+
Hält an den Vergewaltigungs-Vorwürfen fest: Nadine S. (23) mit ihrem Anwalt Stephan Lucas.

Schlimme Vorwürfe landen vor Gericht

Das Hüllenlos-Model und der Manager: Was geschah wirklich im Hotel?

  • schließen

Die mutmaßliche Vergewaltigung eines Playboy-Models wird neu aufgerollt: Nadine S. erhebt weiter schwere Vorwürfe gegen den Manager, den sie einst im Crowns Club kennengelernt hat.

München - Heiße Küsse, wilder Sex. Doch am Ende standen schlimme Vorwürfe im Raum: Hat Murat K. (28, Name geändert) das Playboy-Model Nadine S. (23) vergewaltigt? Ein zweites Mal beschäftigt dieser Fall das Landgericht. In der Disco Crown’s Club hatten sich der Manager und die hübsche Brünette Ende Dezember 2014 kennengelernt. „Sie hat mich angesprochen und sagte: ‚So wie du tanzt, bist du sicher auch gut im Bett.‘ Wir fanden uns sofort attraktiv. Dann sind wir in die Damen-Toilette gegangen und hatten Sex.“

Doch dabei blieb es nicht. Gemeinsam fuhren Murat K. und das Model danach in ein Hotel in Haidhausen. Ab da gehen die Ansichten aber stark auseinander. Denn Murat K. berichtet von einer Liebesnacht. Nadine S. behauptet , dass sie vergewaltigt wurde. „Es war furchtbar. Er hat mich auch gewürgt.“

Soll Nadine S. vergewaltigt haben: Murat K. (28).

Murat K. soll Nadine S. unter Vorwand ins Hotel gelockt haben

Schon 2016 hatte sich das Landgericht mit dem Fall befasst. Auch damals erhob Nadine S. schwere Vorwürfe und Murat K. stritt die Tat ab. Weil sich das Model immer wieder in starke Widersprüche verstrickt hatte, forderte am Ende sogar die Staatsanwaltschaft einen Freispruch für den Angeklagten. Aber das Landgericht sprach Murat K. der Vergewaltigung schuldig und verurteilte den Manager zu zwei Jahren und neun Monaten Haft. Doch das Urteil ist bis heute nicht rechtskräftig, der Bundesgerichtshof kippte es im Oktober 2017. Begründung: Die Beweisführung sei lückenhaft gewesen. Deshalb wird der Fall seit Donnerstag neu verhandelt. Mit Stephan Kirchinger befasst sich nun ein anderer Richter damit.

Die Vorwürfe bleiben: Die Staatsanwaltschaft wirft Murat K. Vergewaltigung und Körperverletzung vor. Er habe Nadine S. unter dem Vorwand ins Hotel gelockt, dass auch ihre Freundin dort warte. Im Zimmer sei es zum Austausch von Zärtlichkeiten gekommen, dann aber habe Nadine S. gehen wollen. Laut Anklage hat K. das nicht zugelassen, sondern sie brutal vergewaltigt. „Meine Mandantin leidet bis heute unter dieser Geschichte und möchte endlich abschließen“, sagt ihr Anwalt Stephan Lucas.

Murat K. streitet die Tat ab. Er sagt: „Wir hatten wilden Sex, aber einvernehmlich. Nach einer Stunde konnte ich nicht mehr. Wir haben uns ganz normal verabschiedet.“ Doch unmittelbar danach zeigte Nadine S. Murat K. an. Jetzt steht Aussage gegen Aussage.

Sexuell belästigt wurde am vergangenen Freitag am Freisinger Bahnhof eine 20-Jährige aus Oberschleißheim. Sie konnte sich nach heftiger Gegenwehr losreißen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ohne eine spezielle Maßnahme bricht das Münchner U-Bahn-System zusammen
Die Verkehrsprognose seitens Stadtrat für den öffentlichen Nahverkehr fällt ziemlich drastisch aus. Die Integration der neuen U-Bahn-Linie U9 ist unabdingbar, sonst …
Ohne eine spezielle Maßnahme bricht das Münchner U-Bahn-System zusammen
Schon wieder Sperrung der Stammstrecke: Münchner brauchen erneut Geduld
Die Oktober-Bauarbeiten an der Münchner Stammstrecke starten. An diesem Wochenende geht‘s weiter. Wer mit der S-Bahn in die Innenstadt möchte muss Geduld haben. 
Schon wieder Sperrung der Stammstrecke: Münchner brauchen erneut Geduld
Craftbeer-Oktoberfest: Der große Auftritt der kleinen Brauer
Das „Craftbeer Oktoberfest“ in der Münchner Reithalle dürfte unter den Liebhabern außergewöhnlicher Biersorten bis einschließlich Samstag ein besonderer Tipp sein.
Craftbeer-Oktoberfest: Der große Auftritt der kleinen Brauer
„Ich bin Münchner - ich bin Muslim“: Stadt startet Postkarten-Kampagne gegen Alltagsrassismus
Obwohl sie Münchner sind, fühlen sie sich hier nicht immer wohl. Nun startet die Stadt München eine Postkarten-Kampagne. 
„Ich bin Münchner - ich bin Muslim“: Stadt startet Postkarten-Kampagne gegen Alltagsrassismus

Kommentare