Nicht finanzierbar

U-Bahn: Auch FDP kritisiert CSU-Vorstoß

Die U-Bahn-Pläne der Stadtrats-CSU stoßen weiter auf Kritik. Nach SPD, Grünen und dem Münchner Forum äußert sich auch die Münchner FDP negativ.

München - Die CSU hatte vorgeschlagen, mit einer neuen Tochtergesellschaft Infrastrukturprojekte zu finanzieren. Bürger, vor allem aber öffentliche Träger, könnten Anteile erwerben und so die Finanzierung stemmen. Die Trassen würden für den Betrieb an die Münchner Verkehrsgesellschaft vermietet. 

Das sei völlig daneben, sagt die FDP. „Bei einem Investitionsvolumen von zehn Milliarden Euro entstünden bei einer realistischen Rendite von vier Prozent und einer Tilgung von einem Prozent ein jährlicher Liquiditätsbedarf von 500 Millionen Euro, den die MVG bräuchte, wenn sie die U-Bahn-Linien anmieten würde“, sagt FDP-Chef Fritz Roth. Das Geld müsste sich die MVG von den Fahrgästen wiederholen. Das ginge nur über Preiserhöhungen, so Roth. Die Behauptung der CSU, die Bürger könnten sich über die Rendite ihre Isarcard refinanzieren, stimme also nicht. Roth: „Gleichzeitig fordert Bürgermeister Josef Schmid die Nullrunde bei den MVV-Tarifen. Das passt alles nicht zusammen.“

Zuvor hatten auch die SPD und Grüne sowie Verkehrsplaner den Vorschlag kritisiert. Letztere betonten, ein U-Bahn-Ausbau setze falsche Prioritäten beim Nahverkehrsausbau. 

mm/tz

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Post-Ärger wegen langer Wartezeiten - OB soll schlichten
Stundenlange Wartezeiten an den Postfilialen in der Angererstraße und in der Sparkassenstraße - die Bürger sind nicht mehr bereit das hinzunehmen. Nun soll die …
Post-Ärger wegen langer Wartezeiten - OB soll schlichten
S-Bahn München: Erneuter Stellwerksausfall auf der Linie S7
In unserem News-Ticker informieren wir Sie über Störungen und Verspätungen auf Münchens S-Bahn-Linien. 
S-Bahn München: Erneuter Stellwerksausfall auf der Linie S7
Christkindlmarkt am Marienplatz wird mit Betonsperren abgesichert
Attentäter Anis Amri tötete in Berlin mit einem Lkw Weihnachtsmarktbesucher. In München reagiert das KVR auf die Gefahr von derartigen Anschlägen und stellt …
Christkindlmarkt am Marienplatz wird mit Betonsperren abgesichert
Schock-Zahlen! Jeder Sechste in München muss in Armut leben
Die Zahlen aus dem aktuellen Münchner Armutsbericht sind schockierend: Jeder Sechste in München muss in Armut leben. Immer mehr Menschen stehen im sozialen Abseits.
Schock-Zahlen! Jeder Sechste in München muss in Armut leben

Kommentare