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Schon gewusst? Maximilian Frass zeigt sein „München Quiz“, das man als App auf sein Smartphone oder Tablet laden kann.

Student entwickelt Spiel

München Quiz: Für Saupreißn und Oberbürgermeister

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München - Der Student Maximilian Frass hat das „München Quiz“ entwickelt, das auch manch Alteingesessenen zum Schwitzen bringt.

Die meisten Münchner denken, der Nordturm der Frauenkirche wäre einen Meter höher als der Südturm. Dabei ragt er lediglich zwölf Zentimeter mehr in den Himmel. Nur eine von vielen kniffligen Fragen, die man über München stellen könnte. Antworten gibt Maximilian Frass. Der Student hat das „München Quiz“ entwickelt, das einem beim Faktenwissen rund um die Isarmetropole spaßig auf die Sprünge hilft.

Maximilian Frass ist nicht nur der geistige Vater. Er hat das „München Quiz“ als App für Smartphones und Tablets auch selber programmiert. Die über 300 Fragen rund um den Olympiapark, das Isartor und Ludwig II. bringen selbst alteingesessene Münchner Kindl mitunter gehörig ins Schwitzen.

 Die Idee für das Quiz hatte der Student schon länger. „Obwohl ich Münchner bin, wusste ich wenig über die Stadt“, gibt er zu. Er ist sich sicher, dass es auch anderen Münchnern so geht. „Viele wohnen schon ihr ganzes Leben hier, laufen täglich am Stachus vorbei und wissen gar nicht, woher der Name kommt“. Er stamme nämlich von einem einst ansässigen Wirt mit dem Namen Eustachi.

Wie man eine App programmiert, wusste Frass zuvor nicht. Er studiert Management und Technologie an der TU München und gleichzeitig Systems Engineering an der Hochschule München. „Mit der Informatik war ich zwar etwas vertraut, das Meiste habe ich mir aber selbst beigebacht“, sagt er. Über ein Jahr lang programmierte der Student in seiner Freizeit an dem Quiz. Der gesamte Programmcode und das Design stammen von ihm. Zusammen mit seinen Freunden und der Familie hat er die Fragen und Fakten gesammelt. „Wir haben die Fragen in Büchern und im Internet recherchiert und überprüft“, erklärt Frass. Kleine Infos im Spiel erklären Hintergründe zu den Fakten. In „lustiger Runde“ habe man sich auch die Level-Namen überlegt, denn der Spieler rät sich vom „Saupreiß“ über den „Kniebiesler“ zum „Oberbürgermeister“ durch.

 Mittlerweile schlagen ihm über die App aber auch Spieler Fragen vor. „Es freut mich, dass die Leute die Idee gut finden und sie unterstützen. Der Gedanke ist ja auch, dass man das Wissen teilt und andere Münchner damit überraschen kann.“ Erst letztens habe er von einer Spielerin eine Mail mit zehn neuen Fragen bekommen. „Ich habe deshalb schon sehr viel dazugelernt“, stellt er zufrieden fest. Mit zwei Masterstudiengängen ist Frass zwar sehr beschäftigt. Immer wieder nimmt er sich aber Zeit für Verbesserungen an seinem Quiz. „Manchmal setze ich mich dann drei Tage an den Computer, um Fehler zu beheben.“

 Bisher haben 1250 Nutzer das „München Quiz“ heruntergeladen. Für die Zukunft ist auch eine Rangliste geplant, um zu sehen, wer es bis zum Oberbürgermeister geschafft hat. Über Facebook hat Frass bereits Münchens OB Dieter Reiter gefragt, ob er es auch im Spiel schon zu seinem Amt geschafft habe. Eine Antwort stehe aber noch aus. Vielleicht weiß er ja, weshalb der Nordturm der Frauenkirche höher ist. „Es gibt zwar wildeste Theorien, warum der eine Turm höher ist“, stellt Frass fest. Aber ob fehlende Steine oder Baufehler die Ursache seien, das wisse er bisher nicht. „Es gibt also noch viele offene Fragen, die man mir schicken kann."

Mathias Tertilt

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