1. Startseite
  2. Lokales
  3. München
  4. Stadt München

17-Jähriger nach Streit in München getötet: Polizei fasst Täter - erste Erkenntnisse zum Motiv

Erstellt:

Von: Lucas Sauter-Orengo, Franziska Konrad

Kommentare

Rosenheimer Platz
Trauer am Rosenheimer Platz in München: Nach einer tödlichen Messer-Attacke starb der 17-jährige Alex. © Oliver Bodmer

Mit einem bislang unbekannten Gegenstand, wurde ein Jugendlicher in München tödlich verletzt. Auslöser war ein Streit. Nun ist der Täter gefasst.

Update, 17. Dezember, 13.08 Uhr: „Anlass dieser Pressekonferenz ist die Verhaftung eines Tatverdächtigen“, beginnt Stephan Beer, Leiter des Kriminalkommissariats 11, sein Statement. Wie bereits bekannt, kam es in einem Hinterhof am Rosenheimer Platz zur körperlichen Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen. Der Geschädigte wurde dabei lebensgefährlich verletzt und verstarb am Folgetag. Beide Tatverdächtige waren dann zunächst flüchtig, erklärt Beer das Tatgeschehen. Die Polizei habe noch am Tatabend eine Anwohnerbefragung durchgeführt.

Messer-Angriff in München: Mutmaßlicher Täter gefasst - Details zu Verdächtigem und Motiv klar

„In den letzten Tagen haben wir die Erkenntnisse verdichten können, sodass wir am Mittwochabend (15.12) einen Haftbefehl zu einem Tatverdächtigen hatten,“ führt Beer vor. Die Verhaftung geschah dann am gestrigen Donnerstag, 16. Dezember, um 9 Uhr in der elterlichen Wohnung des Tatverdächtigen, in der dieser dann widerstandslos festgenommen werden konnte.

Nach derzeitigen Ermittlungen, handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 16-jährigen ägyptischen Schüler, der bereits 14 Mal polizeilich in Erscheinung getreten ist. Das Motiv war, so Beer, ein Streit im Rahmen eines Drogengeschäfts, konkret ging es um Marihuana. Die Tatwaffe ist ein spitzer Gegenstand gewesen, so Beer. Ob es sich um ein Messer handelte, sei derzeit noch nicht klar.

Zum Schluss richtet Beer das Wort an den zweiten, noch flüchtigen Tatverdächtigen. „Melden Sie sich, bevor wir vor Ihrer Tür stehen,“ so Beer. Die Ermittlungen seien bereits weit fortgeschritten.

Update vom 12. Dezember, 13.24 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod eines 17-jährigen Münchners tappt die Polizei auf der Suche nach den Tätern weiter im Dunkeln. Bislang seien keine weiteren Hinweise zu den beiden Unbekannten eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagvormittag. Zeugen hatten diese als zwischen 16 und 17 Jahre alt beschrieben. Auch zum Auslöser des Streits gebe es zunächst keine neuen Erkenntnisse.

Junger Münchner stirbt nach Stichen: Bislang keine weiteren Hinweise zu Tätern

Der 17-Jährige war der Polizei zufolge nach einem Handgemenge am Samstag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Die beiden jugendlichen Begleiter des 17-Jährigen standen laut den Beamten zunächst unter Schock - entsprechend vorsichtig seien die Ermittler bei den Vernehmungen gewesen. Als Tatwaffe für die Stiche werde ein Messer vermutet, gesichert sei diese Erkenntnis bislang aber nicht.

Ursprünglicher Artikel vom 11. Dezember:

München - Zu einem folgenschweren Streit kam es am Freitagabend, 10. Dezember, im Münchner Stadtteil Haidhausen: Ein Jugendlicher wurde dabei tödlich verletzt - von den mutmaßlichen Tätern fehlt bislang jede Spur.

Am Freitag, 10. Dezember, gegen 18 Uhr wurde die Münchner Polizei über einen Schwerverletzten im Bereich des Rosenheimer Platzes informiert. Mehrere Streifenwagen fuhren daraufhin sofort zum Einsatzort. Dort stießen die Beamten auf einen schwer verletzen Jugendlichen samt seinen Begleitern und Ersthelfer.

Tötungsdelikt in München: Schwerverletzter bricht blutend zusammen

Nach aktuellem Ermittlungsstand befand sich der 17-jährige Münchner mit seinen zwei Begleitern zunächst in einem Hinterhof am Rosenheimer Platz. Zur Tatzeit kamen zwei unbekannte männliche Personen dazu - und begannen einen Streit. Die Auseinandersetzung entwickelte sich laut Polizeibericht zu einem Handgemenge. Im Anschluss entfernten sich die beiden unbekannten Tatverdächtigen fluchtartig.

Dabei nahm die 17-jährige Begleiterin des Opfers einen spitzen Gegenstand in der Hand eines Tatverdächtigen wahr. Im weiteren Verlauf entfernten sich der Verletzte sowie dessen Begleiter aus dem Hinterhof. Nach einer kurzen Strecke brach der Münchner blutend zusammen. Er wurde zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Dort starb er laut Polizei am frühen Samstagmorgen.

Streit in Haidhausen eskaliert: Jugendlicher stirbt - Polizei startet Zeugenaufruf

Nun ermittelt das Kommissariat 11 (Tötungsdelikte). Zur Spurensicherung musste der Tatort zweitweise gesperrt werden. Nach ersten Erkenntnissen stach einer der beiden unbekannten Täter mit einem spitzen Gegenstand in den Bereich des Oberkörpers des 17-Jährigen - und verletzte ihn dadurch schwer. Eine sofort eingeleitete Fahndung, an der sich mehr als zehn Streifen und die Bundespolizei beteiligten, verlief erfolglos.

Die Ermittlungen zum genauen Tatablauf, auch zu den Hintergründen und den Tätern. Diese werden von der Polizei wie folgt beschrieben:

Täter 1: Männlich, zirka 16-17 Jahre alt, braune Haare, buschige Augenbrauen, schwarze Jacke, blaue Jeans  

Täter 2: Männlich, zirka 16-17 Jahre, braune Haare, schwarze Jacke, weißer Kapuzenpullover

Die Polizei hat inzwischen auch einen Zeugenaufruf gestartet: Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Rosenheimer Platz, Rosenheimer Straße, Steinstraße, Weißenburger Straße und Weißenburger Platz etwas beobachtet? Insbesondere zu den beiden flüchtenden Tätern, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Noch mehr Nachrichten aus München lesen Sie hier. *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (kof)

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion