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Katrin Schilz (l.) und Nachfolger Bernhard Klier – hier auf einem Bild mit Wirt Matthias Reinbold

Neue Chef-Strategin

Münchner Bierbeben: Paulaner wildert bei der Konkurrenz

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Von der Brauerei-Chefin zur Chef-Strategin: Katrin Schilz (42) verlässt Löwenbräu und wechselt zum Konkurrenten Paulaner.

München - Hier baut sie ab Oktober als Vertriebsdirektorin den Bereich Getränkefachgroßhandel auf – und bietet damit dem Handel die Stirn. „Ich freue mich auf diese neue Herausforderung“, sagt die studierte Sportökonomin.

Die neue Paulaner-Strategin war bereits für einen Fußball-Bundesligisten tätig.

Dass sie Anheuser-Busch InBev, zu dem Löwenbräu gehört, nach 17 Jahren den Rücken kehrt, hat private Gründe: „Als Vorstand der Löwenbräu AG war ich 16 von 20 Arbeitstagen unterwegs. Aber mein Lebensmittelpunkt ist München, wo ich mir auch eine Immobilie gekauft habe.“

Schilz-Berufung: Paulaner reagiert auf Entwicklungen am Markt

Schilz’ Nachfolger als Löwenbräu-Chef ist der Niederländer Harm van Esterik. Die Geschäfte von Spaten-Franziskaner führt Bernhard Klier jetzt allein – bislang bildete er mit Schilz eine Doppelspitze.

Lesen Sie auch: Der Blick ins geheime Bierlabor von Paulaner

Paulaner reagiert mit der Berufung Schilz’ auf die wachsende Marktmacht des Handels. Erst vor Kurzem hatte Edeka Tengelmann gekauft. Den Brauereien bereitet das Unbehagen: Je größer der Handelspartner, desto mächtiger ist er. Für Rabattaktionen zum Beispiel nutzen Handelsketten vorzugsweise Bier – wohl wissend, dass Verbraucher auch Bananen und Waschmittel kaufen, wenn sie schon im Supermarkt sind. Den Brauereien ist das ein Dorn im Auge. Schilz soll da gegensteuern…

Paulaner hat sich in der Chefetage von Konkurrent Löwenbräu bedient.

Sie hatte in Leeds und Bayreuth studiert, kam übers Sportsponsoring zum Bier. Für die Karlsberg Brauerei verantwortete sie das Sponsoring des 1. FC Kaiserslautern, als der von der Zweiten in die Erste Liga aufstieg und deutscher Meister wurde.

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