+
bravaria-Gründerin Jasmin Neuefeind und einer ihrer BHs.

Lange überfällig

Irre BH-Idee! Wie eine Münchnerin sehr vielen Frauen helfen will

Eigentlich sollte es so etwas schon länger geben. Nun will sich aber eine Münchnerin an die Entwicklung des ersten BHs für asymmetrische Brüste machen.

München - Asymmetrische Brüste sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel bei den meisten Frauen. Doch meistens gibt es keine passenden BHs für sie. Ein Münchner Start-up namens „bravaria“ will das ändern.

„Als ich das erste Mal von Brustasymmetrie hörte, war ich 14 Jahre alt“, erklärt dessen Gründerin Jasmin Neuefeind: „Eine Freundin kam zu einem Mädelsabend vorbei und erzählte von ihren ungleich großen Brüsten.“ Sie habe immer zwei unterschiedlich große BHs gekauft und diese dann zerschnitten, um sie zu einem passenden Wäschestück zusammenzunähen. 

Asymmetrien nicht die Ausnahme

Auch im Studium habe sie ähnliche Geschichten gehört. Daraufhin habe sie zu recherchieren begonnen, konnte aber keinen einzigen Online-Shop finden, der entsprechende Büstenhalter im Angebot hat. Stattdessen sei sie auf zahlreiche Webseiten gestoßen, die vermittelten, dass unterschiedlich große Brüste unnormal seien. Eine OP könne Abhilfe schaffen.
Dabei sind Brustasymmetrien nichts Ungewöhnliches. Ein Großteil der Frauen hat ungleichmäßig große Brüste, entweder von Natur aus oder bedingt durch Schwangerschaften, nach Unfällen oder operativen Eingriffen. Dabei sind Größenunterschiede von bis zu drei oder mehr Körbchengrößen möglich. Herkömmliche BHs nehmen auf diesen Umstand keine Rücksicht.

bravaria-Gründerin Neuefeind will das Selbstvertrauen von Frauen mit Brustasymmetrie stärken. „Echte Brüste sind nicht perfekt symmetrisch. Nichts an unserem Körper ist das. Und es wird Zeit, dass Frauen dies auch so vermittelt wird. Jeder Körper ist individuell und schön”, sagt die Münchnerin. Der Entschluss war gefasst: Es sei Zeit für einen BH, der sich den Brüsten der Frauen anpasst – nicht umgekehrt. Sie verkaufte ihr Auto und kratzte ihr Erspartes zusammen, um „bravaria“ zu gründen. Ein Wortmix aus „Bra“, dem englischen Wort für BH und „Bavaria“, englisch für Bayern. 

Kickstarter-Kampagne soll helfen

Via Kickstarter-Kampagne sammelt Neuefeind nun das nötige Geld, um mit dem Online-Shop an den Start gehen zu können und das Sortiment schnellstmöglich zu erweitern. Neben einer größeren Auswahl soll es bald auch Bademode für unterschiedlich große Brüste geben. Ein großes Ziel hätte sie dann erreicht: dazu beigetragen, dass sich jede Frau in ihrer Haut noch wohler fühlen kann. 

Quelle: Pressemeldung VISIBILITY Communications

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Zum 60.: So geht‘s dem Münchner Millionen-Buberl heute
Thomas Helmut Seehaus hätte eigentlich nur Helmut heißen sollen. Aber dann wurde er berühmt: Mit seiner Geburt erreichte München im Dezember 1957 die magische Zahl von …
Zum 60.: So geht‘s dem Münchner Millionen-Buberl heute
Im Video: Königin Silvia trifft Horst Seehofer
Royaler Besuch in München - die Königin von Schweden ist da. Am heutigen Montag wird Ministerpräsident Horst Seehofer die Monarchin für ihr soziales Engagement …
Im Video: Königin Silvia trifft Horst Seehofer
Stadt plant weitere Millionen für die Integration
Stadt setzt Projekte und Maßnahmen für Geflüchtete fort – obwohl die meisten Asylbewerber offiziell geringe Bleibechancen haben. 
Stadt plant weitere Millionen für die Integration
Amoklauf in München: Zehn Prozesstage gegen Waffenhändler 
Das Oberlandesgericht München hat mitgeteilt, dass vorerst zehn Prozesstage gegen den mutmaßlichen Verkäufer (32) der Amok-Waffe von München festgesetzt werden. Im Raum …
Amoklauf in München: Zehn Prozesstage gegen Waffenhändler 

Kommentare