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Die Meridian-Passagiere mussten zum nächsten Bahnübergang über das Gleis laufen. 

Meridian-Passagiere mussten laufen

“Herwart“ im News-Ticker: Die Region hat die Sturmböen überstanden! 

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Ein Ausflug im Freien ist am Sonntag wirklich nicht zu empfehlen - es ist richtig stürmisch draußen. Bahnstrecken und Autobahnen sind teilweise vollständig gesperrt, Feuerwehr und Polizei stundenlang im Einsatz.

  • Herbststurm „Herwart“ verschonte auch München und das Umland nicht verschont.
  • Größere Schäden blieben glücklicherweise aus, jedoch gab es viele umgestürzte Bäume und andere Sachschäden
  • Zum Abend hat sich die Wetterlage beruhigt, nur oben in den Alpen bleibt es weiter stürmisch. 

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18.31 Uhr: Die Wetterlage hat sich zum Abend merklich beruhigt. Der Deutsche Wetterdienst hat für die Region München keine Unwetterwarnung mehr. Nur noch den Alpen gibt es eine amtliche Warnung vor schweren Sturmböen oberhalb von 1500 Meter. Dort oben in den Bergen können Böen bis zu 90 km/h auftreten. Ansonsten scheint das Schlimmste überstanden.

Weitaus schlimmere Auswirkungen, auch noch aktuell, hatte „Herwart“ in Norddeutschland. Der Bahnverkehr ist dort bis Montag lahmgelegt. Die Sturmflut in der Nacht hat auf der ostfriesischen Insel Wangerooge Massen an Sand weggespült und in Niedersachsen ertrank ein 63-Jähriger. 

16.52 Uhr: Die Unwetterwarnung für Stadt- und Landkreis München wurde aufgehoben, ebenso für die Landkreise Ebersberg, Starnberg, Fürstenfeldbruck und Dachau. Dort rechnet der Deutsche Wetterdienst bis zum Abend nur noch mit Winböen bis 60 km/h. Unwetterwarnungen der Stufe 3 bestehen nur noch in der Alpenregion. Hier warnt der DWD weiterhin vor Orkanböen oberhalb von 1000 Meter. Diese Unwetterwarnungen gelten noch bis 18 Uhr. 

16.39 Uhr: Gegen 12.15 Uhr kam es zu einem Zugunfall im Mangfalltal im Landkreis Rosenheim. Ein Meridian-Zug wurde im Gemeindegebiet von Feldkirchen-Westerham von einem Baum gestoppt, der auf den Gleisen lag und zuvor noch eine Oberleitung mitgerissen hatte. Wie ein Sprecher der Bayerischen Oberlandbahn mitteilte, wurde niemand verletzt. Der Schaden an dem Fahrzeug sei nur gering.

Die Meridian-Passagiere mussten zum nächsten Bahnübergang über das Gleis laufen. 

Der Zug musste evakuiert werden, nachdem die Oberleitung von der DB Netz geerdet wurde. Dann wurden die Zugpassagiere, geführt von Feuerwehrkräften, über das Gleis zu einen Bahnübergang gebracht, wo sie ein Kleinbus zum Bahnhof Westerham brachte. Von dort ging die Zugfahrt mit einem anderen Meridian weiter nach Rosenheim. Die Strecke zwischen Holzkirchen und Westerham ist aktuell noch immer gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr ist eingerichtet. 

15.05 Uhr: Im Berchtesgadener Land gab es seit dem Morgen über 100 Sturmeinsätze für die Feuerwehren, berichtet BGLand24.de*.

14.12 Uhr: Am Sonntagvormittag wurde die Bahnstrecke Penzberg-Iffeldorf wegen des Sturms gesperrt, noch voraussichtlich bis heute Abend, 20 Uhr. 

13.51 Uhr: Im Stadtgebiet von München hat der Sturm seit den frühen Morgenstunden für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr gesorgt. Insgesamt sind bis zum Mittag 83 Alarme eingegangen, wie die Feuerwehr mitteilt. 

Bei einem Einsätze in der Prager Straße (Milbertshofen - Am Hart) lösten sich Teile der Blechbedachung eines fünfstöckigen Gebäudes. Die Höhenrettungsgruppe der Feuerwehr München befestigte, soweit dies möglich war, die lockeren Bleche wieder an der Verschalung. Andere Elemente mussten abgetrennt und zu Boden gelassen werden. Da durch den Wind immer wieder lose Dachteile gegen das Wohnhaus schlugen und herunterfallen konnten, waren Bewohner aufgefordert, während der Arbeiten das Gebäude nicht zu verlassen. Die Feuerwehr war über dreieinhalb Stunden im Einsatz. 

13.19 Uhr: Ein Zug ist am Sonntag in Niederbayern in Regen mit einem umgestürzten Baum kollidiert. Der Lokführer und der Zugbegleiter wurden dabei verletzt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Beide wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die drei Fahrgäste der Waldbahn blieben unverletzt. Am Zug entstand ein Sachschaden im hohen sechsstelligen Bereich, die Zugstrecke musste gesperrt werden. Der Baum war wohl wegen des Sturms Herwart auf die Gleise gestürzt.

10.53 Uhr: Wie die Polizei mitteilt, kommt es im südlichen Oberbayern zu einem erhöhten Einsatzaufkommen für die Beamten. Seit Mitternacht gab es bereits 75 sturmbedingte Einsätze. Den Hauptanteil machen Verkehrsbehinderungen durch Äste oder Ähnlichem auf der Fahrbahn aus. Glücklicherweise wurden bislang keine Verletzten gemeldet.

Außerdem teilt das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mit, dass aufgrund des Sturms die A8 von 10:15 Uhr bis voraussichtlich 16 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt wird und zwar zwischen den Ausfahrten Neukirchen und Siegsdorf (Landkreis Traunstein). Grund hierfür ist laut Polizei die Gefahr durch umstürzende Bäume im Bereich des Voglinger Waldes. Umleitungen sind eingerichtet: Für die Fahrtrichtung Salzburg über die B306, B304 und die B20 und für die Fahrtrichtung München über die Kreisstraße 5.

In Berlin hat Sturmtief Herwart einen Baum entwurzelt. Solche Meldungen gibt es aus München und der Region zum Glück noch nicht.

10.43 Uhr: Wegen des Sturms gab es am frühen Sonntagmorgen eine Störung im Stromnetz im Raum Schongau. Nach Angaben der Polizei riss der Sturm in Bayern zahlreiche Bäume um. Auf Bayerns Straßen kam es dadurch am frühen Morgen zu Verkehrsbehinderungen. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. 

Die Feuerwehr war in Peiting an einem Hausdach im Einsatz.

9.52 Uhr: Auch im Bahnverkehr gab es im Freistaat am Vormittag wegen umgestürzter Bäume bereits Störungen. Zwischen Fürth und Cadolzburg (Landkreis Fürth) sowie Tutzing (Landkreis Starnberg) und Kochel (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) waren die Bahnstrecken zeitweise gesperrt.

8.51 Uhr: Die Grafinger Leonhardifahrt im Landkreis Ebersberg fällt heute aus - Grund dafür ist der Sturm. Auch der Stadtlauf in Puchheim an diesem Sonntag musste abgesagt werden.

8.44 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst rechnet damit, dass der Sturm in Bayern am Sonntagvormittag seinen Höhepunkt erreicht. Im Flachland müsse mit orkanartigen Böen von bis zu 115 Stundenkilometern gerechnet werden, teilte ein Sprecher mit. Im östlichen Mittelgebirge und im Alpenraum seien auch Orkanböen möglich.

Sturmtief Herwart: Zugverkehr in Teilen Deutschlands eingstellt

Nach Angaben der Polizei riss der Sturm in der Nacht zu Sonntag zahlreiche Bäume um. Auf Bayerns Straßen kam es dadurch am Sonntagmorgen zu Verkehrsbehinderungen. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.

8.23 Uhr: Wegen des Sturmtiefs „Herwart“ hat die Deutsche Bahn hat ihren Zugverkehr am Sonntagmorgen in weiten Teilen Deutschlands eingestellt. Wer heute also reisen möchte, sollte sich frühzeitig informieren, ob sein Zug auch fährt.

6.24 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat seine Unwetter-Warnung in der Nacht nochmal verschärft. Orkanartige Böen können noch bis 14 Uhr auftreten. Deswegen wurde beispielsweise der Marktsonntag der Stadt Fürstenfeldbruck am heutigen Sonntag abgesagt.

Entwicklungen vom Samstag

20.08 Uhr: Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt, gilt von Sonntagmorgen, 3 Uhr, bis zum Sonntagvormittag (11 Uhr) eine amtliche Unwetterwarnung vor orkanartigen Böen für die Landeshauptstadt, aber auch für die umliegenden Landkreise im Osten und Süden Münchens. Erwartet werden Böen bis zu 115 km/h aus westlicher, später aus nordwestlicher Richtung. Es können dadurch zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Auch herabstürzende Äste oder Dachziegel können eine Gefahr werden.

19.25 Uhr: Von Bergwanderungen ist dringend abzuraten: Es ist laut dem DWD bis zum späten Sonntagabend oberhalb von 1000 Metern mit Orkanböen zwischen 100 bis 130 km/h zu rechnen. 

18.09 Uhr: Herbststurm „Herwart“ ist bereits in Norddeutschland im Anmarsch. Das Volksfest Freimarkt Bremen wurde aus Sicherheitsgründen am Samstag schon um 18 Uhr geschlossen, wie das Nachrichtenportal kreiszeitung.de berichtet*. Seine volle Kraft dürfte „Herwart“ über ganz Deutschland im Laufe des Sonntagvormittags entfalten.

Alle Sturm-Entwicklungen in ganz Deutschland lesen Sie hier in unserem Nachrichtenticker.

Meteorologe Sebastian Schappert zur bevorstehenden Sturmlage

Voraussichtlich fällt „Herwart“ jedoch nicht ganz so stark aus wie „Xavier“ Anfang Oktober. Das Fortschreiten des Herbstes könnte zudem dazu beitragen, dass er weniger zerstörerisch wirkt als sein Vorgänger: Die Bäume tragen weniger Laub als vor vier Wochen und bieten damit weniger Angriffsfläche.

* BGLand24.de, kreiszeitung.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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