+

Wir haben nachgefragt

Wer ein Handy in der S-Bahn findet, sollte unbedingt etwas wissen

  • schließen

Ein Mann findet in der S-Bahn ein Handy und postet ein Beweisfoto auf Facebook. Vielleicht findet er so den Besitzer. Doch manche Leute schimpfen, er habe sich falsch verhalten. Eine Diskussion entsteht - und wir fragen bei der S-Bahn München nach. 

München - Unsere Redaktion hat nützliche Facebook-Gruppen gegründet: eine für jede S-Bahn-Linie. Darin informieren sich Pendler über Störungen und Verspätungen und bilden Fahrgemeinschaften oder teilen sich die Taxikosten, wenn ein Zug ausfällt. In der S2-Gruppe wird der Besitzer eines Smartphones gesucht, das er in der S2 im Landkreis Dachau liegen gelassen hat: Es ist ein schwarzes Samsung Galaxy S 7, das neu ein paar hundert Euro kostet. Doch der ehrliche Finder muss Kritik einstecken. 

Andreas M. postet dieses Foto eines Samsung Galaxy S 7 auf Fcebook. 

Ein User kommentiert: „Immer dieses ewige Mitnehmen und Posten bei Facebook. Was ist, wenn derjenige kein Facebook hat oder es nicht sieht?“ Der Finder hätte es nicht behalten sollen, das sei Diebstahl. Andere verteidigen den Mann und ärgern sich über solche „neunmalklugen Kommentare“. Eine Userin schreibt, sie habe sich damals genau wie dieser Finder verhalten - der Besitzer rief sein Handy an und verabredete sich mit ihr. Und welches Verhalten ist laut S-Bahn München korrekt? Idealerweise sollte das Fundstück am selben oder am nächsten Tag zur Fundstelle am Hauptbahnhof gebracht werden - die befindet sich in der Nähe der Schließfächer.

Alternativ könnten gefundene Gegenstände an der DB-Information (in München sind diese am Hauptbahnhof, am Bahnhof Pasing und am Ostbahnhof) oder in jedem DB-Reisezentrum abgeliefert werden. Erscheint das zu umständlich, könnten Finder zur nächst gelegenen Polizeistation oder einem Fundbüro gehen. 

Niemals aber sollten Fahrgäste beim Lokführer klopfen oder den Notfallknopf drücken. „Wegen einer Fundsache sollten nicht unsere Fahrer gestört werden“, sagt der S-Bahn-Sprecher. Jeder, der regelmäßig S-Bahn fährt, wisse, was ein unplanmäßig längerer S-Bahn-Halt bedeutet: Verspätungen und Stau auf der Stammstrecke.

Lesen Sie hier eine Geschichte aus unserem Archiv: Darum ist ein S-Bahn-Fahrer mit dieser Kuschelkuh unterwegs.

sah    

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Verzögerungen auf der Stammstrecke: Mann muss ärztlich versorgt werden
Zahlreiche Pendler sind auf den S-Bahn-Verkehr angewiesen. Doch immer wieder kommt es zu Störungen, Sperrungen und Ausfällen. In unserem News-Ticker informieren wir Sie …
Verzögerungen auf der Stammstrecke: Mann muss ärztlich versorgt werden
Weil Mode für Schwangere peinlich ist, haben zwei Münchnerinnen clevere Geschäftsidee
Zwei Münchnerinnen haben eine noch fast unbesetzte Nische in der Modebranche gefunden: selbstironische T-Shirts für Schwangere und Mütter - mit aufgemalten Brüsten und …
Weil Mode für Schwangere peinlich ist, haben zwei Münchnerinnen clevere Geschäftsidee
Mutter steht mit Kind im Hauptbahnhof - plötzlich begrapscht ein junger Kerl ihre Brüste
Am Mittwochmorgen wurde eine Mutter von einem Obdachlosen sexuell belästigt. Ihr Mann sorgte später für die Festnahme des Täters. 
Mutter steht mit Kind im Hauptbahnhof - plötzlich begrapscht ein junger Kerl ihre Brüste
Fahrverbot bald auch bei uns?
Hamburg sperrt die Stinker aus! Ab 31. Mai gelten in der Hansestadt Diesel-Fahrverbote – bundesweit die ersten. Der Druck auf die Kommunen wächst – auch auf München.
Fahrverbot bald auch bei uns?

Kommentare