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Die renaturierte Würm an der Obermenzinger Mergenthalerstraße wurde 2016 eingeweiht.

Baureferat: „Genug Maßnahmen“

SPD-Masterplan zur Renaturierung der Würm gescheitert

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Vor mehr als zwei Jahren hatte die SPD einen Masterplan zur Renaturierung der Würm gefordert. Nun ist das Thema vom Tisch.

München - Laut Baureferat ist nicht mehr möglich, als ohnehin schon getan wird. SPD-Stadtrat Christian Müller findet das zwar schade, zeigt aber Verständnis.

Laut SPD-Antrag sollte untersucht werden, wo die Würm naturnah umgestaltet werden kann, wie der Hochwasserschutz neu zu regeln ist, und wie die anliegenden Gewässer in das Projekt eingebunden werden können. Die SPD versprach sich einen höheren Freizeit- und Erholungswert, wenn der Fluss „aus seinem unnatürlichen Korsett befreit“ würde.

Schon 2002 keine Maßnahmen getroffen

Baureferentin Rosemarie Hingerl verwies auf ein Struktur- und Maßnahmenkonzept für die Würm, das bereits 2002 vom Stadtrat beauftragt und anschließend erstellt wurde. Schon damals habe man wegen der mangelnden Verfügbarkeit von Flächen keine konkreten Maßnahmen mit belastbaren Kosten aufzeigen können. Seitdem seien aber viele Maßnahmen zum Ausbau des Würmgrünzuges und zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und Ökologie umgesetzt worden.

Mehr öffentlich zugängliche Flächen an der Würm?

Als Beispiele führt die Baureferentin unter anderem den Neubau einer Fitnessanlage an der Servetstraße, die Renaturierung an der Mergenthalerstraße samt Ausbau eines Seitenarmes oder die Renaturierung des ehemaligen Allacher Sommerbades auf. Mit dem Bezirksausschuss (BA) Pasing-Obermenzing werde zudem derzeit ein möglicher Standort für einen Fitness-Parcours im Pasinger Stadtpark abgestimmt. Nicht zuletzt will das Kommunalreferat Flächen im Bereich der Würminsel südlich der Institutstraße erwerben und öffentlich zugänglich machen.

Davon, die Flächen südlich von Schloss Blutenburg anzugreifen, riet Hingerl ab. Diese lägen durchweg tiefer als der Mittelwasserspiegel der Würm und dienten als Rückhalteflächen im Falle von Hochwasser. Ein von der SPD beantragter Seitenarm für die Würm müsste deshalb zwischen Hochwasserdämmen geführt werden. Dieser Aufwand sei weder grünplanerisch noch ökologisch und wasserrechtlich zu rechtfertigen.

SPD-Stadtrat zeigt Verständnis für Entscheidung

Müller findet das schade, äußert aber Verständnis für die Baureferentin. „Unser Antrag war noch einmal ein letzter Versuch, aber man muss wohl akzeptieren, dass auf städtischem Gebiet – vor allem im Bereich der Blutenburg – nicht mehr machbar ist“, sagte er unserer Zeitung. Mit den von Hingerl genannten Maßnahmen sei es immerhin ein wenig gelungen, die Würm als Gewässer aufzuwerten. Zudem werden noch weitere kleinere Anträge umgesetzt, an denen CSU-Stadträtin Heike Kainz beteiligt ist.

So werden zwischen dem Dorfkern Obermenzing und der Von-Kahr-Straße zusätzliche Sitzmöbel entlang der Würm aufgestellt. Auf einer Wiese südlich des Bolzplatzes an der Mergenthalerstraße soll ein Beachvolleyballfeld errichtet werden. Ob die Würm auf Höhe der Naßlstraße besser zugänglich gemacht werden kann, muss erst geprüft werden. Hingerl hat Sicherheitsbedenken, weil dadurch Kinder angelockt werden könnten. Planschen sei dort wegen der hohen Fließgeschwindigkeit der Würm gefährlich.

Lesen Sie auch: Fachfirma muss beim Wasserrad in der Würm nachbessern

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