Vor dem Oberlandesgericht

Streit um „mangelhaften“ Mops Ronja: Züchterin muss viel Geld zahlen

Nach einem langen Rechtsstreit gibt es endlich eine Einigung im Streit um Mops Ronja. 

München - Mops Ronja hat sehr unter den Folgen eines Gendefekts gelitten - und dafür wollen Herrchen und Frauchen Geld haben. Der Streit um eine Teilerstattung des Kaufpreises und um eine Erstattung der tierärztlichen Behandlungskosten für die nach schwerer Krankheit gestorbene Hündin ging am Montag vor dem Oberlandesgericht München in eine neue Runde.

Vor dem Landgericht Ingolstadt hatten die Besitzer Ronjas einen Teilerfolg erstritten. Sie sollten die Hälfte des Kaufpreises in Höhe von insgesamt 1400 Euro von der Züchterin zurück bekommen. Wegen eines Gendefektes sei das Tier „tatsächlich mangelhaft“, urteilte das Gericht im Mai. Doch das Ehepaar wollte eine Minderung des Kaufpreises in Höhe von 75 Prozent erreichen. Außerdem beantragte es die Zahlung von rund 5500 Euro für Tierarztkosten.

Vor dem Oberlandesgericht endete der Streit am Montag nun mit einem Vergleich. Die Züchterin zahlt 2000 Euro. Damit ist der Prozess beendet. 

In Folge der Pug Dog Encephalitis (PDE) genannten Krankheit hatte Ronja seit ihrem zweiten Lebensjahr epileptische Anfälle bekommen. Sie war auf einem Auge blind und lief schlecht. Unter anderem wurden bei ihr ein Wasserkopf und eine Hirnhautentzündung festgestellt. Die Besitzer sind der Überzeugung, dass die Erkrankung ihres Lieblings auf züchterisches Fehlverhalten zurückgeht.

Mops-Züchterin vor Gericht

Der Rechtsstreit sorgte für Schlagzeilen in den vergangenen Monaten. Im März gab es sogar eine „Mops-Demo“ vor dem Gericht in Ingolstadt. Einen weiteren Prozess gab es im Juni 2015. Auch dort musste eine Mops-Züchterin die Wertminderung eines humpelnden Hundes erstatten. Das Frauchen bekam 700 Euro zugesprochen.

dpa/mag 

Rubriklistenbild: © dpa

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