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Das Wiesn-Bier kostet in diesem Jahr über 11 Euro.

Auch Mass wird immer teurer

Nach dem Preis-Schock beim Wiesnbier: Auch dafür verlangen Wirte Geld

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Die Wiesn-Mass kostet in diesem Jahr bis zu 11,50 Euro. Die Wirte haben mit gestiegenen Kosten zu kämpfen - und drehen auch an anderer Stelle an der Preisspirale.

München - Das Wort Reservierungsgebühr mögen sie nicht so gerne. Sie nennen es Bearbeitungsgebühr oder Systemgebühr. Unstrittig ist, dass der Gast die Zeche zahlt: Die meisten großen Wiesn-Wirte erheben ab diesem Jahr eine Gebühr, die für Reservierungen bezahlt werden muss. Mal sind es 19 Euro pro Reservierung, mal zwei Euro pro Person, mal zehn Euro pro Tisch.

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So setzt sich der Bierpreis auf der Wiesn zusammen.

Mancher Wirt hat schon in den Vorjahren mit den Gebühren begonnen, bei manchen gelten sie nur abends und an den Wochenenden, bei anderen ist der Versand der Gutscheine inklusive. In allen Fällen aber werden Besucher noch mal zur Kasse gebeten.

Auch die Preise fürs Bier gehen heuer – wie schon in den Vorjahren – nach oben. Der Höchstpreis liegt bei 11,50 Euro, voriges Jahr war er noch bei 10,95 Euro. Bei den großen Wiesn-Wirten liegt keiner mit seinem Bierpreis unter 11 Euro. Bei den kleinen Oktoberfest-Wirten ist es immerhin noch ungefähr die Hälfte, drei haben den Masspreis vom Vorjahr beibehalten.

Man hat versucht Mehrkosten nicht über Bierpreis abzufangen 

Jedoch wurde bei den kleinen Wiesn-Wirten die Umsatzpacht im Vergleich zum Vorjahr nicht so stark erhöht wie bei den großen. „Wir haben eine Kostensteigerung bei der Umsatzpacht um mehr als 53 Prozent. Letztlich bleibt es da nicht aus, dass die Bierpreise erhöht werden“, sagt der Sprecher der großen Wiesnwirte, Peter Inselkammer (Armbrustschützenzelt). Viele Wirte hätten aber versucht, die Preise für alkoholfreie Getränke konstant zu halten. „Auch das Familiengetränk wollen wir wieder anbieten.“

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Man habe versucht, die für die Wirte erhöhten Kosten nicht nur über den Bierpreis zu verteilen, so Inselkammer. Deswegen die Reservierungsgebühr. „Familien, die spontan auf die Wiesn gehen, sollen hier nicht belastet werden.“ Bei den Reservierungen würden die Anfragen immer kleinteiliger – und dadurch der Aufwand in den Wiesnbüros der Wirte auch höher, so Peter Inselkammer. „Woanders bezahlt man auch oft eine Bearbeitungsgebühr – etwa für Veranstaltungs-Tickets.“

Inselkammers Vorgänger und Hackerzelt-Wirt Toni Roiderer umschreibt die Gebühr wie folgt: „Heuer nehme ich das erste Mal eine Bearbeitungsgebühr von einem Euro. Damit der Bierpreis nicht so hoch wird.“

Sascha Karowski, Ramona Weise

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