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Dieses Bild hat Christina als Tinder-Profilfoto ausgewählt.

Erste Reaktionen da

Unglücklicher Zufall verhindert Date: Münchnerin sucht nach Carlo - „Sollte sie ihn doch nicht daten wollen ...“

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Bevor sie sich treffen konnten, war er aus ihrer Kontaktliste verschwunden. Eine Münchnerin sucht nun nach dem 36-jährigen Carlo. Erste Reaktionen sind da.

Update vom 23. August, 6.45 Uhr: Die Suche nach Carlo läuft seit Donnerstagmorgen. Seither sind etwa zehn Mails in unserer Redaktion eingetroffen, inhaltlich und qualitativ diversester Natur. Sogar ein vermeintlicher Carlo hat sich gemeldet. Dass er der gesuchte Schwabinger ist, lässt eine kurze Google-Recherche eher nicht vermuten. 

Eine 49-jährige Frau reagiert auf den Artikel und bedankt sich bei Christina für deren Mut. Sie sei zuletzt nach einem Lokalbesuch in einer ähnlichen Situation gewesen. „An der Bar stand mein Traummann. Wir kamen sofort ins Gespräch, er hatte sogar Humor. Bevor wir Telefonnummern austauschen konnten, wollten meine Freunde das Lokal verlassen“, berichtet die 49-Jährige. 

Seither zwinge sie ihre Freunde ständig, in dieses Lokal zu gehen, alle Bedienungen wüssten bereits Bescheid. Der Traummann blieb bis heute verschwunden. Motiviert durch Christinas Vorstoß wolle sie nun auch Zettel mit einem „Fahndungsaufruf“ aufhängen. 

Spontan hat sich auch der 37-jährige Christian aus Regensburg bei uns gemeldet. Seine Einschätzung: „Die Story ist sensationell gut und schreit eigentlich nach einem Happy End. So viel Aufwand zu betreiben ist schon sehr ungewöhnlich“. Sollte Christina doch nicht Carlo daten wollen, sondern ihn, dürfe man seine Mailadresse nur zu gerne weiterleiten.

Tinder-Panne: Blöder Zufall verhindert Date - Münchnerin sucht nach Carlo

Erstmeldung vom 22. August 2019:

München - Zu Dating-Plattformen hat Christina ein gespaltenes Verhältnis. „Ich glaube eher an Treffen in der realen Welt“, sagt die Münchnerin. Obwohl sie seit über einem Jahr Single ist, ist es bereits August, als die Münchnerin ihr Tinder-Profil aktiviert. Nach langem Zögern lädt sie zwei Bilder hoch. Die ersten „Matches“ lassen nicht lange auf sich warten. Ein Nutzer in ihrem Umkreis hat es Christina besonders angetan, der sympathische Carlo.

Mit dem 36-jährigen Schwabinger scheint die Chemie zu stimmen. „Wir haben länger total nett geschrieben“, erzählt die Münchnerin, die auf Tinder mit ihrem Spitznamen Bella unterwegs ist. Die beiden beschließen, sich spontan zu treffen. Angedacht ist ein Wein am Friedensengel oder ein Moscow Mule in Schwabing. Sie fassen den 16. oder 17. August (Freitag bzw. Samstag) ins Auge, als mitten in der Konversation der Chatfluss abbricht.

Blöder Zufall verhindert Date - Frau aus München sucht nach Carlo

„Plötzlich war da ein rotes Ausrufezeichen neben den Nachrichten und sein Profil wurde nicht mehr in meiner Liste angezeigt. Wir waren beide voller Vorfreude auf unser Kennenlernen“, berichtet die enttäuschte Münchnerin. Sie löscht die App, loggt sich wieder neu ein und geht auf die Suche. Doch der braunhaarige Carlo bleibt verschwunden. Ein Bekannter berichtet Christina, dass es bei Tinder häufiger derartige technische Probleme gebe.

„Wir hatten unsere Handynummern noch nicht ausgetauscht. Er hat sich bestimmt gedacht: Jetzt hat sie mich einfach gelöscht“, vermutet Christina. Doch so einfach gibt sie sich nicht geschlagen: „Am Freitag bin ich durch den Englischen Garten geradelt und habe mich gefragt: Wo ist jemand wie Carlo abends unterwegs? Ich würde ihn einfach gerne sehen.“

München: Tinder-Fehler lässt Date platzen - „Fahndungsaufruf“ gestartet

Wo ist Carlo? In Schwabing hat Christina Zettel aufgehängt.

Spontan hängt sie auf dem Weg zu einer Verabredung in Schwabing und in der Maxvorstadt Zettel mit einem „Fahndungsaufruf“ auf: Am Café Vorhoelzer Forum auf der TU-Dachterrasse, entlang der Ludwig- und Leopoldstraße und vor dem Eiscafé Venezia. Der Wunsch nach einem gemeinsamen Moscow Mule wird darauf noch einmal deutlich. Bislang hat Carlo sich nicht gemeldet.

München: Bella sucht nach Carlo - das ist über sein Tinder-Profil bekannt

Ein Foto ihrer Online-Bekanntschaft hat Christina nicht gespeichert. Sie weiß, dass Carlo viel Sport macht, zwischen 1,80 und 1,85 Meter groß ist und im Vertrieb tätig ist. Auch die Berufsnetzwerke XING und LinkedIn hat die Münchnerin ein wenig durchforstet. Ihr ernüchterndes Fazit: „Leider gibt es in München Hunderte Carlos, die im Vertrieb arbeiten“. Die Hoffnung auf ein persönliches Treffen hat sie noch nicht aufgegeben.

Du bist Carlo und hast diesen Text gelesen? Nachrichten nimmt unsere Redaktion unter katharina.haase@merkur.de entgegen. Wir stellen dann gerne den Kontakt zu Christina her.

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