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„Ich fände es gut, wenn wir immer Sommerzeit hätten. Man geht einfach mit besserer Laune aus dem Haus. Wenn alles so bleibt, wie es ist, würde ich aber auch keine spürbaren Nachteile davontragen“, sagt Josef Studeneer (62), Einrichtungsberater, München.

Zeit, dass sich nichts dreht

Schluss mit Sommerzeit? Das sagen Münchner zur EU-Umfrage

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Ticken wir eigentlich noch ganz richtig? Beim Thema Zeitumstellung drehen viele durch. Was denken eigentlich die Münchner über die Sommer- und Winterzeit?

München - Es wird Zeit für eine Umstellung! Bis Donnerstagabend haben EU-Bürger im Internet abgestimmt, ob Sommer- und Winterzeit abgeschafft werden sollen. Seit Anfang Juli sind bei dieser Abstimmung mehr als 4,6 Millionen Antworten eingegangen. Das Ergebnis der Befragung steht zwar noch nicht fest und wird für die Politik auch nicht bindend sein – aber ein wichtiger Hinweis wird es doch sein. Denn: Wenn die Mehrheit der Bürger gegen die Zeitumstellung ist, könnte die EU-Kommission einen Gesetzesvorschlag in dieser Richtung machen. Auch bei uns in München wird das Thema heiß diskutiert: Wem geht die halbjährliche Zeitumstellung auf den Wecker?

Sommerzeit oder Winterzeit? Wer profitiert davon

Am ehesten würde die Bahn von einer Abschaffung profitieren. Dort macht vor allem der Wechsel zur Winterzeit Probleme. „Züge halten in der um eine Stunde längeren Nacht an einem Bahnhof“, sagt ein Sprecher. „So wird sichergestellt, dass sie ihre Zielbahnhöfe fahrplanmäßig erreichen und morgens nicht eine Stunde zu früh ankommen.“ S-Bahnen fahren in dieser Zeit gar nicht.

Für MVG und Stadtwerke hat die Zeitumstellung keine Auswirkung – deren Uhren stellen sich automatisch um. Das gilt auch für die Zeitanzeiger in der Verantwortung des Baureferats. Das betreut 181 öffentliche Uhr-Anlagen, darunter 119 Kirchturm-, drei Turm-, 15 Stadt-, 39 Schulturm- und drei Uhren an Seniorenheimen.

Anders sieht das bei der Arbeitszeiterfassung der Stadt aus. Denn: Die Mitarbeiter nutzen noch Stempelkarten. Und die 200 Stempeluhren sind alle programmiert, sich selbst auf Winter- oder Sommerzeit umzustellen. „Wenn die Umstellung demnächst entfiele, müsste jede einzelne Uhr händisch umgestellt werden“, sagt eine Sprecherin. „Das wäre noch mal ein Argument dafür, möglichst schnell auf eine digitale Erfassung umzusteigen.“ Dem hatte der Stadtrat unlängst zugestimmt. Auch da wird es Zeit für eine Umstellung.

Die Kinder leiden

Die Zeitumstellung belastet vor allem Kinder. Sie brauchen bis zu drei Wochen, bis sich ihr Schlafrhythmus eingependelt hat. Das Ganze bringt nichts, außer dass wir zwei Mal im Jahr verschlafen. Stefanie und Lasse Bruckmann (43 und 10), Selbstständige und Schüler, Essen

Die Kinder leiden.

Das ist echt nervig

Die eine Stunde weniger Schlaf merke ich deutlich. Der Körper leidet sehr darunter. Die verlorene Stunde erfordert eine Umstellung. Das ist echt nervig. Es soll einfach bei einer einzigen Zeit bleiben, ohne Umstellung. Ich hoffe, es wird dann die Sommerzeit. Maria Wichmann (28), Sachbearbeiterin aus München

Das ist echt nervig.

Es soll so bleiben

Die Zeitumstellung ist sinnvoll. Nach einem langen Arbeitstag kann man die sonnige Zeit nutzen, um draußen Sport zu machen. Außerdem stellt sich ein Teil unserer Uhren automatisch um. Der andere Teil lässt sich arrangieren. Es ist weniger dramatisch, als es klingt. Korbinian Fridrich (33), Juwelier, München


So ticken die Uhren richtig: 

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Sascha Karowski, Avin Khodakarim

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