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Aus der „Womom“-Kollektion.

Selbstironische T-Shirts

Weil Mode für Schwangere peinlich ist, haben zwei Münchnerinnen clevere Geschäftsidee

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Zwei Münchnerinnen haben eine noch fast unbesetzte Nische in der Modebranche gefunden: selbstironische T-Shirts für Schwangere und Mütter - mit aufgemalten Brüsten und „Mutti“-Aufdruck. Sich genau jetzt über Mutter-Klischees lustig zu machen, hat einen wichtigen Grund.  

München - Die Botschaft, die die zwei Gründerinnen des Labels „Womom“ aussenden wollen, kommt an: (Werdende) Mamas, ihr seid stark! Und ihr braucht euch nicht in uncoole Kleidung stecken.

Ihre Gründungsgeschichte haben die Frauen von „Womom“ schon vielen Zeitschriften, Zeitungen und Online-Newsseiten erzählt: Kerstin Rothkopf wurde ungeplant schwanger, damals standen Abschlussprüfungen an der Meisterschule für Mode und Grafik an. Die Mode für Schwangere, die auf den Kleiderbügeln in kleinen Extra-Abteilungen der Münchner Läden hingen, hätten sie damals genervt, erzählt sie zum Beispiel dem Radiosender Puls des Bayerischen Rundfunks. Zu niedlich mit den Streublümchen oder zu peinlich – „niemand braucht eine bunte Melone auf dem Bauch, um zu zeigen, dass man schwanger ist“, sagt Rothkopf der Welt. Das habe nicht ihrem Stil entsprochen. 

„Man bekommt automatisch den Mutti-Stempel aufgedrückt“

Mach‘ doch was aus deiner Unzufriedenheit, hatte ihr ihre Lehrerin geraten. Kerstin Rothkopf hörte auf sie und tat sich mit ihrer Grafik-Kollegin Annette Granados (ebenfalls Mutter) zusammen. „Der Fakt, dass man als Mutter weiterhin ein ganz normaler Mensch bleibt und Bedürfnisse hat“, habe die zwei Frauen verbunden, erzählt Rothkopf der Welt. Ihr sei aufgefallen, wie unsere Gesellschaft Mütter und Nicht-Mütter voneinander trennt - auch in der Mode. „Allgemein ist es so, wenn eine Frau zur Mama wird, bekommt sie automatisch den Mutti-Stempel aufgedrückt“, sagt Rothkopf und stellt die rhetorische Frage: „Warum sollte man da in eine extra Schublade gesteckt werden?“ 

Im vergangenen Sommer ging der Shop „Womom“ online. Auf den T-Shirts sind zum Beispiel Brüste aufgemalt und „Mutter“ oder „Milk“ aufgedruckt – „als Mutter fühlt man sich eben oft wie eine wandelnde Zapfsäule oder eben eine Milchpackung“, erklärt Rothkopf.

Das Team der nach eigenen Angaben in Bangladesh und Indien fair produzierten Oberteile (Drucke und Stickereien erfolgen dann daheim in München) ist gewachsen. Tatjana Peco, die zunächst für das Label gemodelt hat, ist jetzt für das Styling zuständig. Und dann gibt es noch eine PR-Managerin in Berlin: Sophie, die einzige, die keine Mutter ist. 

Wie denken Sie, liebe Leserinnen, über Mode für (werdende) Mütter? Können Sie die Kritik der „Womom“-Gründerinnen nachvollziehen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung in die Kommentare. 

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sah

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