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Wo in München das Trinkwasser sprudelt

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Kühler Genuss: Passantin Andrea testet das Trinkwasser am Ida-Schumacher-Brunnen am Petersplatz. © Marcus Schlaf

München - Die Saison für 180 Münchner Brunnen ist wieder eröffnet. Und das nicht nur um der Idylle Willen. Was viele nicht wissen: 77 der Brunnen liefern Trinkwasser.

Liste der Münchner Trinkwasserbrunnen

Auch aus den bekannten Brunnen am Marienplatz und am Viktualienmarkt fließt genießbares Nass. Doch der ÖDP ist das zu wenig. Die Partei fordert mehr Wasserspender für Münchens Straßen und Plätze. Die Stadt lehnt ab – das sei schlicht zu teuer.

Das Münchner Wasser ist ausgezeichnet

Der ÖDP schwebt vor, dass in München so viele Wasserspender installiert werden, dass die Bürger jederzeit ihre Wasserflaschen auffüllen können. Schließlich sei das Münchner Wasser ausgezeichnet – oft besser als in Flaschen abgefülltes Wasser und obendrein preiswerter. Das Abfüllen und der Transport von in Flaschen verkauftem Wasser verbrauche zudem etwa 2000 Mal so viel Energie, wie Wasser, das direkt aus einem Wasserspender komme.

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Fischbrunnen © Marcus Schlaf

Bei der Stadt gibt man der ÖDP im Grunde Recht – lehnt den Antrag aber dennoch ab. Wasserspender flächendeckend aufzustellen sei wirtschaftlich nicht vertretbar, sagt Nina Lindinger, Sprecherin des Baureferats. Schließlich brauche jeder Spender einen Ab- und einen Zulauf und eventuell sogar Strom. Zudem sei es schwierig, im öffentlichen Raum geeignete Plätze zu finden. Heute befasst sich der Stadtrat mit dem Thema.

77 Brunnen liefern bestes Leitungswasser

Für durstige Münchner hat die Stadt in jedem Fall einen Trost parat: 77 der Münchner Brunnen liefern bestes Leitungswasser, das man jederzeit trinken kann und darf. Das gilt zum Beispiel für alle acht Brunnen am Viktualienmarkt. Auch im Fischbrunnen am Marienplatz fließt Trinkwasser, das gleiche gilt für den Heiliger-Winthier-Brunnen am Rotkreuzplatz, den Fischerbuaberl-Brunnen am Wiener Platz und den Bezold-Brunnen am Sendlinger Torplatz.

Laut Baureferat gibt es eine einfache Regel: Trinkwasser führen alle Brunnen, die nicht explizit mit einem Warnschild versehen sind, auf dem ein durchgestrichener Wasserhahn prangt. Die Wasserqualität der Trinkwasserbrunnen sei tadellos, nur könne man nicht ausschließen, dass die Hähne eines Wasserspeiers durch Kontakt mit Händen oder Mündern verunreinigt wurden. „Ich würde auch nicht empfehlen, das Wasser aus dem Becken zu trinken“, so Lindinger. Der Fischbrunnen eignet sich also eher schlecht als Trinkbrunnen. Man dürfte wohl kaum an die Wasserstrahlen herankommen – wenn man nicht in den Brunnen hineinklettert.

Johannes Patzig

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