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Kaum zu glauben, aber falsch: ausgezeichnet gearbeitete Banknoten aus Napoli.

Kaum zu glauben, dass die nicht echt sind

Napoli-Group: Polizei findet 100.000 Euro von wohl besten Euro-Fälschern der Welt

100.000 Euro Falschgeld, das unglaublich echt wirkt. Die Beamten sind weder von der „hervorragenden“ Qualität überrascht, noch von der Herkunft. Alles passt zu ihrer Theorie, die sich jetzt bestätigt.

München/Neapel - Das Bayerische Landeskriminalamt berichtet: Ermittler des Bayerischen Landeskriminalamtes stellen 100.000 Euro Falschgeld sicher und nehmen drei Tatverdächtige fest. „Napoli-Group“ - so werden die verschiedenen gefälschten Euro-Banknoten genannt, die durch Neapels beste Geldfälscher in der italienischen Metropole hergestellt werden. 

Video: Täuschend echt: 100.000 Euro Falschgeld in München beschlagnahmt

„Außergewöhnlich gut - hervorragend gefälscht“

Nach Auffassung der Experten sind die italienischen Fälscher für die Herstellung jedes zweiten Euro-Falsifikats verantwortlich. Ihre Fälschungen gelten als außergewöhnlich gut. Beamten des für Falschgeld zuständigen Sachgebietes beim Bayerischen Landeskriminalamt (BLKA) ist es nun in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft München I gelungen, 100.000 Euro dieser hervorragend gefälschten Banknoten aus Neapel sicherzustellen. 

Die Pressekonferenz des BLKA.

Vorausgegangen war ein Hinweis über gefälschte 50 Euro-Banknoten, die von Neapel nach München kommen sollten. Nach langwierigen Ermittlungen und operativen Maßnahmen klickten schließlich am Freitag den 04.05.2018 die Handschellen. Gegen 15 Uhr griffen die Ermittler mit Unterstützung des Mobilen Einsatzkommandos (MEK) des BLKA zu und nahmen im Münchener Stadtgebiet zunächst einen 48-jährigen italienischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in München fest. In seinem Gepäck befanden sich insgesamt 1500 Falsifikate zu 50 Euro und 100 Euro im Wert von 100.000 Euro. 

Unmittelbar im Anschluss erfolgte auch die Festnahme zweier Komplizen in einer nahegelegenen Osteria, eines 25-jährigen Italieners, der eigens aus Neapel mit angereist war, und eines 50-jährigen griechischen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in München. 

In den späten Nachmittagsstunden wurden darüber hinaus noch die drei Wohnobjekte der Tatverdächtigen durchsucht, wobei es zur Sicherstellung einiger digitaler Speichermedien kam. Die Beschuldigten wurden am 05.05.2018 dem Haftrichter am Amtsgericht München vorgeführt, woraufhin dieser Haftbefehl wegen des Verdachts der Geldfälschung erließ. Mit der Sicherstellung des Falschgeldes ist europaweit ein wichtiger Beweis geführt, dass auch die Fälschung der „neuen“ 50 Euro-Banknote der „Napoli-Group“ zugeordnet werden kann. 

Darüber hinaus wurden durch die polizeiliche Sicherstellung der 1.500 Falschnoten insgesamt 1.500 Einzelverausgabungen (Verbrechen) im Zahlungsverkehr verhindert.

mm/tz

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