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Laut einer neuen Demografie-Studie der Landeshauptstadt München wächst die Isar-Metropole weiter; aber langsamer als ursprünglich angenommen.

Aktueller Demografie-Bericht

München wächst (langsam) weiter – Neuer Zeitpunkt für 1,85-Millionen-Einwohner-Marke bekannt

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München wächst – aber nicht so rasant wie zunächst angenommen. Das geht aus dem aktuellen Demografie-Bericht der Landeshauptstadt hervor. Demnach erwarten die Statistiker, dass München die 1,85 Millionen Einwohner-Marke erst im Jahr 2040 knackt. Und nicht – wie lange Zeit prognostiziert – bereits 2035. Lesen Sie, wie sich die Bezirke verändern.

Die Landeshauptstadt befindet sich seit über 15 Jahren im Wachstum. Allein im vergangenen Jahr ist die Einwohnerzahl um ein knappes Prozent gestiegen. Lebten 2018 noch rund 1 570 587 Menschen in München, sind es heute gut 13 343 mehr (1 583 930). Dabei wird die Stadt nicht nur immer internationaler, sondern tendenziell auch immer älter. Bis 2040 wird sich das Durchschnittsalter der Münchner voraussichtlich von 41,2 Jahre (Stand 2017) auf 41,3 Jahre erhöhen.

München: Das Zentrum ist jung

Interessant dabei ist, dass die Bevölkerungsentwicklung je nach Stadtbezirk stark variiert. Die jüngste Bevölkerung (durchschnittlich 38,6 Jahre) lebte 2017 in der Maxvorstadt. Auch die Bezirke Ludwigvorstadt-Isarvorstadt, Schwanthalerhöhe und Milbertshofen weisen ein Durchschnittsalter von unter 40 Jahren auf. Das höchste Durchschnittsalter – mit über 43 Jahren – erreichten 2017 dagegen die Bezirke Forstenried-Fürstenried-Solln und Bogenhausen. 

Im Jahr 2040 wird voraussichtlich Hadern, gefolgt von Pasing-Obermenzing und Untergiesing-Harlaching das höchste Durchschnittsalter (über 43 Jahre) aufweisen, während in Aubing-Lochhausen-Langwied die durchschnittlich jüngste Bevölkerung leben wird.

Mit dem Sinken des Durchschnittsalters um fast drei Jahre findet in diesem Viertel die größte Veränderung aller Bezirke statt. Grund dafür ist vor allem die starke Neubautätigkeit, die voraussichtlich sehr viele Familien nach München ziehen wird.

München: Neubau-Boom in den Stadtrandlagen

Apropos: In den kommenden 20 Jahren sollen über 111.000 Wohnungen innerhalb der Landeshauptstadt entstehen. 17.300 davon allein im Münchner Westen. Schließlich wird mit Freiham ein komplett neuer, attraktiver Stadtteil hochgezogen. Weitere 12.500 Wohnungen sind in Feldmoching geplant, rund 10.000 in Bogenhausen. Und auch im Stadtbezirk Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln wird fleißig gebaut. Dort sollen auf dem ehemaligen Siemens-Gelände bis 2040 rund 10.600 Wohneinheiten entstehen. Aber: Während der Stadtrand immer weiter wächst, kommt es in den innerstädtischen Bezirken wie der Maxvorstadt, der Schwanthalerhöhe oder Schwabing nur zu punktuellen Nachverdichtungen. Grund dafür ist die dort ohnehin schon relativ dichte Besiedlung. Die derzeit höchste Einwohnerdichte weist mit 16.151 Wohnberechtigten pro Quadratkilometer der Stadtteil Schwabing auf. Am unteren Ende der Skala steht der Bezirk Aubing-Lochhausen-Langwied mit lediglich 1373 Einwohnern pro Quadratkilometer.

Hälfte der Münchner-Zuzügler kommt aus dem Ausland

Das Wachstum der Landeshauptstadt ist im Wesentlichen von zwei Faktoren abhängig: der steigenden Geburtenrate sowie dem nach wie vor starken Zuzug, von dem knapp die Hälfte aus dem Ausland kommt. Dass die Prognosen mittlerweile etwas niedriger ausfallen, ist auf einen Sondereffekt zurückzuführen. Schließlich hat die Stadt ihr Melderegister im Jahr 2017 bereinigt. Dabei gab es rund 30 000 „Ausbuchungen“. Dadurch war die Einwohnerzahl im Vergleich zum Jahr 2016 um gut 1,1 Prozent gesunken.

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Aktuell herrscht Platzangst in München - Bewohner fragen sich: Wie viele Menschen kann die Stadt noch vertragen? Das Wohnen in München macht viele Menschen arm – denn ein Großteil ihres Gehalts geht für die Bleibe drauf. 

Seit vier Wochen werden eine 41-jährige Frau aus München und ihre 16-jährige Tochter vermisst. Am Dienstagmittag informierte die Polizei über eine neue Spur.

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