Schlimmer Einsatz: Wanderer will Schneefeld umgehen - und stürzt wenige Meter vor Hütte in den Tod

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Die S3 Richtung München ist täglich so voll, dass an manchen Stationen niemand mehr zusteigen kann.

S-Bahn-Ärger

„Vorfall zu extrem ungünstigen Zeit“ - S 3 Richtung München wegen Überfüllung geschlossen

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Ein Mann im Gleisbett der Münchner S-Bahn sorgte für Betriebsstörungen und brechend volle Züge. Das Vorkommnis traf die S-Bahn zur denkbar ungünstigsten Zeit. 

Wie Sardinen in der Dose müssen sich die Pendler aneinanderquetschen. Nein, hier geht keiner mehr rein – und auch keiner mehr raus. Die S 3, die Sie oben im Bild sehen, war gestern früh nur einer von zig überfüllten Zügen, die Richtung München unterwegs waren. Was passiert war? Ein Unbekannter, der dreist im Gleisbett umherwanderte, hatte den Berufsverkehr komplett durcheinandergewirbelt. Gegen 5.30 Uhr meldete der Lokführer einer S 6 eine Person, die offenbar am Hirschgarten ins Gleis gestürzt war und dann einfach Richtung Laim weiterging. Die Stammstrecke wurde daraufhin für eine halbe Stunde gesperrt. „Schlechte Uhrzeit, schlechter Ort“, kommentiert der Bahnsprecher. „Dieser Vorfall traf uns zu einer extrem ungünstigen Zeit.“

Störungen im S-Bahn-Betrieb: Vollzug statt Langzug

Die Folge: Der Fahrplan im Berufsverkehr ließ sich nicht mehr einhalten, weil selbst zahlreiche Lokführer auf dem Weg zur Arbeit zu spät dran waren. Außerdem trafen Züge, die einzelne S-Bahnen verstärken sollten, nicht rechtzeitig ein. So war es nach Darstellung der S-Bahn auch auf der Linie S 3 Richtung Mammendorf. Die Folge: Enge ohne Ende! Denn die S-Bahn fuhr nur als Vollzug, also mit zwei aneinandergekuppelten Zügen, und nicht als Dreier-Kombination (Langzug). „Das lag an der vorangegangenen Störung“, so der Bahnsprecher. Normalerweise sei das ein Langzug.

S-Bahn in München: Fahrgäste stauen sich an den Bahnsteigen

Hinzu kam, dass die S 3 wie berichtet derzeit nur ausgedünnt fährt. Der S-Bahn fehlen Züge – die sogenannten Taktverstärker wurden ja gestrichen. Erst ab Ende Oktober kann wieder sukzessive zum Zehn-Minuten-Takt zurückgekehrt werden. Gestern aber stauten sich die Fahrgäste schon am Bahnsteig. In Taufkirchen „sind schon einige draußen geblieben“, berichten Fahrgäste unserer Zeitung. Eine Station weiter, in Unterhaching, „kam gar niemand mehr rein“. 

Wegen Überfüllung geschlossen – sozusagen. Reisende mussten auf die nächste S-Bahn 20 Minuten später warten – die wohl dann ebenso voll war. Die S-Bahn kämpfte gestern noch mit weiteren Störungen. Um 8.20 Uhr gab es einen Notarzteinsatz am Marienplatz. Und etwa zur gleichen Zeit musste eine S 8 am Ostbahnhof geräumt werden – ein herrenloser Koffer! Erst gegen 11 Uhr normalisierte sich der Betrieb. Der Unbekannte, der einen Großteil der Störungen ausgelöst hatte, konnte übrigens nicht gefunden werden. Er verschwand Richtung Zugwaschanlage auf Nimmerwiedersehen.

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Die neuesten Meldungen über Störungen und Ausfällen beim Münchner S-Bahn-Netz bekommen Sie laufend in unserem S-Bahn-Ticker.

Ausgerechnet an den Weihnachtsfeiertagen herrscht wieder S-Bahn-Chaos - wegen einer Stammstreckensperrung

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