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Längst prägen SUVs und Geländewagen auch das Bild auf den Straßen in den Städten - und nicht nur außerhalb.

Städter stehen auf Geländewagen

Dicke Schlitten nehmen zu: Über 50 Prozent mehr SUV’s in München

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In München gibt es einen neuen Rekord bezüglich SUV-Neuzulassungen zu verbuchen. Trotz Umwelt-Debatte haben sich so viele Menschen wie noch nie einen der trendigen Crossover-Modelle zugelegt.

München - Größer, stärker, sportlicher! Stadtgeländewagen, sogenannte SUVs (englisch: „Sports Utility Vehicles“), boomen. Nach den neuesten Angaben des Statistischen Amts haben die Münchner im vergangenen Jahr 2017 ganze 51 Prozent mehr SUVs zugelassen als 2016. Insgesamt 18.100 neue SUVs – das sind zehn Prozent der gesamten Neuzulassungen. Rekord in München!

Ärger beim Parken - Doch München ist eine SUV-Stadt

In ganz Deutschland sind die dicken Schlitten im Trend: Im November war jeder fünfte gekaufte Neuwagen ein SUV. Auch in Zeiten des Klimawandels waren nur sechs Prozent der Käufe umweltfreundliche Autos wie Hybrid- oder Elektrofahrzeuge. Stattdessen greifen Käufer in der Regel lieber zu schnellen und schweren Schlitten. Im Schnitt hatten die neu zugelassenen Autos im vergangenen Jahr 151 PS – 2010 waren es 130 PS. Am CO2-Ausstoß durch den Verkehr sind Autos mit über 135 PS zu mehr als der Hälfte beteiligt.

Für holprige Strecken prima, fürs Parken eher mau: Laut Automobil-Club Verkehr (ACV) sind SUV-Fahrer für Park-Ärger verantwortlich – weil diese Art von Fahrzeugen oft zwei Plätze blockiert. Trotzdem wird München zur SUV-Stadt – weil die großen Autos den Ruf der Sicherheit und Familienfreundlichkeit haben. Und vielleicht geht’s ja auch ein bissl um den Fahrspaß...

SUV-Boom in München: Das denken die Einwohner

Das ist schlecht für die Umwelt: Es fällt schon auf, dass es extrem viele SUVs in der Stadt gibt. Für die Umwelt ist das natürlich nicht gut. Und viel Platz auf den Straßen brauchen SUVs auch noch. Aber ich verstehe schon, dass man viel Platz im Auto braucht - vor allem, wenn man Kinder hat und die Einkäufe transportieren muss. Anne Schira (36), Juristin

Ein Elektroauto zum Ausgleich? Eigentlich brauche ich keinen SUV, weil ich nur fünf Minuten am Tag Auto fahre. Wenn ich meine Kinder in den Musikunterricht bringe, ist ein großer Kofferraum aber wirklich praktisch. Ich überlege mir jetzt aber, ob ich mir ein Elektroauto kaufen soll. Das wäre ein Ausgleich. Manja Bäumler (40), Vermögensberaterin

Diesel-Skandal: Angela Merkel kündigte die Aufstockung des Förderprogramms für saubere Luft an, es werde um eine halbe Milliarde erhöht.

Kathrin Braun

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