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Volltreffer: Vahid Imani (r.) und Hubert Hunold haben mit „FITrate“ den Nerv der Zeit getroffen.

„FITrate“ funktioniert

Neues Startup in München: Flatrate für die Fitness

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München - Die Idee, nicht nur in einem sondern gleich in 200 Sportstudios angemeldet zu sein, funktioniert. „FITrate“ heißt die Sport-Flatrate, die in München, Augsburg und Nürnberg bereits häufig genutzt wird. 

Montag? Yoga. Dienstag? Cross Fit. Mittwoch? Schwimmen. Donnerstag? Squash. Freitag? Ballett. Samstag? Kickboxen. Sonntag? Frei? Quatsch, warum denn? Es gibt ja noch so viel zu entdecken. Und wenn der innere Schweinehund – befeuert von guten Neujahrsvorsätzen – mal überwunden ist, sollte man auch dabei bleiben.

Es ist nicht erst einmal vorgekommen, dass die Gründer von „FITrate“ einen Kunden ermahnen mussten. Denn die einzige Beschränkung der Karte, mit der man als Mitglied Zugang zu über 35 Sportarten bei mehr als 200 Fitness- und Wellnesspartnern bekommt, lautet: Mitglieder dürfen nur ein Mal am Tag Sport machen. „Da muss man die Leute manchmal richtig bremsen“, sagt Hubert Hunold, Marketing-Leiter des Münchner Startups. Ansonsten aber bedeute Flatrate Flatrate. Vahid Imani, Gründer von „FITrate“, bezeichnet seine Idee als „innovatives Konzept, Sport neu zu erleben“.

Dabei war der Gedanke, den Imani und seine Gründer-Crew im Jahr 2015 hatten, eigentlich relativ simpel. Sich Tag für Tag ins selbe Fitnessstudio zu schleppen, auf denselben Tennisplatz, ins selbe Yoga-Studio, kann nervig sein. Viele Menschen schwänzen oder vernachlässigen den Sport, weil die Monotonie sie stört. Wenn man sich aber aussuchen kann, wann, wo und wie man am liebsten sporteln will, wird die ehemals lästige Pflicht für viele zum Spaß. Mitgliedschaften bietet FITrate in drei verschiedenen Stufen an: Zwischen 33 für die Standard- und 99 Euro für die Gold-Mitgliedschaft müssen Mitglieder zahlen. Gekündigt und pausiert werden kann allerdings jeder Zeit.

Die meisten, die das vom US-Markt abgekupferte Modell ausprobierten, blieben bis jetzt dabei. „Wir haben schon mit Erfolg gerechnet“, sagt Hunold, „unsere Erwartungen sind aber bei weitem übertroffen worden.“ Mitglieder zwischen 18 und 70 Jahren sind bereits registriert, wie viele, verrät Imani nicht. Es würden aber immer mehr.

Dabei ist FITrate, das als Idee von Imani und dem befreundeten Wirtschaftsinformatiker Jörg Lehmeier unter dem Namen „mysportsclub“ startete, nicht die einzige Sport-Flatrate in München. Sie bietet aber einige Vorteile exklusiv. Skifahren, Wandern, EMS-Training und Wellness-Angebote können ebenso genutzt werden wie alle Bäder der Stadtwerke München. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal“, sagt Hunold, „eine Art Gütesiegel.“ Denn die Qualität der Partner ist für die Crew, die zuletzt ein Büro an der Liegsalzstraße bezogen hat, besonders wichtig.

Der Fokus liegt auf lokalen und regionalen Studios, und Imani versichert, „jedes einzelne persönlich“ getestet zu haben. Mit 98 Prozent der Partner, sagt der 32-Jährige, sei er per Du. Seinen Job in einer Beratungsfirma hat er längst an den Nagel gehängt, denn seine neue Vision erfordert eine Menge Konzentration und noch mehr Arbeitsstunden. Neben Augsburg und Nürnberg wird „FITrate“ in Kürze auch in Stuttgart und Köln angeboten. Eine flächendeckende Fitness-Flat in Deutschland ist das erklärte Ziel.

Dass sie mit ihrer Idee den Nerv der Zeit getroffen haben, beweist nicht nur der (geheime) Blick auf die Mitgliederzahlen. Auch der Einstieg einer Investorengruppe mit einem Betrag im höheren sechsstelligen Bereich bestätigt Imani und sein Team. Höher, schneller, weiter – das sportliche Motto passt im Moment zur Entwicklung des Startups. Die „FITrate“-Crew hat viel zu tun – Ablenkung sucht sie beim Sport.

„Wir gehören selbst zu unseren besten Kunden“, sagt Hunold lachend. Bei den Sporttreffs von FITrate sind sie regelmäßig dabei. Und ansonsten: Montag? Yoga. Dienstag? Cross Fit . . .

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