+
Georg K. am Donnerstag vor dem Zivilprozess am Verwaltungsgericht.

Weil er einen einzigen Fehler machte

Keine Gehaltskürzung! Polizist gewinnt Klage gegen Freistaat

  • schließen

Er arbeitet im 27. Dienstjahr bei der Polizei und war als Spezialist in der Datenverarbeitung tätig. Dann sollte ein einziger Fehler Georg K. zum Verhängnis werden:

München - Weil er angeblich eine Störung im Ermittlungssystem nicht erkannte, will der Freistaat Georg K. das Gehalt kürzen. Um zehn Prozent – über 30 Monate hinweg. Dagegen wehrt sich der Polizist. Donnerstag der Prozess am Verwaltungsgericht!

Für Georg K. geht es um mehr als 10.000 Euro. Laut Freistaat hatte er den Fehler nicht rechtzeitig erkannt, weil er sich nicht „mit vollem persönlichem Einsatz“ seinem Beruf gewidmet habe. In der Folge waren im Polizeipräsidium Schwaben Nord mehrere Server-Festplatten ausgefallen und wertvolle Daten verloren gegangen.

Vor Gericht führte Georg K. aus, er habe den Server im Jahr 2010 selbst aufgestellt und konfiguriert. Ende Januar 2013 habe er erste Fehlermeldungen gesehen und diese auch gemeldet. Danach wurde er krank – „weil ich gemobbt wurde“, wie er sagt. Auch sein Nachfolger bekam die Technik nicht in den Griff.

Aber: Daran ist Georg K. nicht schuld, urteilte das Gericht.

Andreas Thieme

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Merkel kommt heute nach München: Wir berichten im Ticker
Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht heute Abend am Marienplatz - AfD und Pegida versammeln sich ganz in der Nähe. Die Polizei erwartet heftige Proteste. Seien Sie mit …
Merkel kommt heute nach München: Wir berichten im Ticker
Live-Ticker: Alle Ereignisse aus München
Wann gibt‘s die ersten Ergebnisse in der Stadt München? Wie haben unsere Wähler abgestimmt? Was sagen die Kandidaten und Parteien? Alle Infos, Ergebnisse und Stimmen …
Live-Ticker: Alle Ereignisse aus München
Warum die Stadt München ein Rekordvermögen erbt
Viele soziale Leistungen wären ohne die Finanzierung durch Stiftungen nicht möglich. Immer mehr Münchner überlassen ihr Erbe der Stadt, um über ihren Tod hinaus Gutes zu …
Warum die Stadt München ein Rekordvermögen erbt
Polizei auf Oktoberfest: Italiener sind gar nicht so schlimm
Zur „festa della birra“ kommen traditionell Zehntausende Italiener nach München. Mit ihnen reisen Polizisten aus Italien auf das Oktoberfest. Das hat einen guten Grund.
Polizei auf Oktoberfest: Italiener sind gar nicht so schlimm

Kommentare