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Noch vor dem Jahr 2025 soll die Seilbahn realistiert werden. OB Reiter will sie ins öffentliche Tarifsystem integrieren 

Dem Verkehrschaos davonschweben

Spektakulärer Plan für 4,5-Kilometer-Seilbahn mitten durch München

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Kommt es wirklich dazu, dass Fahrgäste in München außer bei Bus, Tram und Bahn demnächst auch bei einer Seilbahn  einsteigen können? Die Chancen dafür sind gut.

Das Verkehrschaos gebiert neue Ideen: Die Stadt plant mit dem Freistaat eine Seilbahn über dem Frankfurter Ring. Die Strecke von 4,5 Kilometern soll zwischen den U-Bahn-Stationen Oberwiesenfeld und Studentenstadt verlaufen. Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) war „sofort begeistert“, sagte sie gestern bei einer Pressekonferenz. OB Dieter Reiter (SPD) teilt die Sympathie für den Seilbahn-Plan uneingeschränkt: „Eine rundum gelungene Idee.“

Das ist keine Touristen-Attraktion, sondern soll den heillos überlasteten öffentlichen Nahverkehr entlasten. Bislang fahren nur Busse am Frankfurter Ring – und die stehen oft im Stau auf einer der verkehrsreichsten Straßen Münchens. Die gerade Streckenführung – betrieben wird die Bahn mit Strom – wäre für einen Test im Realbetrieb ideal, ebenso die technische Machbarkeit.

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Die Seilbahn soll in etwa 50 bis 60 Meter Höhe über der Straße schweben. Energieverbrauch und Lärmbelästigung sind sehr gering, die Konstruktion benötigt lediglich kleine, abgegrenzte Baufelder für Stützen und Stationen. Die Kosten (mindestens 50 Millionen Euro) sollen sich Stadt, Land und Bund teilen. Mit im Boot ist die Schörghuber-Unternehmensgruppe, die an den Bergbahnen am Brauneck und am Spitzingsee beteiligt ist, also Erfahrung auf diesem Segment aufweist. Sie ist Impulsgeber bei dieser Sache und hat die Ideenskizze entwickelt. Jürgen Büllesbach, Geschäftsführer der Schörghuber-Tochter Bayerische Hausbau, saß gestern mit Reiter und Aigner am Tisch.

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Die Hausbau ist einer der großen Projektentwickler in München. Büllesbach sagt, man stoße immer wieder an Grenzen bei neuen Baugebieten. „Vor allem der Verkehr ist ein Problem. Wir beschäftigen uns daher mit innovativen Lösungsansätzen für die Infrastruktur.“ Weitere Verbindungen per Seilbahn wären zur Messe, zum Tierpark, zum FIZ von BMW oder auch als Alternative für die geplante U26 im Norden denkbar. 

4000 Personen pro Stunde, 32 pro Kabine

Die Bauzeit einer strombetriebenen Seilbahn wäre mit zwei bis zwei­einhalb Jahren wesentlich kürzer als bei U-Bahnen. Bei einer Geschwindigkeit von rund 29 Stundenkilometern können 32 Personen pro Kabine und 4000 Menschen pro Stunde und Richtung befördert werden - das sind 50 Prozent mehr, als eine Tram schafft. Die Kabinen sind barrierefrei zugänglich und ähneln dem Innenraum einer U-Bahn.

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