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An einigen Stellen ein reißender Fluss: Die Isar wird von unerfahrenen Schwimmern schon mal unterschätzt.

Zwei Reanimationen

Wasser-Wochenende: Dramatische Rettungseinsätze und Isarschwimmen

Bei den heißen Temperaturen suchen viele Münchner nach einer nassen Abkühlung. Am Wochenende kam es dabei zu einigen dramatischen Rettungseinsätzen.

Update vom 17. Juli: Der 26-Jährige, der zunächst aus dem Garchinger See gerettet wurde, ist verstorben

München - Lasst uns die Isar erobern! Bei einer Demonstration der etwas anderen Art sind am Sonntagnachmittag rund 60 Münchner in die wilden Isarfluten gesprungen. Ihr Ansinnen: ein dauerhaftes Isarflussbad zwischen Deutschem Museum und den Patentämtern zu etablieren!

Dafür schwammen die Teilnehmer der etwas sportlicheren Veranstaltung Isarpokal und des eher gemütlichen Isartreibens zusammen von der Braunauer Eisenbahnbrücke bis zur Reichenbachbrücke. Zur Absicherung der Schwimmerinnen und Schwimmer war die Kreiswasserwacht vor Ort. Eröffnet hatte das wilde Treiben im Wasser Bürgermeister Josef Schmid (CSU). Zum Schluss gab es um 18 Uhr am Vater-Rhein-Brunnen eine Abschlusskundgebung.

Begrüßungsrede: Bürgermeister Josef Schmid posiert mit den Veranstaltern des Isarpokals.

Nichtschwimmer muss aus Garchinger See gerettet werden

Leider hatte das Wochenende nicht nur Badefreuden zu bieten: Es bescherte Polizei und Feuerwehr mehrere Einsätze. Teilweise war es auch falscher Alarm. Im Kreis München geriet am Samstag ein Nichtschwimmer in Gefahr. Gegen 20.30 Uhr verschwand er im Garchinger See. Zeugen zogen den Inder ans Ufer und begannen mit der Reanimation. Einsatzkräfte der Feuerwehr übernahmen. Als der 26-Jährige in die Klinik kam, hatte er laut Feuerwehr wieder Puls.

Auf Höhe der Boschbrücke beim Deutschen Museum (Au) bemerkten Passanten am Samstag gegen 12.20 Uhr einen Mann im Wasser, der sich verzweifelt an Bäume klammerte. Die Feuerwehr rückte an und rettete den 23-Jährigen. Als der Tunesier wieder festen Boden unter den Füßen hatte, wollte er fliehen. Es stelle sich heraus, dass der Asylsuchende abgeschoben werden soll. Gegenüber Polizeibeamten drohte er, er wolle sich das Leben nehmen. Daher wurde er in die Psychiatrie gebracht.

Hubschrauber findet Müll in der Isar

Am Sonntag verständigten Passanten im Lehel die Polizei. Sie gaben an, etwas Verdächtiges in der Isar gesehen zu haben. Ein Hubschrauber der Bundespolizei, der in der Nähe war, flog den Fluss ab. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem Gegenstand, den die Zeugen für eine möglicherweise leblose Person hielten, um Müll in der Isar handelte.

Bereits am Freitagnachmittag verlor wie berichtet ein Zehnjähriger im Freibad in Haar das Bewusstsein, nachdem er vom Drei-Meter-Brett ins Wasser gesprungen war. Der Bademeister-Auszubildende bemerkte den Leblosen, zog ihn aus dem Wasser und begann mit der Reanimation. Am Sonntag war der Bub noch in der Klinik.

mm/tz

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