Erneuter Rückruf bei BMW - Mehr als eine Million Fahrzeuge betroffen

Erneuter Rückruf bei BMW - Mehr als eine Million Fahrzeuge betroffen
Michal Chudy in seinem Cargocruiser. So heißen die überdachten Lastenradl. 20 Kilometer ist er damit täglich unterwegs.

Gut für die Luft und die Umwelt

UPS liefert seine Pakete jetzt auf besondere Art und Weise aus

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UPS liefert die Pakete jetzt mit dem Rad aus. Das ist gut für die Luft, die Umwelt  - und die Bilanz. Dadurch wird die Stadt sauberer.

München - „Ja, mia san mim Radl do.“ Dieses Liedchen könnte Michal Chudy (36) eigentlich täglich trällern, wenn der UPS-Mann wieder Pakete auf seinen Lasten-Drahtesel hievt. Wenig später strampelt er dann los – für saubere Luft in unserer Stadt. Seit neun Monaten nimmt das amerikanische Logistik-Unternehmen UPS nun am Projekt „City2Share“ teil – mit markantem Erfolg.

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Das Prinzip ist einfach: Statt mit dem Auto werden Kunden mit dem Allwetter-Radl (siehe oben) beliefert. Heißt: Morgens per Lkw-Container rein in die Stadt, vom Standort am Schlachthof, im Glockenbachviertel oder an der Kidlerstraße folgt dann die Feinverteilung mit dem „Cargobike“, abends Container wieder raus aus der Stadt. Und Michal Chudy und seinen neun Kollegen macht das Strampeln Spaß, wie er sagt: „Ich tausche mein Rad nie mehr gegen einen Lieferwagen. Ich habe viel weniger Stress.“ Jahrelang lieferte er mit einem Diesel-Brummi Packerl aus. Bugsierte das Fahrzeug durch die engen Straßen der Stadt. Nun radelt er jeden Tag bis zu 20 Kilometer – bei jedem Wetter. „Man muss sich passend anziehen, dann geht’s“, sagt der 36-Jährige.

UPS liefert Pakete per Rad aus – gut für die Luft & die Bilanz

Der Effekt ist echt sauber: 24 Tonnen Kohlendioxid habe der Konzern in den neun Monaten eingespart, so das Unternehmen. Die Fahrer ersetzen vier von fünf Dieselfahrzeugen in der Altstadt, Ludwigs- und Isarvorstadt sowie in Sendling. Bislang sei noch kein Unfall passiert, sagt UPS-Projektleiter Peter Bloesl. Angetrieben werden die Cargo-Cruiser neben der Muskelkraft auch mit einem Elektromotor. Der Preis pro Fahrzeug: 15 000 Euro. Zudem sind sechs Lastenradl ohne Motor im Einsatz, auch für Kurzstrecken.

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UPS will nun das Zustellgebiet der Kuriere erweitern. Inzwischen fahren sie vom Viktualienmarkt bis zum Harras, von der Isar bis zur Theresienwiese. „Denn es rechnet sich“, stellt UPS-Sprecher Klaus Stodick fest. Ökonomisch und Ökologisch.

Lastenradl sind der Renner

Lastenfahrräder sind wieder groß im Kommen.

Lastenfahrräder sind wieder groß im Kommen. Wie früher: Denn bis in die Sechzigerjahre gehörten die Transport-Drahtesel zum Münchner Stadtbild: Bäcker lieferten damit ihre Semmeln aus, Handwerker schafften so ihre Materialien von Baustelle zu Baustelle, Einzelhändler brachten Lieferungen zu den Kunden. Im Jahr 1985 wurde dann der erste Radlkurierdienst in München auf die Beine gestellt. Mit riesigem ­Erfolg. Inzwischen gibt es nach den Jahren des Auto-Booms wieder unzählige Firmen, die Waren mit dem Radl ausliefern. Darunter die Fahrer von Delivery Hero (dazu gehören Foodora, Pizza.de und Lieferheld). Genauso wie beispielsweise Lieferando und der Online-Gigant Amazon.

Regina Mittermeier

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