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Badende Hunde im Eisbach - hier ist der Badespaß für die Vierbeiner erlaubt.

Wasser-Gaudi für Zamperl & Co.

Wo Hunde in München baden gehen - an diesen Orten ist der Sprung ins Wasser für Bello erlaubt 

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In München gilt ein generelles Badeverbot für Hunde an Seen, Ausnahmen gibt es nicht viele. Andere Regeln gelten an Fließgewässern wie Isar, Würm oder Hachinger Bach.

Tierischer Badespaß: Im Sommer wollen sich auch die Zamperl gern mal abkühlen. Im Ostpark planscht Labrador Puma (11) mit seinem Frauchen Anja Zann (49) im Hachinger Bach – bei 35 Grad eine willkommene Erfrischung. Doch Obacht: Nicht überall dürfen die Hunde ins Wasser. In München gilt ein Badeverbot für Hunde an Seen – mit wenigen Ausnahmen. Andere Regeln gelten an Fließgewässern wie Isar, Würm oder Hachinger Bach. Grundlage für diese Vorschrift ist ein Stadtratsbeschluss von 2013. 

Münchner Badesseen sind für Hunde tabu

Nachdem mehrere Hundeattacken für Aufsehen gesorgt hatten, erließ das Gremium damals auf Anregung des Kreisverwaltungsreferats (KVR) einen schärferen Leinenzwang für Bereiche, in denen sich sehr viele Menschen aufhalten. Seitdem ist es in München generell verboten, Hunde an Badeseen frei laufen zu lassen. Und auch das Baden ist grundsätzlich verboten. Einzige Ausnahme ist der Olympiasee, der in die Zuständigkeit der Stadtwerke fällt und kein Badesee für Menschen ist. Dort ist die Wasserqualität aber nur durchschnittlich. In Fließgewässern dürfen sich die Vierbeiner indes laut Baureferat erfrischen – neben dem Hachinger Bach und der Isar zum Beispiel noch in den Bächen im Englischen Garten oder in der Würm. Und auch nur dort, wo kein Naturschutzgebiet oder andere Beschränkungen vorliegen. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen (siehe Kasten rechts). 

Münchner Hundebesitzer müssen zum gemeinsamen Baden raus aus der Stadt

So manch ein Hundebesitzer kann die strengen Vorschriften nicht nachvollziehen. Auch Anja Zann würde sich wünschen, dass die Vierbeiner auch an den Münchner Seen ein Fleckerl bekommen. „Am Feringasee gibt es zum Beispiel ein Ufer, an dem nie ein Mensch ist“, sagt die Ramersdorferin. Außerdem sei es an Gewässern mit Hunden oft sauberer als anderswo. „Kein Hundebesitzer will schließlich, dass ein Tier in eine Scherbe steigt.“ Die 49-Jährige ist mit ihrem Hund oft am Nachmittag im Ostpark. „Wir wohnen in der Nähe, da kann ich zu Fuß oder mit dem Rad kommen“, erzählt sie. An Wochenenden will Anja Zann aber auch selbst mal eine Runde schwimmen und braucht dafür einen See. Weil Labrador Puma freilich mitkommen soll, heißt das: raus aus München. „Wir fahren dann nach Garching.“ Im dortigen See ist Hunden das Schwimmen erlaubt. Ärger habe sie noch nie erlebt, obwohl dort an heißen Tagen oft bis zu 150 Hunde im und am Wasser seien. 

Vorsicht Bußgeld! 

Die Anlagenaufsicht des Baureferat überwacht, dass keine Hunde in Münchner Seen springen und die Leinenpflicht eingehalten wird. Deren Mitarbeiter werden auch von externen Security-Firmen unterstützt. Wenn sie einen Hundebesitzer erwischen, der sein Tier verbotenerweise in einem See im Stadtgebiet baden lässt, schreiten sie zur Tat. Beim ersten Verstoß kommt man mit einer Belehrung davon. Doch wenn der Besitzer sich uneinsichtig zeigt, kann es teuer werden (bis zu 500 Euro). Dann wird der Fall an das Kreisverwaltungsreferat weitergeleitet, wo über die Einleitung eines Bußgeldverfahrens entschieden wird.

Andreas Daschner

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Es gibt immer mehr Hunde in München - doch viele Halter leisten sich ein dreistes Vergehen. So heißen unsere Zamperl: Das ist der beliebteste Münchner Hundename.

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