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Ein geheimer Millionärs-Club wird zum Schauplatz für einen „München Mord“-Krimi im ZDF.

Mysteriöser Laden sorgte für Wirbel

Dekadenter Geheimclub in München plötzlich wieder Stadtgespräch - im ZDF wird er Krimi-Schauplatz

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Der „Contenance Club“ war ausdrücklich einer elitären Klientel vorbehalten – Jahresbeitrag: 50.000 Euro. Nun dient er als Schauplatz für einen TV-Krimi im ZDF.

München - Die Geschichte des „Contenance Club“ in München, der vor zwei Jahren für Wirbel sorgte, ist schon alleine filmreif. Da braucht es gar keinen TV-Mord. Nun kommt der ehemalige Edel-Laden ins Fernsehen. 

Der ZDF-Samstagskrimi „München Mord“ untersucht in einer neuen Folge einen Mordfall. Die Recherche führen die Kommissare in einen Millionärs-Club. Teile des Films wurden in dem ehemaligen Reichen-Club in München gedreht. 

„Contenance Club“ in München: Was war das?      

Einflussreiche Münchner Herren öffneten vor zwei Jahren einen Edel-Club in einem 350 Jahre alten Bierkeller. Bis auf einen Mann blieben die anderen Initiatoren anonym. Der Münchner Merkur und dietz durften damals die heiligen Hallen besuchen

Nur ausgewählte Gäste und Mitglieder konnten den Glamour-Schuppen betreten. Vorausgesetzt, sie bezahlten die Jahresgebühr von 10.000 bis 50.000 Euro. Ein Shuttle brachte die Gäste in den Prunk-Keller, durch verschachtelte Gänge sollte der Ort geheim bleiben. 

Zu trinken gab es Champagner von Laurent-Perrier und Beluga-Vodka. Auf dem Teller landete Kaviar und Kobe-Rind. An den Wänden: Gold und viel Bayern-Romantik. König Ludwig II. in voller Pracht.

Gecastete Models durften nicht reden

Ausgewählte Frauen, unter 35 Jahre und 53 Kilo Körpergewicht, sollten den reichen Männern einen schönen Abend bereiten, berichtete damals die Abendzeitung. Die Damen waren aber mehr Deko, als nette Gesprächspartnerinnen: Sie durften nicht reden. Lediglich wenn die Gäste sie ansprachen, war es den Frauen erlaubt zu antworten. 

ZDF-Krimi erzählt Geschichte eines Münchner Edel-Clubs

Die Krimi-Reihe „München Mord“ erzählt nun diese Geschichte, in Verbindung mit einem ausgedachten Mord: Auf einem Friedhof wird in einer Mülltonne eine Leiche gefunden. Ein Kommissar vermutet Zusammenhänge der Tat im Münchner Untergrund. Die Nichte des Verstorbenen erwähnt einen geheimen Untergrund-Club. Die Ermittler müssen unbedingt in den streng abgeriegelten Club kommen, um den Mord aufklären zu können. 

München: „Contenance Club“ muss nach kurzer Zeit schließen

Die Polizisten bei „München Mord“ suchen den Millionärsclub in der Nähe des Stiglmaierplatzes. Schließlich kommen die Beamten in den Untergrund-Klub. Im Film heißt der Schuppen „we are us“, zu bayerisch „Mia san mia“. Eine beleuchtete Büste König Ludwig II. ist zu sehen, Frauen laufen in goldenen Kleidern und zur Bayernhymne durch den Keller.

Ob es in Wahrheit auch so war, bleibt dahingestellt. Der echte Club jedenfalls war, wie sich später herausstellte, in der Lindwurmstraße 122 zu Hause. Nicht mal die Rolling Stones durften in den Luxus-Tempel. Erfolgreich war das Reichen-Etablissement aber nicht: Der „Contenance Club“ hat im vergangenen Jahr wieder zugemacht. 

Die „München Mord“-Folge „Die Unterirdischen“ wird am 21. September (20.15 Uhr) im ZDF ausgestrahlt.

Dunkelheit regt die Kreativität an. Zumindest bei einigen Hotelgästen scheint das so zu sein. Ein Rezeptionist aus München schildert seine kuriosesten Erlebnisse.

 

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