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Wie geht es mit den O-Bikes in München weiter?

Räder sorgen für Unmut in München

Irre Wende im O-Bike-Skandal: Nun setzt ein Händler Kopfgeld auf die Fahrräder aus 

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Mit einer ungewöhnlichen Aktion wirbt nun ein Fahrrad-Händler für die Beseitigung der gelben O-Bikes. Für jedes abgegebene Rad verspricht der Händler 100 Euro. 

München - München kämpft mit dem Schrott-erbe des Radl-Verleihers Obike. Während die Stadt weiter an einer Beseitungsanordnung und deren Durchsetzung arbeitet, lobt ein Radlgeschäft jetzt eine Aufräumprämie aus. „RadlBauer zahlt für -jedes in einer Filiale abgegebene Obike 100 Euro Aufräumprämie, beim Kauf eines neuen Bikes ab 500 Euro“, heißt es in einer ganzseitigen Anzeige, die Radl-Bauer unter anderem in der tz geschaltet hat. 

„Wir waren zunächst verwundert, als wir die Anzeige gesehen haben“, gesteht Lukas Raffl von der Stabsstelle Radverkehr bei der Stadt. Denn auch die Stadt würde die Radl gern aus dem Stadtbild entfernen - noch sind ihr aber die Hände gebunden. „Wir müssen den juristisch korrekten Weg einhalten“, sagt Raffl. Rein technisch gelten die Räder nämlich nicht als herrenlos. 

Stadt München möchte O-Bikes aus dem Stadtbild entfernen: Weitere Schritte werden vorbereitet

Die Stadt wertet das Abstellen im öffentlichen Raum allerdings als „illegale Müllablage“ und besteht darauf, dass die gelben Radl entfernt werden. „Unsere Juristen bereiten gerade die nächsten Schritte vor“, sagt Raffl. Um die Räder schließlich wegräumen zu dürfen, müsse man beweisen, dass die Stadt alles versucht hat, den Eigentümer der Räder zu erreichen. 

Das ist allerdings ein Ding der Unmöglichkeit. Die Stadt hatte ein Anhörungsverfahren eingeleitet und dem Unternehmen eine Frist gesetzt. Bis zum 11. September hätte Obike sich dazu äußern sollen, wie es mit dem Verleihsystem weitergeht und ob es die geschätzt 6000 in der Stadt verbliebenen Räder selbst wegräumen werde. Reaktion: Fehlanzeige. 

Die gelben Räder sorgen seit Monaten für Ärger in München. 

Das Unternehmen mit Heimatmarkt in Singapur ist seit Längerem auf Tauchstation. Telefonanrufe? E-Mails? Briefe? Null Reaktion! „Allerdings sind unsere Einschreiben angekommen. An der Berliner Adresse muss jemand den Briefkasten leeren“, sagt Raffl. Im Haus sei die Firma jedoch niemandem bekannt. „Dubios“ nennt Raffl die Vorgänge rund um die Firma Obike. 

Lesen Sie auch: Vandalismus gegen gelbe Obikes: Woher kommt dieser Radl-Hass?

Jetzt könnten die Obikes aber doch schneller aus dem Stadtbild verschwinden als gedacht. Das RadlBauer-Angebot gilt bis zum 31. Oktober. „Bis wir die Räder einsammeln können, dauert es ein paar Monate“, schätzt Raffl. Frühestens Ende des Jahres könnte es soweit sein. Anders als die Stadt kann sich RadlBauer in eine rechtliche Grauzone begeben. Die Räder werden dort zunächst eingelagert - sollte sich der Besitzer doch noch melden, könnte er sie zurückbekommen.

Lesen Sie auch: Dreister Radl-Klau in München: Das sind die spektakulärsten Fälle aus der Landeshauptstadt

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