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Vorsichtige Radlerin: Carmen Beck aus Laim.

Wenig los bei Schnürlregen

So lief der erste Tag der Polizei-Aktion für Radler

Mehr als mau verlief der erste Tag dieser Polizei-Aktion:

München - Im ungemütlichen Dauerregen standen Beamte der Inspektion Neuhausen Montagfrüh an der Ecke Donnersbergerbrücke/ Arnulfstraße – mit dem Vorsatz, Autofahrer anzuhalten, die Radler beim Rechtsabbiegen behindern oder gar gefährden. Und Radfahrer darauf hinzuweisen, was sie besser machen können. „Wegen des Wetters sind aber kaum Radler unterwegs“, sagte Polizeihauptkommissar Roland Fischer. In knapp zwei Stunden wurden nur drei Autofahrer gestoppt, die beim Abbiegen etwas zu weit auf die Radlspur geraten waren. Die wenigen Radfahrer, die bei Schnürlregen unterwegs waren, fanden die Aktion gut. So wie Carmen Beck aus Laim. „Ich fühle mich allerdings eher durch andere Radfahrer gefährdet als durch Autofahrer“, sagte die 49-Jährige. Wenn sie merke, dass ein Autofahrer sie übersehen könnte, trete sie lieber auf die Bremse. „Ich bin ja das schwächste Glied in der Kette.“

Noch knapp zwei Wochen stehen Rechtsabbieger im Fokus der Polizei. Die Beamten überwachen gefährliche Stellen in der Stadt und belehren Radler und Autofahrer. Für Verkehrssünder kann es teuer werden: 70 Euro Strafe kostet es, wenn ein Autofahrer einen Radler in Gefahr bringt.

Hintergrund der Aktion: Häufig kommt es beim Rechtsabbiegen zu Unfällen zwischen Radlern und Autofahrern. Insgesamt registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 2222 verletzte Radler, knapp 318 davon zogen sich ihre Verletzungen bei einem Rechtsabbieger-Unfall zu – in etwa jeder Siebte. 

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