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Stadtrat entscheidet

Grünes Licht für „Bellevue di Monaco“

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München - Es hatte sich abgezeichnet, jetzt ist die Entscheidung offiziell: „Bellevue di Monaco“ soll die Gebäude an der Müllerstraße 2-6 nutzen, um dort eine Begegnungsstätte für Flüchtlinge und Münchner einzurichten.

Der Stadtrat hat die bisherigen Pläne für den Standort in der Vollversammlung am Mittwoch gekippt. Unklar ist allerdings noch, wie die Vergabe rechtlich vonstatten gehen soll.

Zunächst aber hat der Stadtrat ein klares Signal für „Bellevue di Monaco“ gegeben. „Das ist das richtige Projekt zur richtigen Zeit“, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). „Ich freue mich über den Startschuss für das Projekt.“

Das Bündnis, das aus dem bayerischen Flüchtlingsrat, den „Goldgrund“-Aktivisten und zahlreichen anderen Unterstützern besteht, will in dem Zentrum für neu ankommende Flüchtlinge unter anderem ein Café, Beratungsangebote und eine Beherbergungsstätte umsetzen.

„Das Projekt ist ein schönes Symbol dafür, dass Flüchtlinge in München gut auf- und angenommen werden“, sagt SPD-Stadträtin Beatrix Zurek. Integration funktioniere nur da, wo die Chance zum Austausch und zur Teilhabe bestehe. Auch der Zweite Bürgermeister Josef Schmid (CSU) hatte die Idee für das Projekt im Vorfeld gelobt. „Ich begrüße die heutige Entscheidung des Stadtrats“, so Schmid.

Nun ist lediglich die Frage, ob die Flächen aus juristischer Sicht direkt an Bellevue di Monaco vergeben werden können. „Wir wollen alle eine Direktvergabe“, betonte OB Reiter. Die müsse aber rechtlich sicher sein. „Wir werden im Prozess mit der Regierung von Oberbayern abstimmen, ob die Direktvergabe funktioniert“, kündigte Kommunalreferent Axel Markwardt (SPD) an.

Ursprünglich sollte das Gebäude an der Müllerstraße 6 saniert, die Gebäude 2-4 abgerissen und neu gebaut werden. Das war das Ergebnis einer langen Diskussion im Stadtrat. 23 Sozialwohnungen hätten dort entstehen sollen. Das ist nun vom Tisch.

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