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Das E-Taxi wird vorgestellt.

Zuschuss der Stadt

Neue E-Taxis sollen in München für saubere Luft sorgen

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170 Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb könnten so bald auf Münchens Straßen fahren - die Stadt München verspricht zwei Millionen Euro dafür. Doch das geht nur, wenn die Taxifirmen mitspielen.

München - München macht mobil – E-mobil. Die Stadt fördert den Umstieg auf Elektrotaxis. Rund zwei Millionen Euro stehen für das Projekt zur Verfügung. Unternehmern, die ein Elektroauto für ihre Flotte kaufen, werden bis zu 40 Prozent der Anschaffungskosten erstattet. Zudem bezuschusst das zuständige Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) anschließend jeden mit Fahrgast gefahrenen Kilometer mit 20 Cent. Ferner sollen drei Schnellladesäulen speziell für den Taxiverkehr eingerichtet werden. Außerdem ist es Unternehmen möglich, mit einer Lizenz zusätzlich zu einem herkömmlich betriebenen Taxi alternierend ein E-Taxi zu betreiben, sodass das E-Taxi in den Ladepausen durch das andere Fahrzeug ersetzt werden kann.

Das Projekt geht auf eine gemeinsame Initiative des RGU und des ADAC zurück. Umweltreferentin Stephanie Jacobs (parteilos) erinnerte gestern bei einem Pressegespräch daran, dass die Idee für eine Umrüstung der Münchner Taxis bereits relativ früh in ihrer Amtszeit in Gesprächen mit Vertretern des ADAC Südbayern entstanden sei. Doch bisher verhinderte ein Bundesgesetz, die sogenannte Mess- und Eichverordnung, einen einfachen Umstieg. Doch vergangenen Donnerstag beschloss das Bundeskabinett eine Änderung. Nun ist der Weg frei für Elektrotaxis.

Bringen das Projekt Elektrotaxi gemeinsam an den Start: Stepanie Jacobs und Alexander Kreipl.

Aus Sicht der Stadt kommt die Nachricht aus Berlin günstig. München ist bekanntlich durch die hohe Schadstoffbelastung gezwungen, sich Gedanken über Dieselfahrzeuge innerhalb der Stadtgrenzen zu machen. „Mit unserer neuen Förderung leisten wir einen Beitrag zur Luftreinhaltung in unserer Stadt“, sagte Jacobs.

Alexander Kreipl, verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher des ADAC Südbayern, ergänzte: „Wir freuen uns, dass das Projekt bei der Stadt auf fruchtbaren Boden gefallen ist. E-Taxis sind nicht nur ein Imageträger für alternative Antriebe, sondern sie stehen auch für ein fortschrittliches und weiterdenkendes München.“

Um in den Genuss der Fördergelder zu kommen, müssen die E-Taxis ein eingebautes Fiskaltaxameter besitzen, das nach dem INSIKA-Verfahren abrechnet. Zudem müssen sie mindestens 36 Monate auf Münchner Straßen unterwegs sein.

Dort fahren derzeit rund 3500 Taxis. Laut Jacobs könnte mit den zwei Millionen Euro der Umstieg von schätzungsweise 170 Taxis bezuschusst werden. 

Die Unterlagen dazu können ab sofort heruntergeladen werden. Zudem hat das Referat ein Servicetelefon eingerichtet: von Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr unter der Nummer 089/ 23 34 77 11.

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