allem in München sieht man oft Menschen mit dem „Leinensackerl“ des Buchhändlers Hugendubel herumlaufen. Es deswegen zum It-Piece zu erklären, ist noch keinem eingefallen. In New York ist das anders.

Unser Artikel vom 5. September 2019:

München/New York/Berlin - Die Einkaufstüte des Münchner Buchhändlers Hugendubel kommt international groß raus. Die „New York Times“ widmet dem „Leinensackerl“ in ihrer Online-Ausgabe eine eigene Geschichte. Die Autorin hatte die Tüte in Berlin überall entdeckt und als hauptstädtisches It-Piece identifiziert. „In Berlin ist die Tasche überall“, schreibt sie. „Heiße junge Papas werfen sie über eine Schulter. Ältere deutsche Frauen ziehen ihr Strickzeug heraus.“ Sie werde von Zwölfjährigen getragen, von Obdachlosen - „und vielen, vielen stylischen Leuten“.

„Leinensackerl“ von Münchner Buchhändler Hugendubel im Ausland begehrt

Sie sei dann sehr überrascht gewesen, als sie nach umfangreicher Recherche herausfand, dass es sich nur um den Beutel eines Buchhändlers handle. „Aufschlussreich und sehr peinlich“ sei es gewesen, als sie in eine Berliner Hugendubel-Filiale endlich die Herkunft der Tasche ergründete.

30.000 bis 60.000 Exemplare des Beutels werden nach Hugendubel-Angaben pro Jahr verkauft - für je 1,50 Euro. Das Design gibt es nach Unternehmensangaben seit der Gründung. „Ihr könnt alles ändern, nur nicht dieses Design“, sei den Nachfolgern mit auf den Weg gegeben worden. „Und das zahlt sich jetzt aus“, hieß es am Donnerstag - auch finanziell. „Wir erhalten schon eine Menge Anfragen aus dem Ausland, die den Beutel kaufen wollen, auch in Berlin kommen viele in die Filialen und fragen danach“, sagte die geschäftsführende Gesellschafterin Nina Hugendubel.

Hugendubels Tragetasche bringt es zu unverhofftem Ruhm in Übersee.

Daheim in München ist die Hugendubel-Tasche alles andere als ein It-Piece

„Hierzulande ist der Beutel vielen ja eher als das nervtötende Ding in Erinnerung, das Eltern dem Teenagernachwuchs in die Hand gedrückt haben, wenn sie „noch schnell was mitgeben“ wollten“, schreibt die Süddeutsche Zeitung, die den „NYT“-Artikel zuerst aufgegriffen hatte. „Jetzt also ist das Gebrauchsding ein Modekracher, erfrischender Außenperspektive sei Dank.“

dpa

Die Filiale des Buchhändlers Hugendubel am Stachus hat pünktlich zum Weihnachtsgeschäft nach knapp fünfwöchiger Umbaupause wieder ihre Tore geöffnet. Kunden können auf den 2000 Quadratmetern künftig nicht nur lesen, sondern auch Veranstaltungen erleben – und sogar Könnern beim Kochen zuschauen.

Ein „Traummann“ hat in München mit einer Anzeige große Ekstase ausgelöst - er wollte eigentlich nur eine Wohnung.

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